Interview zu Kinderbetreuung – «Der wildwüchsige Kita-Markt überfordert die Eltern»

11.08.2021 13:00:00

Die Kommission für Familienfragen fordert eine einheitliche Finanzierung und mehr Geld für Krippen. Geschäftsleiterin Nadine Hoch erklärt, wo die Probleme liegen.

Der Kita-Markt ist uneinheitlich und unübersichtlich. Das überfordert viele Eltern. Was sich ändern muss, erklärt die Geschäftsleiterin der Kommission für Familienfragen, Nadine Hoch.

Die Kommission für Familienfragen fordert eine einheitliche Finanzierung und mehr Geld für Krippen. Geschäftsleiterin Nadine Hoch erklärt, wo die Probleme liegen.

8 Kommentare8Grosser Preisunterschied: In Zürich beträgt der Maximaltarif für einen subventionierten Platz 120 Franken, im Wallis sind es teils für alle Eltern 42 Franken.Foto: Anna-Tia BussEs hängt vom Wohnort ab, ob Eltern genügend Kitas oder Horte finden und ob die Betreuung ihrer Kinder qualitativ gut und bezahlbar ist: So lautet die Haupterkenntnis

im Auftrag der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen (EKFF). Wegen der Chancengerechtigkeit brauche es eine Vereinheitlichung, sagt Geschäftsleiterin Nadine Hoch.Wo sind die Kitas am günstigsten, wo amteuersten?Man kann die Tarife nicht miteinander vergleichen, weil die Bemessungsgrundlagen überall unterschiedlich sind. An einigen Orten wird das Vermögen zugerechnet, andernorts ist die Familiengrösse mitbestimmend. Es ist ein heterogener, wildwüchsiger Markt, der die Eltern bei der Auswahl überfordert. Bevor sie sich für eine Kita entscheiden, müssen sie in die tiefsten Gefilde der Berechnungen eintauchen, um herauszufinden, wie viel sie für die Betreuung ihrer Kinder zahlen müssten.

Weiterlesen: tagesanzeiger »

Analyse zu den Folgen der Wahl – Die Brutalität des Regimes hat die Euphorie in Weissrussland ersticktAlexander Lukaschenko muss die Angst schüren, um seine Macht zu erhalten. Der Westen darf die weissrussische Bevölkerung nicht alleinlassen.

Ältere Schüler haben Vorteile: Manche Eltern lassen Kinder absichtlich später einschulenDer Geburtstag entscheidet über den Schulerfolg. Diesen Effekt weisen Forscher erstmals auch für die Schweiz nach. Bravo, liebe Eltern, schützt Eure Kinder!!

Zustimmung für Widerspruchslösung – Neue Organspende-Regelung ist auf der ZielgeradenWer seine Organe nach dem Tod spenden will, muss dies heute in einem Ausweis festhalten. Künftig soll dies nicht mehr nötig und das Gegenteil der Fall sein.

Angst vor der Delta-Variante – Kommen die Spitäler bald wieder an den Anschlag?Die Fallzahlen steigen, die Hospitalisationen von Covid-Patienten nehmen zu. Die Spitäler allerdings geben sich viel gelassener als die Taskforce des Bundes. Ja klar. Den in 1 Jahr giz den für Neugeboränä au no grad ä Ipfig. No meh Kemie im körber. Den wärdä die jungnichä no meh Krank. Wei si den gar keni Abwehr imun mehr hei. Die Spitäler geben sich gelassen? Und das Personal, das seit 18 Monaten mit Applaus abgespiesen wird? Immer mehr steigen aus dem Beruf aus oder kürzen ihre Stellenprozente, weil sie erschöpft und frustriert sind. Können wir das auch gelassen nehmen?

Zum Vorwurf der Geldgier - Messi hätte nicht ohne Lohn für Barcelona spielen dürfenKurz vor der Unterschrift bei PSG hallt Messi immer noch der Vorwurf der Geldgier nach. Zu Unrecht. LaLiga srffussball Lionel Messi best player in the world ❤👌 Trotzdem hat er 500 Millionen Euro in den vergangenen 4 Jahren kassiert. Hä?

Eva Novak 8 Kommentare 8 Grosser Preisunterschied: In Zürich beträgt der Maximaltarif für einen subventionierten Platz 120 Franken, im Wallis sind es teils für alle Eltern 42 Franken.Meinung Publiziert heute um 09:00 Uhr 26 Kommentare 26 Im August 2020 waren die Proteste in Minsk gegen die gefälschte Wahl friedlich.bricht das neue Schuljahr bereits am Montag an, in den anderen mit Ausnahme des Tessins (30.Publiziert heute um 16:14 Uhr 24 Kommentare 24 Wer seine Organe nach dem Tod spenden will, muss dies heute in einem Ausweis festhalten.

Foto: Anna-Tia Buss Es hängt vom Wohnort ab, ob Eltern genügend Kitas oder Horte finden und ob die Betreuung ihrer Kinder qualitativ gut und bezahlbar ist: So lautet die Haupterkenntnis im Auftrag der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen (EKFF). Wegen der Chancengerechtigkeit brauche es eine Vereinheitlichung, sagt Geschäftsleiterin Nadine Hoch. Foto: Sergei Grits (AP) Weissrussland war wie verwandelt am Wahltag vor einem Jahr. Wo sind die Kitas am günstigsten, wo am teuersten ? Man kann die Tarife nicht miteinander vergleichen, weil die Bemessungsgrundlagen überall unterschiedlich sind. Bild: keystone In den meisten Kantonen ist der Eintritt ins Bildungssystem ab vier Jahren obligatorisch. An einigen Orten wird das Vermögen zugerechnet, andernorts ist die Familiengrösse mitbestimmend. Doch dann fälschte der Diktator Alexander Lukaschenko das Wahlergebnis. Es ist ein heterogener, wildwüchsiger Markt, der die Eltern bei der Auswahl überfordert. Mit 9 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung hat sich die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) für den indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Organspende fördern – Leben retten» ausgesprochen.

Bevor sie sich für eine Kita entscheiden, müssen sie in die tiefsten Gefilde der Berechnungen eintauchen, um herauszufinden, wie viel sie für die Betreuung ihrer Kinder zahlen müssten. Sie glaubten fest, dass sie gewinnen würden. Damit sind die jüngsten Kinder beim Kindergartenstart vier Jahre und wenige Wochen alt, die ältesten 5-jährig. Wie steht es um die Qualität der Kinderbetreuung? Das hängt von den Qualitätsvorgaben der Kantone ab. Einige Kantone sagen, es brauche eine ausgebildete Person pro 12 Kinder und zusätzlich eine Praktikantin. Dass sie sich alle derart irren konnten, ist ein Unglück für Weissrussland, für das Land, für das Volk, aber es lässt sich erklären. Andere sagen, es brauche in jedem Fall zwei ausgebildete Personen für weniger Kinder. Dieses Phänomen ist in der internationalen Fachliteratur gut dokumentiert. Der Betreuungsschlüssel variiert sehr stark, die Anforderungen an das Personal ebenfalls. Und gerade deshalb packte der Machthaber aus Minsk mit aller Gewalt, mit aller Brutalität zu. Der Ständerat wird in der Herbstsession zur erweiterten Widerspruchslösung Stellung nehmen.

In der Westschweiz gibt es mehr ausgebildetes Personal, in der Deutschschweiz geht man immer noch davon aus, Kinder zu hüten, brauche man nicht zu lernen, das könne man einfach. Diese Grundhaltung zieht sich bis zu den gesetzlichen Grundlagen durch. Sie blieben bewundernswert friedlich – selbst dann noch, als das Regime mit Panzern anrückte. Taktisch verspätete Einschulungen 23'000 Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit lösten Mathematikaufgaben, gleich viele Sechstklässler taten dies in der Muttersprache und der ersten Fremdsprache. Sind die teureren Kitas und Horte auch besser? Nicht unbedingt. Der Preis und die Qualität hängen von der Finanzierung ab. August 2020. Sobald man mehr qualifiziertes Personal nimmt, wachsen die Kosten. Wolters bergen bildungspolitische Brisanz. SDA/anf Publiziert heute um 16:14 Uhr Fehler gefunden?.

Man kann nur sagen, dass besonders hohe Tarife in den Einrichtungen gezahlt werden, in die keine Subventionen fliessen. Foto: Sergei Grits (AP) In Weissrussland wurde es nach den aufregenden Wochen des grossen, bunten, flächendeckenden Protests totenstill. «Für Gutverdienende ist der Einheitstarif super, weil sie relativ günstig wegkommen. Aber für Eltern, die wenig verdienen, ist das ein enorm hoher Tarif. Lukaschenkos Repressionen sind umfassend, selbst im Ausland schlägt er zu. In diesem Fall erhöht sich der Altersunterschied zwischen dem ältesten und jüngsten Kind in einer Klasse auf zwei Jahre.» Nennen Sie bitte ein paar Beispiele. In Zürich beträgt der Maximaltarif für einen subventionierten Platz 120 Franken, während in Genf ein Kita-Tag gut verdienende Eltern bis zu 77 Franken kostet. Wenn dem Regime in Minsk heute etwas gefährlich werden kann, dann ist es die eigene Brutalität.

Die Westschweizer Kantone Neuenburg, Genf und Waadt haben die tiefsten Tarife. «Es ist, als müsste ein 7-Jähriger im Schnelllauf gegen einen 9-Jährigen antreten. In der Walliser Gemeinde Anniviers zahlen alle Eltern 42 Franken. So widersinnig es klingen mag: Nach solchen Taten schöpfen viele Menschen in Weissrussland neue Hoffnung, weil sich die Welt dann an ihre unerträgliche Lage erinnert. Für Gutverdienende ist der Einheitstarif super, weil sie relativ günstig wegkommen. Aber für Eltern, die wenig verdienen, ist das ein enorm hoher Tarif. An einem Ort, an dem niemand mehr zu sagen wagt, was er denkt, wird jeder einsam. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Zahl der verspäteten Schuleintritte steigt. Was empfiehlt Ihre Kommission? Jene Kantone, die das bisher nicht getan haben, sollten sich an der Finanzierung beteiligen.

In Bern und Basel etwa ist das schon der Fall. Seit die EU von ihm fordert, die Gewalt zu beenden, politische Gefangene freizulassen, in Dialog mit seinem Volk zu treten, tut der Diktator das genaue Gegenteil. Der Kanton Zürich sagte bisher, Kinderbetreuung sei Sache der Gemeinden. Primarklasse verzögert – 2016 waren es 7. Es gibt jetzt aber Vorstösse im Kantonsrat, das zu ändern. Der Kreml fordert seit Monaten Reformen in Weissrussland, aber Lukaschenko laviert und verzögert. Das hängt mit der sogenannt neuen Anstossfinanzierung des Bundes zusammen, wonach Kantone Gelder vom Bund bekommen, wenn sie oder die Gemeinden Elterntarife höher subventionieren. Das hat einige Kantone bewogen, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Um den Status quo zu erhalten, wird der Diktator fast alles tun. So werden in Luzern knapp 40 Prozent der Kinder zu spät eingeschult, im Kanton Aargau sind es knapp 26, im Kanton Basel-Stadt hingegen bloss gut 1 Prozent.

Nadine Hoch .