Kampf gegen Antisemitismus – «Bei Nazi-Symbolen hat sich eine Nonchalance eingeschlichen»

«Bei Nazi-Symbolen hat sich eine Nonchalance eingeschlichen»: Initiantin von Verbot für Nazi-Symbole gibt Gesetz gute Chancen.

26.01.2022 23:17:00

«Bei Nazi-Symbolen hat sich eine Nonchalance eingeschlichen»: Initiantin von Verbot für Nazi-Symbole gibt Gesetz gute Chancen.

Nationalräte aus SP und Mitte verlangen ein Verbot von Symbolen wie Hakenkreuz und Hitlergruss. Ein solches habe aber nur eine bedingte Wirkung, sagen Rechts- und Gewaltexperten.

imago stock&peopleDas Tragen der Symbole, die von einem der grössten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit stammen, wird in der Schweiz nicht bestraft.Motionärin Marianne Binder-Keller gibt dem Verbot im Parlament gute Chancen.Hitlergrüssen

Am Mittwoch forderte der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) einIm Nationalrat sind bereits drei Vorstösse für ein solches Verbot hängig. Den Anfang machte Mitte-Nationalrätin Marianne Binder-Keller mit einer Motion. Darin verlangt sie eine eigenständige gesetzliche Grundlage. Diese müsse die Verwendung von in der Öffentlichkeit bekannten Kennzeichen des Nationalsozialismus sowie von Gegenständen, die solche Kennzeichen darstellten oder enthielten, verbieten und unter Strafe stellen. Als Beispiel erwähnt sie etwa Gesten, Parolen, Grussformeln, Zeichen, Fahnen und Bilder.

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Lol. Aber tolerieren der zur show stellung der albaner fahne. Tztztt Aber die Nazis sind in Regierung, das ist ein protest gegen euch nazi unterstützer Ja voll, Holocaust Verläumdung noch und nöcher in den Medien. QuerdenkerSindTerroristen und Antisemitism Lovers. Coronaproteste sind RECHTSRADIKAL!!!! Wieso wird dieses Framing von vielen akzeptiert? Antwort: sie sind sehr zugänglich für Propaganda. Covid1984

Muss Herr Giacomini zustimmen, verbote sind doof. Aber anscheinend haben 'andere Bemühungen' bereits versagt. Was auch immer diese 'Bemühungen' sein sollten. Beide extreme sind sch* aber mir sind kaputte (versicherte *hust*) Scherben lieber als braune Ignoranz. Kommunistische Symbole sind aber ok. Ok.

Dies Bericht dient zur Manipulation und Täuschung. Es soll vermittelt werden, dass nur Rechtsradikale demonstrieren. Dies soll die Bereitschaft schmälern!! Lasst euch nicht manipulieren. Die Medien sind bezahlt und abhängig! Woke, pro Globalismus Linke sind die heutige fascisten und ihre Strategie ist dies hinter einem nicht vorhandenen Rechtsextremismus zu verstecken.

Beginnen wir nun den Kampf gegen den Sozialismus, Kommunismus und Marxismus!!! Warum können Menschen nur bis zur eigenen Nasenspitze denken? Das ist kein Kampf gegen Antisemitismus, das ist ein Kampf gegen Grundrechte.

Hakenkreuz und Hitlergruss – Schweizer Juden fordern Verbot von Nazi-SymbolenDer Israelitische Gemeindeverbund will Symbole und Gesten des Nationalsozialismus unter Strafe stellen. Die Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen habe markant zugenommen. littlewisehen Es wäre überfällig … wenner süscht kei problem hend...🙄 🤔

Hakenkreuz und Hitlergruss – Schweizer Juden fordern Verbot von Nazi-SymbolenDer Israelitische Gemeindeverbund will Symbole und Gesten des Nationalsozialismus unter Strafe stellen. Die Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen habe markant zugenommen. littlewisehen Es wäre überfällig … wenner süscht kei problem hend...🙄 🤔

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/ 9 Am Mittwoch forderte der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) ein Verbot von Symbolen und Gesten des Nationalsozialismus – erstmals in dieser Deutlichkeit. imago stock&people Die Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen in den letzten Jahren habe markant zugenommen, sagt SIG-Präsident Jonathan Kreutner. 20min/Michael Scherrer Das Tragen der Symbole, die von einem der grössten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit stammen, wird in der Schweiz nicht bestraft. imago/Ulmer Politikerinnen und Politiker wie auch der Israelitische Gemeindebund fordern ein Verbot von Nazi-Symbolen. Motionärin Marianne Binder-Keller gibt dem Verbot im Parlament gute Chancen. Ein Gewaltforscher Dirk Baier vermutet jedoch einen geringen präventiven Effekt. Nazi-Symbole drangen in der Pandemie vermehrt an die Oberfläche. Mit Hitlergrüssen oder Judensternen und der Aufschrift «ungeimpft» marschierten einige Massnahmenkritikerinnen und -kritiker in den Corona-Demos mit. Das Tragen der Symbole, die von einem der grössten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit stammen, bleibt aber unbestraft. So ist deren Verwendung und Verbreitung nur strafbar, wenn damit eine rassistische Ideologie symbolisiert und für diese öffentlich geworben wird. Eine nazistische Gesinnung als solche oder das Bekenntnis zur Gesinnung reichen dafür nicht. Am Mittwoch forderte der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) ein von Nazi-Symbolen – erstmals in dieser Deutlichkeit. Die Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen in den letzten Jahren habe markant zugenommen, sagt SIG-Präsident Jonathan Kreutner. «Ob nun Hitlergrüsse in der Öffentlichkeit oder die Judensterne im Umfeld der Coronamassnahmen-Gegnerschaft.» Gesten, Fahnen, Grussformeln Im Nationalrat sind bereits drei Vorstösse für ein solches Verbot hängig. Den Anfang machte Mitte-Nationalrätin Marianne Binder-Keller mit einer Motion. Darin verlangt sie eine eigenständige gesetzliche Grundlage. Diese müsse die Verwendung von in der Öffentlichkeit bekannten Kennzeichen des Nationalsozialismus sowie von Gegenständen, die solche Kennzeichen darstellten oder enthielten, verbieten und unter Strafe stellen. Als Beispiel erwähnt sie etwa Gesten, Parolen, Grussformeln, Zeichen, Fahnen und Bilder. SP-Nationalrat Angelo Barrile und SP-Nationalrätin Gabriela Suter doppelten mit parlamentarischen Initiativen nach. Marianne Binder-Keller rechnet damit, dass das Parlament dafür stimmen wird. Tatsächlich zeichnet sich mit den Vorstössen aus SP und Mitte eine parteiübergreifende Unterstützung ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien Nazi-Symbole in der Gesellschaft völlig tabu gewesen, sagt Binder. «Zunehmend haben sich eine Nonchalance und Geschichtslosigkeit eingeschlichen, wie es nun auch bei Corona erschreckend zum Ausdruck kommt.» Verschiedene Organisationen setzen sich für ein Holocaust-Denkmal in Bern ein. Binder: «Wenn man ein Denkmal im Gedenken an ein einmaliges Verbrechen errichtet, kann man auch alles verbieten, was diese Einmaligkeit verhöhnt.» Aufklärung sei effektiver In Deutschland droht für das Verwenden von Symbolen aus dem Nationalsozialismus eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Gewaltforscher Dirk Baier vermutet jedoch einen geringen präventiven Effekt im Falle eines Verbots. Dies zeigten zum Beispiel Zahlen aus Deutschland. «Dort werden jedes Jahr Tausende entsprechende Straftaten registriert.» Aus seiner Sicht sei ein Verbot der Symbole aber nicht primär mit der Prävention zu begründen. «Sondern damit, dass sie eine Gefahr für das demokratische, friedliche Zusammenleben darstellen und eine Gesellschaft dies nicht tolerieren kann.» Rechtsexperten sind sich hingegen uneinig (siehe unten). Muss der Rechtsstaat Nazi-Symbole verbieten? Der Zürcher Strafrechtsexperte David Gibor befürwortet ein Verbot von Nazisymbolen. Er verweist auf die Strafnorm gegen Rassendiskriminierung, die antisemitische und rassistische Handlungen unter Strafe stellt. Geschützt werden sollen damit die Menschenwürde und der öffentliche Frieden. «Es ist daher nur konsequent, wenn der wehrhafte Rechtsstaat nicht allein die menschenverachtenden Tätigkeiten, sondern auch die Symbole verbietet, welche die gruppenbezogene Feindlichkeit kennzeichnen.» Der Schwyzer Rechtsanwalt Sergio Giacomini äussert sich hingegen skeptisch. Das Strafrecht sei Ultima Ratio und sollte erst angewendet werden, wenn andere Bemühungen versagt hätten, sagt er. Erziehung, Aufklärung und gesellschaftliche Ausgrenzung des Rechtsextremismus erachte er unter dem Gesichtspunkt einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung als effektiver. Die Meinungsfreiheit sehe er jedoch nicht tangiert im Falle eines solchen Verbots. «Ein blosses Hakenkreuz oder der Hitlergruss sind keine Meinungsäusserung, sondern eine Hassbotschaft, mit der jemand verletzt oder verunglimpft werden soll.» LGBT Q: Hast du Fragen oder Probleme? Hier findest du Hilfe: