Kitas und Eltern - Die Angst vor Omikron im Morgenkreis

Kitas sind seit zwei Jahren im Krisenmodus. Omikron erschwert den Alltag von Betreuenden und Eltern. Ein Augenschein.

Omikron, Eltern

27.01.2022 22:42:00

Die Angst vor Omikron im Morgenkreis: Kita s sind seit zwei Jahren im Krisenmodus. Omikron erschwert den Alltag von Betreuenden und Eltern . Ein Augenschein. Kita

Kita s sind seit zwei Jahren im Krisenmodus. Omikron erschwert den Alltag von Betreuenden und Eltern . Ein Augenschein.

«Es sieht so aus, als würde es früher oder später uns alle erwischen. Doch wir haben ohnehin keine Alternative und sind auf die Kita angewiesen», sagt etwa eine Mutter, die ihr Mädchen mit dem Lastenvelo in die Kindertagesstätte der Stiftung GFZ bringt. Ein Vater gibt zu, dass er sich mit dem Gedanken trägt, das Kind weniger oder kürzer in die Krippe zu bringen. Doch letztlich ist das eine Frage der Möglichkeiten. Noch sind die Erinnerungen an die erste Corona-Welle frisch – an die Arbeit im Homeoffice mit Kindern im Vorschulalter und ihre mehr oder minder putzigen Nebenrollen in Videositzungen.

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Machen sie's absichtlich ? Anders kann man sich's eigentlich nicht erklären.

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Moderna-Vizepräsident – «Für die Omikron-Welle kommt unser Impfstoff zu spät»Moderna startet mit klinischen Studien zum Omikron -Wirkstoff. Europachef Dan Staner gibt Auskunft über die Corona-Impfungen der nächsten Generation. Wir brauchen keine Impfungen mehr, nur in Ruhe gelassen zu werden! Ohhhh so Schade. Zusätzliche Milliarden kommen doch nicht. Es ging nicht um unsere Gesundheit, ich dachte wirklich das es um die Gesundheit geht. Impfpflicht macht frei PLANdemie Ach neeee Das glaube ich jetzt nicht. Aber für die Varianten die nächstens kommen und die noch keiner kennt, sollte er aber wirksam sein.

Warnung vor Omikron-Welle – Es läuft noch besser als im Best-Case-SzenarioVor zwei Wochen warnte die Taskforce noch vor einer drohenden Überlastung auf den Intensivstationen. Jetzt geben die Experten Entwarnung – doch für einen Freedom Day sei es dennoch zu früh. Ah ja. Tip-top. Läuft super. Ist halt doof, wenn die Leute dann wochenlang zu Hause sind,weil diese milden Symptome so schwerwiegend sind, dass Arbeiten nicht möglich ist. In meinem 12er Team fehlen immer noch zwei Leute. Seit 4 Wochen. Gerade bei diesen rekordhohen fallzahlen - heute alleine 43'199 infizierte! - sollte man mit der annahme, es würde auf den intensivstationen keine überbelastung mehr geben, sehr vorsichtig sein. Die spitze ist nocht überschritten. - Wir wissen nicht, was noch auf uns zukommt!

Warnung vor Omikron-Welle – Es läuft noch besser als im Best-Case-SzenarioZurzeit stecken sich in der Schweiz täglich rund 100’000 Menschen mit dem Coronavirus an. Dennoch hat sich die Lage in den Spitälern in den letzten Wochen entspannt. Es läuft noch besser als im Best-Case-Szenario.

Corona-Angst bei Norwegen - «Wie Bingo»: Langläuferinnen Weng und Kalva positiv getestetWährend Norwegens Langläufer um Topstar Johannes Hösflot Kläbo in Italien vorsichtshalber in Isolation sitzen, gibt es bei den Frauen mit Heidi Weng und Anne Kalva zwei positiv ausgefallene Tests. Langlauf srfsport

Konflikt um die Ukraine - Angst vor Putins Rache: Wird Europas Sanktionskeule zum Bumerang?'Die Entscheidung, die NATO bis zu den Grenzen Russlands zu erweitern, ist der verhängnisvollste Fehler und wird die russische Aussenpolitik in eine Richtung zwingen, die uns entschieden missfallen wird.' (George F. Kennan, US-Historiker, 1997) wie blöd muss man sein, um vom fossilem Gas abhängig zu sein!!!

8.30 Uhr am Zeltweg in Zürich. Es kommen mehr, als gehen. In der Luft liegt ein dünner Windelgeruch - und leichte Anspannung, Uhren werden konsultiert. Für einige Eltern drängt die Zeit und doch wollen sie ihr Kind möglichst ohne grossen Trennungsschmerz in den Kita-Tag entlassen. Über allem hängt Omikron und erschwert das Loslassen. Die meisten Eltern vertrauen auf das Schutzkonzept und haben letztlich keine andere Wahl. «Es sieht so aus, als würde es früher oder später uns alle erwischen. Doch wir haben ohnehin keine Alternative und sind auf die Kita angewiesen», sagt etwa eine Mutter, die ihr Mädchen mit dem Lastenvelo in die Kindertagesstätte der Stiftung GFZ bringt. Ein Vater gibt zu, dass er sich mit dem Gedanken trägt, das Kind weniger oder kürzer in die Krippe zu bringen. Doch letztlich ist das eine Frage der Möglichkeiten. Noch sind die Erinnerungen an die erste Corona-Welle frisch – an die Arbeit im Homeoffice mit Kindern im Vorschulalter und ihre mehr oder minder putzigen Nebenrollen in Videositzungen. Mit Omikron haben wir einen absoluten Peak erreicht und geht es so weiter, wird es nicht mehr reichen. Autor: Estelle Thomet Leiterin Verband Kinderbetreuung Kibesuisse Diese Befürchtungen werden auch in die Kita getragen und mischen sich dort mit den Befürchtungen der Angestellten. Weil bereits in der ersten Welle die Betreuungsangebote wieder hochgefahren wurden, befinden sich die Kitas seit zwei Jahren im Krisenmodus. «Mit Omikron haben wir einen absoluten Peak erreicht und geht es so weiter, wird es nicht mehr reichen», warnt Estelle Thomet, die Leiterin des Verbands für Kinderbetreuung in der Schweiz Kibesuisse. Die zahlreichen Personalausfälle haben mehrere Kitas gezwungen, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen, auch Schliessungen oder Teilschliessungen gab es bereits. Kürzere Öffnungszeiten, Aushilfe und ÜberzeitZwar hat der Verband vor zwei Wochen die Empfehlung an Kitas, schulergänzende Betreuungen und Tagesfamilien herausgegeben, die Betreuungszeiten nach Möglichkeit zu reduzieren, um komplette Ausfälle zu vermeiden. Doch damit lässt sich nur ein gewisser Teil der Ausfälle auffangen und für Eltern ist diese Variante oft auch alles andere als ideal. Zudem mangelt es an genauen Zahlen dazu, wie viel Personal schweizweit in den Kitas fehlt. In allen 15 GFZ-Kindertagesstätten in Zürich konnte man eine Schliessung bisher mit dem eigenen Aushilfspool vermeiden. Mit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern springen Betreuende im Notfall bei anderen Standorten ein. Die grösste Schwierigkeit besteht darin, kurzfristig Personal aufzubieten. «Im Durchschnitt fehlen 10 bis 20 Prozent der Mitarbeitenden täglich», stellt GFZ-Geschäftsführerin Raffaela Vedova fest. «An einem Standort fielen an einem Tag sogar 50 Prozent des Personals aus.» Politische Forderungen Am Zeltweg begegnet man Omikron mit einem peniblen Schutzkonzept, regelmässigen Pooltests, Überzeit und viel Aufopferungswillen. «Die Kinder gehen vor, wir müssen von der Leitung tagtäglich einspringen, auch wenn meine sonstige Arbeit liegenbleibt», resümiert Kita-Leiterin Michèle Biollay. Für Kibesuisse-Verbandsleiterin Estelle Thomet zeigt die aktuelle Situation exemplarisch, dass an die Kindertagesstätten zuletzt gedacht wird. Es müsse sich politisch etwas ändern. Schon vor der Pandemie hätte man unter einem Fachkräftemangel gelitten. Thomet will die Politik wachrütteln. Es brauche mehr finanzielle Mittel, Kitas müssten als Bildungseinrichtungen anerkannt werden und der Beruf müsse aufgewertet werden, so die Forderungen. «Wir müssen weg von der Idee, dass Bildung und Betreuung Privatsache sind. Es geht uns alle an, und darum ist es eine systemrelevante Infrastruktur eines Landes.»