Kampf gegen Menschenhandel: Europarat rüffelt Schweiz - Blick

Europarat rüffelt Schweiz: Schweiz tut zu wenig gegen moderne Sklaverei

09.10.2019 20:50:00

Europarat rüffelt Schweiz: Schweiz tut zu wenig gegen moderne Sklaverei

Die Schweiz hat sich den Kampf gegen Menschenhandel auf die Fahne geschrieben. Doch tut sie wirklich genug, um Menschen vor Ausbeutung zu schützen? Der Europarat sagt Nein.

DUKAS1/10Insbesondere bei der Bekämpfung des Kinderhandels muss die Schweiz aus Sicht des Europarats noch mehr leisten.imago/PanthermediaDie Schweiz sollte mehr leisten, um mögliche Opfer identifizieren zu können, so das Expertengremium.

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Keystone3/10Ein Fall von moderner Sklaverei wurde eben erst bekannt. Eine junge Äthiopierin hat in der Schweiz deswegen Asyl gestellt. Doch der Antrag wurde abgelehnt.9/10Das Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen stützte den Entscheid des SEM und wies die Beschwerde der Äthiopierin ab.

keystone10/10Das Justizdepartement von Bundesrätin Karin Keller-Sutter ist für die Bekämpfung des Menschenhandels zuständig.Das Schicksal von Zenash* bewegt. Die junge Äthiopierin, die kaum volljährig sein dürfte, arbeitete mehrere Jahre lang unter sklavenähnlichen Bedingungen bei einer Familie in Saudi-Arabien. Als die Familie Anfang Jahr Ferien in Genf machte, packte das Hausmädchen seine Chance. Zenash floh – und stellte ein Asylgesuch in der Schweiz.

Die Behörden aber wollen der Äthiopierin nicht helfen. Stattdessen soll sie auf Grundlage des Dublin-Abkommens nach Frankreich ausgewiesen werden.wie BLICK gestern berichtete.Es gibt noch viele BaustellenMit der Kritik ist die Fachstelle nicht allein. Auch das Expertengremium für Menschenhandel des Europarats ist in vieler Hinsicht unzufrieden, was den Kampf der Schweiz gegen moderne Sklaverei anbelangt. Das geht aus einem heute veröffentlichten Bericht hervor.

Zuletzt wurde die Situation in der Schweiz 2015 unter die Lupe genommen. Seither habe sich in vielen Bereichen zu wenig getan, findet der Europarat. Ein Kritikpunkt: die mangelnde Hilfe für Personen, die im Ausland ausgebeutet wurden, aber jetzt in der Schweiz sind. Zwar seien mehrere Arbeitsgruppen eingesetzt worden, um herauszufinden, wie die Betroffenen besser geschützt werden können. «Aber», hält der Bericht fest, «bisher wurde wenig Fortschritt erzielt».

Starre Dublin-Anwendung in der KritikZudem stellt der Europarat die sture Anwendung der Dublin-Verordnung auch bei mutmasslichen Menschenhandel-Opfern infrage. Denn die Anwendung des Verfahrens bei diesen Personen laufe «der Verpflichtung zuwider, solche Opfer zu unterstützen und schützen».

Auch müsse die Schweiz noch mehr Effort leisten, um die Opfer von Menschenhandel überhaupt erst zu identifizieren. Weiter wird die Schweiz angehalten, insbesondere bei Kindern genauer hinzuschauen. Viele der Punkte hat der Europarat schon beim letzten Bericht 2015 kritisiert.

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Der Bund lässt die Kritik in vielen Teilen kalt. Was die bessere Identifikation von Opfern betrifft, ist er der Überzeugung, schon auf dem richtigen Weg zu sein. Auf das kritisierte Vorgehen bei Dublin-Fällen geht die Schweiz in ihrer Stellungnahme gar nicht ein.

Zenash ist verschwundenIm Fall der Äthiopierin Zenash ist dabei genau das der Knackpunkt. Vergangene Woche hätte sie nach Frankreich gebracht werden sollen, auch wenn sie selbst noch nie in diesem Land war. Grund dafür ist, dass ihre Peiniger über das Nachbarland ein Visum für das Hausmädchen organisiert hatten.

Doch Zenash wehrte sich: Am Tag der geplanten Ausschaffung tauchte sie unter. Bisher gibt es kein Lebenszeichen von ihr. Weiterlesen: BLICK »

Sagen ja genau die richtigen.. Unglaublich dreist Besonders Kindersklaverei ist alte Tradition in der Schweiz. Plus Pedofilie. Europa kann nichts tun. Schweiz ist Schweiz... Die Regierung hat mit Steuerklau soviel zu tun, das sie keine Zeit finden für andere Themen.

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