Bundesrat, Socialmedia, Digitalisierung, Der Bundesrat Kontert Fake News Mit Propaganda, Kommentar, Meinung, Nachrichten

Bundesrat, Socialmedia

Instagram-Konto: Der Bundesrat kontert Fake-News mit Propaganda

Der neueste Streich der Exekutive in Bern ist entlarvend: Sie setzt bei der Digitalisierung falsche Prioritäten.

24.06.2021 18:52:00

Der Bundesrat baut seine SocialMedia-Präsenz aus und finanziert eine eigene Redaktion mit mindestens 10 Angestellten. So setzt er bei der Digitalisierung die falschen Prioritäten. Zum Kommentar von BarJack ➡

Der neueste Streich der Exekutive in Bern ist entlarvend: Sie setzt bei der Digitalisierung falsche Prioritäten.

g eine besondere Erwähnung – oder mit kleinen Textchen beim Kurznachrichtendienst Twitter.Der neueste Digital-Streich des Bundes ist gleich mehrfach irritierend. Im Kern offenbart er gar ein gestörtes Verhältnis zur Rolle der Medien und zur eigenen Aufgabe im Digitalzeitalter. Auch in einer digitalen Demokratie kann es nicht Aufgabe der Exekutive sein, Desinformation zu identifizieren, und erst recht nicht, diese angebliche Desinformation «einzudämmen». Das hört sich erstens nach Zensur an; zweitens nach Propaganda; und drittens, selbst wenn die Eindämmung von Desinformation wünschenswert wäre, ist es wohl reichlich naiv, zu glauben, dass sich mit 10 Leuten, die im Namen des Bundesrates ein Instagram-Konto bedienen, tatsächlich irgendetwas ändern lässt.

Taskforce-Ackermann - «Liessen sich alle impfen, wäre die Epidemie in acht Wochen vorbei» Untersuchung eingeleitet - «Hau ab, du Sau» – Zürcher Busfahrer schreit Frau mit Kinderwagen an Las Vegas: Micheal Freedy wollte mit Corona-Impfung warten, dann starb er

Die Möglichkeiten des Informationsgehalts eines bundesrätlichen Instagram-Kontos sind ebenso zweifelhaft. Können Bilder von Alain Berset mit Sepia-Filter wirklich zu einem fundierteren Verständnis der Politik des Bundes beitragen? Können Aufnahmen von Ueli Maurer im Vintage-Look wirklich etwas dazu beitragen, dass in der breiten Bevölkerung für ein komplexes politisches Geschäft mehr Verständnis entsteht?

Der Plan hört sich vielmehr danach an, als würde jemand lieber vom Wesentlichen ablenken. Und damit sind die in vielen Kommunikationsabteilungen der Verwaltung nur spärlich vorhandenen Digital-Skills gemeint. Wer als interessierter Bürger oder Bürgerin, als Journalist und Journalistin beispielsweise während der Pandemie auf einen simplen Fehler bei der Datenverarbeitung hingewiesen hat, der wurde jeweils von der Kommunikationsabteilung freundlichst darauf hingewiesen, dass man sich um die Anfrage kümmere, aber dass das eine Weile dauern könne. Eine ähnliche Antwort erhält, wer eine technische Anfrage stellt; etwa, wenn ein Teilbereich der Website des Bundes mit einem bestimmten Webbrowser nicht erreichbar ist. Expertinnen und Experten für Daten und Informationstechnologien fehlen in den Kommunikationsabteilungen des Bundes offenbar. headtopics.com

Der Bundeskanzler Walter Thurnherr hat selber kürzlich in einer erstaunlichen Rede im Berner Käfigturm zu Demokratie und Digitalisierung gefragt:«Wollen wir die Digitalisierung in der Verwaltung überhaupt – oder tun wir nur so?»

Eine gute Frage. Doch wer in der Kommunikation, statt Daten- oder Technologie-Kompetenzen zu pflegen, lieber auf Instagram-Know-how im Kampf gegen Fake News setzt, der muss mit dem Vorwurf leben, dass wohl Letzteres zutrifft: Die Verwaltung will die Digitalisierung nicht, sie tut nur so.

2 KommentareDaniel Heierlivor 2 MinutenDie beste Strategie gegen Fake News wäre, sich selbst konsequent auf seriöse, fundierte Quellen abzustützen. Zu Beginn, als keine Masken verfügbar waren, wäre es besser gewesen, dies offen zuzugeben, anstatt ohne Belege zu behaupten, Masken nützten nichts. Als dann Masken verfügbar wurden, wurde der genau gleiche Fehler in die andere Richtung gemacht. Den Masken wurde eine Wirkung zugeschrieben, die niemals wissenschaftlich nachgewiesen worden war. Zum Brechen einer akuten Welle ist es ja sicher legitim, ein Mittel einzusetzen, welches nicht mit Sicherheit nützt. Wenn man bei sinkenden Infektionszahlen den Menschen längerfristig eine Maske vorschreiben will, wäre eine etwas solidere Begründung schon gut. Wenn die Behörden die solide Begründung durch umso lautere PR ersetzen, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn das Niveau der Diskussion auf allen Seiten sinkt. P.S.: Sollte jemand eine fundierte Studie kennen, welche den Nutzen von Hygienemasken im Alltag zeigen kann (nicht im Labor, nicht im Modell), dann wäre ich am Link dazu sehr interessiert!

Werner Moservor 5 MinutenEine Kommunikationsabteilung aus dem Boden stampfen, um Fake-News in Bezug auf eigene Geschäfte (z.B. BAG!) innerhalb des Social-Media-Universums zu bekämpfen, hat mit dem Thema "Digitalisierung der Bundesverwaltung" nichts zu tun. Und wäre, falls eingerichtet, eine nutzlose "Sisyphus-Arbeit" der Sonderklasse. Käme eines Missbrauchs von Steuergelder gleich, welche ipso facto nicht zu verantworten wäre. Solches wäre nicht nur eine falsche Priorität, sondern gar keine. Wer auf eine Blamage verzichten will, verzichte auf die Realisierung dieses doch sehr abstruse Projekt. Staatsmedien auf Abwegen könnte man sich als Schlagzeile vorstellen. Absolut nicht empfehlenswert! headtopics.com

Coronavirus: Alle News zur aktuellen Situation Übersterblichkeit in der Schweiz höher als in Deutschland - Blick Netz war in der ganzen Schweiz down – jetzt gibt Swisscom Entwarnung Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung »

Nach provisorischer Sperre - Wilson: «Die letzten Tage waren die Hölle»

Der Basler ist trotz provisorischer Sperre wegen eines Doping-Verfahrens von seiner Unschuld überzeugt.

BarJack Schade, zu sehen, dass es in der schönen Schweiz ähnliche, faschistische Tendenzen gibt wie in Deutschland.

Analyse zum Nati-Theater – Der ethnisierte Blick der Schweiz auf ihre FussballerEinzelne Spieler der Schweizer Nati erfahren eine ungute Sonderbehandlung, die viele Menschen in diesem Land nachfühlen können. Das muss aufhören, kommentiert unser Autor. (Abo)

Achtelfinal an der EURO - Für Nati wird Duell mit Sieger der Gruppe F realistischerAm Abend vor dem Abschluss der EURO-Gruppenphase steht noch immer nicht fest, gegen wen die Schweiz im Achtelfinal ran muss: Ein Duell mit dem Sieger der Gruppe F wird aber immer realistischer. srffussball

Burger-Brater an der A3 macht dicht: Stammgäste trauern um Cindy’s - BlickDie Cindy's-Restaurants an der Raststätte Herrlisberg sind Kult. Dass der Burger-Brater nun dichtmacht, schmeckt den Stammkunden gar nicht, wie eine Umfrage vor Ort zeigt.

3:2-Sieg in der Overtime - Islanders mit Comeback zur «Belle»In der NHL kommt es zwischen den Islanders und den Lightning zum alles entscheidenden 7. Spiel. srfhockey

Die Pläne der Festivals – Ab Juli gibts die ersten KonzerteDas Covid-Zertifikat ermöglicht den Schweizer Festivalsommer. Und trotz Freude über die Lockerungen: Es gibt noch einige Fragezeichen. Welche Unbekannte? Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 hat gestern die höchste Anzahl an Neuinfektion seit Beginn der Pandemie gemeldet. Ist ziemlich klar was passiert 🤷‍♂️ Statt 10% müssen zwar “nur” noch 5% ins Spital, das wird aber reichen. Die Saisonalität in der Pause 🤷‍♂️? 🇵🇹 🇷🇺 🇮🇱 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 🏴󠁧󠁢󠁷󠁬󠁳󠁿 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿

Covid-Zertifikat läuft, Referendum dagegen nicht – das sagt der JSVP-Chef zum FlopDas zweite Referendum gegen das Covid-Gesetz kommt schleppend voran. Zwei Wochen vor Fristende fehlen über 30'000 Unterschriften. Das sagt die Bevölkerung zum Flop: Wird ein schwieriges Referendum.. Viele die eigentlich nicht wollten lassen sich aus freiheitsgründen impfen.. Und dann ist Ihnen alles andere egal.. Scheinheilige Welt..