Infektiologe Fehr zur Corona-Strategie: «Wir werden alle mit Omikron in Kontakt kommen»

14.01.2022 22:43:00
Infektiologe Fehr zur Corona-Strategie: «Wir werden alle mit Omikron in Kontakt kommen»

Jan Fehr zu Corona-Massnahmen: «Wir müssen ‹the bigger picture› sehen.»

Interview, Coronavirus

Jan Fehr zu Corona-Massnahmen: «Wir müssen ‹the bigger picture› sehen.»

Omikron ist überall, doch der Bundesrat scheint auf eine Durchseuchung zu setzen. Der Infektiologe Jan Fehr stellt sich im Gespräch klar auf eine Seite.

Ob wir im Endgame sind oder nicht, weiss ich nicht. Wir sind aber gewiss in einer neuen Situation und nächsten Phase.Hier muss ich widersprechen. Wir sind nicht im «Laufenlassen-Modus». Wir stehen mit Omikron an einem anderen Punkt, welcher auch einen Paradigmenwechsel nötig macht und befinden uns auf einem Mittelweg zwischen extremen Kontaktbeschränkungen und weitgehender Öffnung. Ein grosser Teil der Bevölkerung wird mit Omikron in Kontakt kommen, denn Omikron ist ansteckender als frühere Varianten. Die gute Nachricht ist jedoch, dass ein beträchtlicher Teil einen gewissen Immunschutz hat, sei es durch Genesung oder Impfung. Zudem häufen sich Indizien, dass es mit Omikron weniger schwere Verläufe gibt. Die neue Strategie trägt dem Rechnung. Mit einer Anzahl Massnahmen stehen wir auf der Bremse, mit dem Ziel, dass nicht zu viele Erkrankungen gleichzeitig stattfinden, was sowohl das Gesundheitssystem als auch das öffentliche

Weiterlesen: watson News » Omikron-Welle in der Schweiz - Machen Reihentests an Schulen mit Omikron noch Sinn, Frau Rösler?

Omikron-Welle in der Schweiz - Machen Reihentests an Schulen mit Omikron noch Sinn, Frau Rösler?Machen Reihentests an Schulen mit Omikron noch Sinn, Frau Rösler? Dagmar Rösler hält trotz Omikron-Welle an den Reihentests in den Schulen fest – sofern Testkapazitäten das erlauben. Rachentest Schule Stop all measures. Let children live how they should live. Das grosse Problem ist die verkürzte Isolation. Bei den Reihentests werden positive Fälle noch vor Symptomen gefunden. Das bedeutet, dass vermutlich das Kind wieder in den Unterricht kommt, wenn es eine hohe Virenlast hat. Herzlichen Dank an alain_berset GDK_CDS

Coronavirus: Alle aktuellen News – lokal und globalCorona-Pandemie: Im Liveticker findest du alle aktuellen Informationen und Updates zur Coronavirus -Lage in der Schweiz und weltweit.

Coronavirus: Alle aktuellen News – lokal und globalCorona-Pandemie: Im Liveticker findest du alle aktuellen Informationen und Updates zur Coronavirus -Lage in der Schweiz und weltweit.

Ausfälle wegen Quarantäne: So geht Aargauer Wirtschaft damit umBei einer Umfrage des Aargauischen Gewerbeverbandes unter 500 Firmen zeigte sich, dass 20 Prozent wegen Corona-Ausfällen den Betrieb reduzieren mussten. Die AZ zeigt an fünf Beispielen, wie sich die hohen Infektionszahlen durch Omikron konkret auf die Wirtschaft im Aargau auswirken.

Neue Daten aus US-Spitälern – Omikron-Studie aus Kalifornien lässt aufhorchen

Neue Daten aus US-Spitälern – Omikron-Studie aus Kalifornien lässt aufhorchenWeniger sowie kürzere Spitalaufenthalte und niemand benötigte ein Beatmungsgerät: Eine US-Untersuchung mit über 50’000 Omikron-Infizierten macht Hoffnung. Die Impfstoffe wirken auch nicht. Sie machen einen sogar krank.

Omikron-Strategie des Bundes - Gewerkschaften und Wirtschaft begrüssen kürzere Quarantänen

Omikron-Strategie des Bundes - Gewerkschaften und Wirtschaft begrüssen kürzere QuarantänenDer Bundesrat hat die Quarantänefrist wegen Covid-19 auf fünf Tage halbiert. Das Gleiche gilt für die Isolationszeit. Der Entscheid kommt bei der Wirtschaft gut an – bei Arbeitnehmern und Arbeitgeberinnen. Lockerungen jeglicher Art sind immer begrüssenswert. Daher mal Lob von mir ! 🤣😂 Ein politischer Entscheid, der nichts mit Gesundheit zu tun hat. Wie das Zertifikat auch.

sieht keinen Handlungsbedarf und spricht von einem baldigen Ende der Pandemie.Die Omikron-Variante sorgt für rekordhohe Fallzahlen und trifft auch geimpfte Personen.Daten: bag.Daten: bag.

Wie sehen Sie das? Sind wir jetzt im «Endgame»? Jan Fehr: Ob wir im Endgame sind oder nicht, weiss ich nicht. Wir sind aber gewiss in einer neuen Situation und nächsten Phase. Dagmar Rösler Präsidentin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz Personen-Box aufklappen Personen-Box zuklappen Seit August 2019 ist Dagmar Rösler Zentralpräsidentin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH). «Ganz können die Ansteckungen nicht verhindert werden, selbst mit einem Lockdown nicht.01. Das Problem würde nur vertagt. SRF News: Zehntausende Menschen infizieren sich tagtäglich in der Schweiz mit Omikron – auch viele geimpfte und geboosterte.» Ist das «Laufenlassen» von Omikron wirklich eine gute Strategie? Hier muss ich widersprechen. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 122 Spitaleinweisungen.

Wir sind nicht im «Laufenlassen-Modus». Selbstverständlich ist aber die Voraussetzung, dass genügend Ressourcen vorhanden sind und die Testzentren noch nachkommen. Gleichzeitig registrierte das BAG 20 neue Todesfälle und 151 Spitaleinweisungen (+5 Prozent). Wir stehen mit Omikron an einem anderen Punkt, welcher auch einen Paradigmenwechsel nötig macht und befinden uns auf einem Mittelweg zwischen extremen Kontaktbeschränkungen und weitgehender Öffnung. Ein grosser Teil der Bevölkerung wird mit Omikron in Kontakt kommen, denn Omikron ist ansteckender als frühere Varianten. Ob sich in diesem Fall der Aufwand in den Schulen noch lohnt, wenn die Testresultate zu spät kommen, ist tatsächlich eine berechtigte Frage. Die gute Nachricht ist jedoch, dass ein beträchtlicher Teil einen gewissen Immunschutz hat, sei es durch Genesung oder Impfung. Deren Positivitätsrate lag bei 29,6 Prozent. Zudem häufen sich Indizien, dass es mit Omikron weniger schwere Verläufe gibt. Die Kantone Graubünden und Aargau beispielsweise setzen bereits nicht mehr auf die Reihentests. Frage ist, ob die Corona-Lage weiterhin als Notstand – genannt «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» – gelten soll oder nicht.

Die neue Strategie trägt dem Rechnung. Mit einer Anzahl Massnahmen stehen wir auf der Bremse, mit dem Ziel, dass nicht zu viele Erkrankungen gleichzeitig stattfinden, was sowohl das Gesundheitssystem als auch das öffentliche Leben mit vielen Arbeitsausfällen an den Rand bringen kann. Wenn man drei Tage auf die Testresultate warten muss, sind die Reihentests tatsächlich vergebene Mühe. Im Zentrum von Kitzbühel müssen seit Freitag FFP2-Masken getragen werden. Ganz können die Ansteckungen aber nicht verhindert werden, wohl selbst nicht mit einem Lockdown und zudem würde das Problem dann nur vertagt. Die Auslastung der Intensivstationen sinkt momentan. Ausserdem bilden sie die Situation in den Klassen ab und entspannen die Lage. Die Taskforce warnt jedoch vor einer Super-Infektionswelle noch im Januar. In Ischgl und St. WHO-Corona-Expertin Maria van Kerkhove sagte am Mittwochabend in Genf: «Das Virus ist auf dem besten Weg, endemisch zu werden, daran besteht kein Zweifel.

Wie viele Omikron-Infizierungen können wir zulassen? Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) angesetzten Richtwerte sind diesbezüglich noch gültig. Gibt es neben den Reihentests noch andere Strategien, um das Virus einzudämmen? Seit Beginn der Pandemie sprechen wir von CO2-Messgeräten in Schulen, damit die Schulzimmer effizienter gelüftet werden können. Es wird nochmals streng werden, aber jede und jeder kann hier helfen Gegensteuer zu geben. Die Impfung insbesondere der Booster ist sehr effektiv schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Vielleicht hat man den Nutzen davon zu wenig ernst genommen, oder gedacht, dass es auch ohne geht. Im Bezirk Kitzbühel stand sie bei ungefähr 3400. Jan Fehr ist Infektiologe. Er leitet des Departement Public & Global Health an der Universität Zürich sowie das Referenz-Impfzentrum des Kantons Zürich. Audio Aus dem Archiv: Dagmar Rösler: Schulen im Ausnahmezustand? 26:53 min, aus Tagesgespräch vom 10. Den Vorsitz hat der französische Chirurg und Spezialist für Lebertransplantationen Didier Houssin.

. Derzeit gehe es darum, die Kapazitäten zu sichern, insbesondere die Verschiebung von Einsätzen oder die nationale Koordination von Patientinnen und Patienten. Bild: keystone Wie sehen Sie die Reduzierung der Quarantäne von 10 auf 5 Tage? Es gibt eine Studie, die besagt, dass Omikron-Infizierte zwischen Tag 3 und 6 am ansteckendsten sind.2022. In Nicht-Pandemiezeiten würde ich einer solchen Verkürzung erst zustimmen, wenn noch mehr Daten vorliegen, welche einer Verkürzung Boden geben. Aber besondere Zeiten bedürfen besondere Massnahmen, auch wenn damit ein Restrisiko verbleibt. Laufzeit 26:53 Minuten. Die Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren seien sich bei ihrer Besprechung am Morgen einig gewesen, dass die bestehenden Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt beibehalten werden sollten, sagte Ruiz. Die Aufrechterhaltung von 10 Tagen ist schwer vertretbar, wenn durch Ausfallwellen das System inklusive das Gesundheitssystem quasi lahmgelegt wird. Die Ausrufung einer Notlage ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann.

Es gilt «the bigger picture» nicht aus den Augen zu verlieren. Der Kanton Solothurn beispielsweise hat angesichts der hohen Fallzahlen für kommenden Montag das freiwillige Testen zu einem obligatorischen umgewandelt. Sollten wir überhaupt noch auf die Fallzahlen schauen? Oder die Hospitalisierungszahlen, wenn positive Menschen mit Beinbruch auch als Coronapatient erfasst werden? Mittlerweile ist die Situation komplex. (sda) 12:08 Situation für ein Ende der Corona-Massnahmen noch zu "konfus" Sie Situation ist gemäss Rebecca Ruiz, Vizepräsidentin der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren (GDK), derzeit zu unsicher, «zu konfus», um die Corona-Massnahmen zu reduzieren. Analog eines Flugzeug-Cockpits mit vielen Messinstrumenten müssen wir verschiedene Indikatoren beachten, um gut durchzukommen, also Fallzahlen, Hospitalisation, IPS-Belegung, R-Wert, Positivitätsrate. Deshalb würde ich sagen, dass die Fallzahlen in den Schulen so hoch sind wie im Rest der Bevölkerung. Es geht vielmehr um ein Gesamtbild als auch schon. Einige Experten warnen, dass mit dem überwältigendem Infektionsgeschehen momentan auch der Nährboden für neue Varianten wieder viel grösser sei. Wie sieht es beim Lehrermangel aus, gibt es tatsächlich so viele Ausfälle wegen Omikron? Ja, denn wenn von heute auf morgen in einem Team zwei bis drei Lehrerinnen und Lehrer ausfallen, ist man dauernd in einem Notaggregat, wie die Stunden gefüllt werden können. Es sei wahrscheinlich, dass die fünfte Welle das Potential habe, das Gesundheitssystem ans Limit zu bringen, insbesondere - wenn Personal fehlt. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez warf in der Europäischen Union bereits die Überlegung auf, ob Covid-19 nicht wie eine Grippe behandelt werden könne.

Was meinen Sie dazu? Es ist richtig, dass darin ein gewisses Risiko liegt. Dies ist mit ein Grund, weshalb wir beispielsweise die Fallzahlen immer noch beachten sollten. Viele Schulen haben im Hintergrund Stellvertretungen, die in solchen Krankheitsfällen einspringen. Allerdings ist es nicht einfach so, dass diese die gleiche Gefahr darstellen: Erstens beobachtet man bei Infektionskrankheiten im Verlauf der Zeit oft schwächere Varianten und zudem haben immer mehr Leute einen Immunschutz oder zumindest Teilschutz aufgebaut. Es gebe Personen, die bei der dritten Impfung zögerten. «Die Hoffnung besteht, dass aufgrund weniger schweren Verläufen auch weniger Long Covid auftritt. Ich denke, es dauert nicht mehr lange und dann ist das System wieder überhitzt wie vor den Weihnachtsferien.» Thema Long Covid: Wird die Gefahr von Long Covid mit der Durchseuchungsstrategie unterschätzt? Wie gesagt, ist die momentane Strategie, dass wir alle mit dem Virus in Kontakt kommen werden.» (sda/dpa) 12:32 Frankreichs Lehrkräfte streiken gegen Corona-Regeln an Schulen Bild: keystone Französische Lehrkräfte haben aus Protest gegen die Corona-Politik der Regierung am Donnerstag in zahlreichen Städten die Arbeit niedergelegt.

Wie es sich bei Omikron mit Long Covid verhält, wissen wir noch nicht.01. Ruiz rief daher dazu auf, dass sich alle den Booster holten, um einen wirksamen Schutz vor Komplikationen zu haben. Die Hoffnung besteht, dass aufgrund weniger schweren Verläufen auch weniger Long Covid auftritt. . abspielen Seit Donnerstag gilt die verkürzte Isolations- und Quarantänefrist von fünf Tagen.