Kaum einer wollte die E-ID - Covid könnte das nun ändern

Kaum einer wollte die E-ID – Covid könnte das nun ändern.

31.07.2021 16:47:00

Kaum einer wollte die E-ID – Covid könnte das nun ändern.

Neu soll der Nutzer bestimmen, welche Informationen er wo und wann preisgeben will: Dezentral und datensparsam soll die neue elektronische Identität (E-ID) sein. Ganz im Geist von Covid-App und Covid-Zertifikat.

startete im April das Projekt des Konsortiums IDUnion. Es wird von der deutschen Regierung gefördert und entwickelt eine Infrastruktur für ein SSI-Ökosystem.Die IDunion erprobt vorerst konkrete Anwendungsfälle in Berlin und Köln. Finnland wiederum baut über die Findy-Genossenschaft in einer Public-Private-Partnership selbstbestimmte Identitäten auf.

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Auch in der EU sollen Bürgerin und Bürger selbst entscheidenAuch die EU will auf SSI-Basis eine digitale europäische Identität (EUid) schaffen. Mit ihr sollen Bürgerinnen und Bürger selber entscheiden, welche persönlichen Informationen sie wann mit wem teilen. Mit einem Klick auf ihrem Handy können sie ihre Identität nachweisen oder Dokumente aus ihren EUid-Wallets weitergeben.

In ihrer Interpellation will Graf-Litscher vomwissen, ob er für die neue E-ID auch an selbstbestimmte digitale Identitäten denke. «Im Ausland setzt sich die SSI-Technologie durch», sagt sie. «Sie ist europaweit ein wichtiges Thema. Da muss auch die Schweiz vorwärtsmachen. Sie hat ein breites Know-how dazu.» headtopics.com

Will vom Bundesrat wissen, ob er auch an selbstbestimmte digitale Identitäten (SSI) denke: SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher.Bild: KEYSTONERecherchen zeigen: SP-Nationalrätin Graf-Litscher stösst in der Verwaltung auf offene Ohren. In der Projektorganisation, die bis Ende Jahr die Grundlagen für einen Entscheid des Bundesrats erarbeiten soll, wird SSI auch geprüft. Vertreter des Justiz- und Polizeidepartements, des Finanzdepartements und der Bundeskanzlei gehören der Projektorganisation an.

Schon im September will der Bund ein Grobkonzept vorstellenSie hat für Anfang September eine Anhörung von Experten anberaumt und will im selben Monat mit einem ersten Grobkonzept in eine Art Vernehmlassung gehen. Mitte Oktober ist eine Konferenz mit den involvierten Gruppen geplant. SSI ist eine von mehreren möglichen Lösungs-Varianten. Sie werden in der Projektorganisation gleichberechtigt behandelt.

Das Bundesamt fürJustiz(BJ) bestätigt die Recherchen. «Geprüft wird neben anderen Möglichkeiten auch eine SSI-Lösung.» Das habe auch damit zu tun, dass sich die Schweiz dem internationalen Trend anschliessen möchte und vor allem europakompatibel sein wolle. Das BJ steht in Kontakt mit den SSI-Projekten in Deutschland, Finnland und in der EU.

Ein zentraler Vorteil der SSI-Lösung besteht darin, dass Bürgerinnen und Bürger selbst über ihre eigenen Daten bestimmen. Das ist aber auch eine Schwäche: Die Verantwortung liegt bei der Bürgerin und dem Bürger. Verliert sie oder er das Smartphone, müsste - ohne Backup - auch die E-ID erneuert werden. headtopics.com

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Für eine SSI-Lösung wäre der Staat gefordert, ein eigenes Ökosystem aufzubauen und ein Register mit elektronischen Vertrauensankern zu betreiben. Dies könnte der Bund etwa gemeinsam mit den Kantonen tun.Parlamentarier stehen einem SSI-Ansatz positiv gegenüber

Bei den Parlamentariern kommt die SSI-Lösung gut an. «SSI ist ein sehr attraktiver und spannender Ansatz und steht absolut im Geist unserer Forderungen in der Motion», sagt derGrüneAndrey. «Die Technologie ist aber noch jung, da gibt es Schwächen auszumerzen.»

Auch GLP-Nationalrat Jörg Mäder bezeichnet SSI als guten Ansatz. «Der Staat wäre hier einer der zentralen Anker. Es müssen aber nicht alle Teile des Netzwerkes staatlich sein.»Für Graf-Litscher ist klar: Der Ball liegt nun auch beim Parlament. «Die Parlamentarische Gruppe digitale

wird die E-ID zeitgleich zur Arbeitsgruppe des Bundes behandeln», sagt sie. «Und den Prozess politisch begleiten.» (aargauerzeitung.ch)DANKE FÜR DIE ♥Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?Mehr erfahren(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen) headtopics.com

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