Interview mit Alpiq-Chefin – «AKW-Neubauten rentieren nicht»

24.01.2022 09:00:00

Antje Kanngiesser erklärt, warum die Strom- und Gaspreise verrückt spielen, wie die Schweiz ihre Stromversorgung sichern kann und warum neue Atomkraftwerke dabei keine Option sind.

«Nicht nur in der Schweiz, sondern länderübergreifend müssen wir uns die Frage stellen, wie wir auf ein besseres Niveau von Versorgungssicherheit kommen», sagt Antje Kanngiesser, CEO von Alpiq. (Abo)

Antje Kanngiesser erklärt, warum die Strom- und Gaspreise verrückt spielen, wie die Schweiz ihre Stromversorgung sichern kann und warum neue Atomkraftwerke dabei keine Option sind.

59«Nicht nur in der Schweiz, sondern länderübergreifend müssen wir uns die Frage stellen, wie wir auf ein besseres Niveau von Versorgungssicherheit kommen», sagt Antje Kanngiesser, CEO von Alpiq.Foto: Michael Buholzer (Keystone)

Die Preise für Strom, Gas und Öl spielen verrückt. Frau Kanngiesser, Sie sind Ende Jahr sogar beim Bund vorstellig geworden, weil Sie auf einen Schlag Hunderte von Millionen Franken brauchten. Wie konnte es so weit kommen?Das ist kein isoliertes Problem von Alpiq, sondern eine Herausforderung für die gesamte Branche. Heute sind nicht mehr nur der Öl- und der Gaspreis für steigende Strompreise ausschlaggebend, sondern verstärkt auch das Wetter und die Geopolitik. Es geht nicht mehr nur um die Frage, ob es genügend Rohstoffe hat, sondern auch darum, ob und wann geliefert wird. Konkret: Schickt man Gas durch eine Pipeline oder nicht?

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59 Kommentare 59 «Nicht nur in der Schweiz, sondern länderübergreifend müssen wir uns die Frage stellen, wie wir auf ein besseres Niveau von Versorgungssicherheit kommen», sagt Antje Kanngiesser, CEO von Alpiq.am Samstag die Ja-Parole zum Medienförderungspaket beschliessen.von Reto Fehr Kommt diese Uneinsichtigkeit nicht einfach daher, dass es der WHO an Legitimation oder Macht fehlt? An Legitimation fehlt es uns nicht.Publiziert heute um 19:46 Uhr 0 Kommentare Braucht zwischen den Jobs eine Ruhepause: Lucien Favre in seinem Refugium in Saint-Barthélemy.

Foto: Michael Buholzer (Keystone) Die Preise für Strom, Gas und Öl spielen verrückt. Frau Kanngiesser, Sie sind Ende Jahr sogar beim Bund vorstellig geworden, weil Sie auf einen Schlag Hunderte von Millionen Franken brauchten. Warum? Das ist eine Güterabwägung. Wie konnte es so weit kommen? Das ist kein isoliertes Problem von Alpiq, sondern eine Herausforderung für die gesamte Branche. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Zivilpersonen, die Ihre Meinung als Wahrheit betrachten und einer Politik, die Ihre Meinung trotzdem ignoriert. Heute sind nicht mehr nur der Öl- und der Gaspreis für steigende Strompreise ausschlaggebend, sondern verstärkt auch das Wetter und die Geopolitik. Wir finden es richtig, Medien gezielt staatlich zu fördern, insbesondere auch lokale und solche im Online b ereich. Es geht nicht mehr nur um die Frage, ob es genügend Rohstoffe hat, sondern auch darum, ob und wann geliefert wird..

Konkret: Schickt man Gas durch eine Pipeline oder nicht? Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. Für mich überwiegen die Nachteile, für andere in der Partei die Vorteile. Unsere Aufgabe ist es, wissenschaftlich fundierte Richtlinien zu schaffen. .