Interview mit Joschka Fischer – «Sieben Jahre lang war ich Vegetarier, heute nicht mehr»

Joschka Fischer glaubt an den Wechsel zu einer globalen Perspektive, um die Klimakrise in den Griff zu bekommen. (Abo)

22.10.2021 13:15:00

Joschka Fischer glaubt an den Wechsel zu einer globalen Perspektive, um die Klimakrise in den Griff zu bekommen. (Abo)

Die Menschheit muss die Klimakrise abwenden. Für Joschka Fischer, den berühmtesten Grünen, hilft leckeres Essen dabei mehr als Mahnen mit dem Zeigefinger.

7 KommentareJoschka Fischer nach seinem Referat im Berner Kursaal. (16. Oktober 2021)Foto: Raphael MoserJoschka Fischer, kann sich die Menschheit allein mit Technologie vor dem Klimawandel retten?Um Verzicht kommen wir nicht herum. Die Energiewende wird uns alle etwas kosten.

Volle Intensivstationen – Mediziner fordern Vorrang für Geimpfte bei Triage Volle Intensivstationen – «Macht keinen Sinn, wenn Patienten gegen ihren Willen auf IPS kommen» Seit Impfbeginn sind in der Schweiz 14 Geimpfte verstorben – und 437 Ungeimpfte

Aber Sie sagen auch: Den Benzinpreis kann man nicht einfach so erhöhen. Das gibt einen Aufstand.Wir Grünen haben in dieser Angelegenheit unsere Erfahrungen gemacht. Wir forderten in Ostdeutschland einmal einen Benzinpreis von fünf Mark. Das war ein politisches Desaster.

Das Schweizer Stimmvolk hat diesen Sommer ein CO2-Gesetz abgelehnt. Ein wichtiger Grund war ebendieser Benzinpreis, der erhöht worden wäre.Schauen Sie, ich habe nie behauptet, es sei einfach, die Menschen mitzunehmen. Das Gegenteil ist der Fall. Aber ohne Mehrheit im Volk funktioniert Klimapolitik nicht. Es gibt dazu ein Beispiel, vor dem in Europa alle Angst haben: Herr Macron und die Gelbwesten. Ich nehme an, in der Schweiz dürfte der Widerstand vor allem im ländlichen Raum stark gewesen sein. Weil dort die Menschen vom Auto abhängig sind. Wie komme ich zum Arbeitsplatz? Wie bringe ich die Kinder zum Sport? Solche Fragen treiben die Leute auf dem Land um. headtopics.com

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Was die grossetransformation – keine Verschwörungstheorie - kostet, hat man schon vor 10 Jahren berechnet - 1.000 Mrd. US-$ pro Jahr bis 2030, nachher mehr. Das Geld könnte man besser anwenden um die Umwelttechnik weltweit verfügbar zu machen.