Karin Keller-Sutter macht Tempo

Gleich drei Bundesräte sollen die Folgen des freien Personenverkehrs lindern. Der Deal offenbart den Führungsanspruch der FDP-Magistratin.

5/16/2019

«Der Bundesrat möchte keine gespaltene Schweiz», war der Schlüsselsatz von Keller-Sutters Auftritt. Dazu sollen vordergründig sieben Massnahmen beitragen.

Gleich drei Bundesräte sollen die Folgen des freien Personenverkehrs lindern. Der Deal offenbart den Führungsanspruch der FDP-Magistratin.

Arbeitslose über 60 Jahren, die während zweier Jahre erfolglos Bewerbungen geschrieben und Kurse besucht haben, sollen künftig nicht mehr aufs Sozialamt gehen müssen. Stattdessen will ihnen der Bundesrat eine Überbrückungsleistung ausrichten. Dies gaben gestern Justizministerin Karin Keller-Sutter und Sozialminister Alain Berset bekannt. Man müsse ehrlich sein und anerkennen, dass die Personenfreizügigkeit nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich bringe, sagte Keller-Sutter. Dass sie der Wirtschaft nicht nur die nötigen Fachkräfte verschaffe, sondern dass sich Inländer durch die ausländische Konkurrenz auch «verdrängt fühlen können».

So hat der Bundesrat mit den Sozialpartnern sieben Massnahmen erarbeitet, mit denen er jene Personen konkurrenzfähig halten will, die es nicht einfach haben, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Die siebte gilt jenen, die kaum mehr eine Chance haben: den über 60-Jährigen.

beziehen, aber mindestens 20 Jahre lang AHV-Beiträge bezahlt haben. In dieser Zeit müssen sie jedes Jahr mindestens 21'330 Franken verdient, aber nicht mehr als 10'000 Franken angespart haben. Für ­Ehepaare gilt die Grenze von 200'000 Franken. Zu diesem Betrag zählt auch das Ersparte in der 3. Säule, nicht aber selbst bewohntes Wohneigentum.

Ältere Arbeitnehmer sind eine Chance für Unternehmen, aber noch nicht viele Firmen in der Schweiz sehen das so. Dies ist die Erkenntnis des ersten Swiss ­Future of Work Forum, welches gestern in Bern stattfand. Der Anlass wurde vom Personalvermittler Lee Hecht Harrison veran­staltet, der zur Adecco-Gruppe ­gehört. Das Unternehmen präsentierte die ersten Resultate einer Studie, welche die Arbeitsmarktsituation der über 50-Jährigen untersuchte. Dafür wurden Daten von 1700 Stellensuchenden aus 70 Unternehmen in zehn verschiedenen Branchen ausgewertet, welche vom Personalvermittler unterstützt wurden. Zusätzlich wurden 50 Kandidaten und Experten vertieft zur Stellensuche älterer Mitarbeiter befragt.

Gleichzeitig hat die Studie aber auch ergeben, dass ältere Stellensuchende Hindernisse überwinden müssen, die nichts mit ihren Qualifikationen zu tun haben. Zwar gaben nur 11 Prozent der Befragten an, dass ihrer Meinung nach ältere Arbeitnehmer diskriminiert werden. Knapp 40 Prozent sind aber der Meinung, dass Vorurteile eine Rolle spielen. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte im vergangenen Jahr ergab, dass nur eines von fünf Unternehmen an ältere Arbeitnehmer denkt, um den Mangel an Fachkräften auszugleichen. Ein Drittel der Personalverantwortlichen sieht in ihnen einen Wettbewerbsnachteil. Das ist deutlich mehr als im internationalen Schnitt, wo es nur 20 Prozent sind. Es brauche deshalb in Wirtschaft und Gesellschaft einen Wandel, um in älteren Arbeitnehmern auch eine Chance zu sehen, findet Studienautor Rudolph.

Weiterlesen: Tages-Anzeiger

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