In New York City läuft der Countdown

Die Situation in New York kann brenzlig werden.

3/24/2020

Die Situation in New York kann brenzlig werden.

Innerhalb kurzer Zeit ist New York City eine Stadt im Ausnahmezustand geworden. Es wird befürchtet, dass Zustände wie in Norditalien bald auch in der US-Metropole anzutreffen sein werden.

Die Strassen in der Stadt, die niemals schläft, sind leer: New York. Keystone Nach der Rechnung, die der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, am Sonntag im Sender CNN präsentierte, hat die Stadt ab diesem Mittwoch noch sieben Tage. Sieben Tage, bis die Krankenhäuser ihre Belastungsgrenze erreichen. Sieben Tage, bis dann womöglich Ärzte entscheiden müssen, welcher schwer erkrankte Covid-19-Patient beatmet wird. Und welcher nicht. «Dann werden Menschen sterben, die nicht sterben müssen», sagte de Blasio. Und es geht nicht nur darum: Es geht um Masken, Schutz-Kleidung, Personal, um alles, was ein Krankenhaus braucht, um zu funktionieren. Der April werde «schlimmer als der März», sagte er. «Und ich fürchte, der Mai wird schlimmer als der April.» – «Wir sind erst am Anfang», beschwört De Blasio seine New Yorker Bürger. «Das Schlimmste steht uns noch bevor.» Ausgangssperre Innerhalb von zwei Wochen ist aus der lebendigen und vibrierenden Stadt, dem wirtschaftlichen Zentrum der Ostküste, dem Touristenmagneten, eine Stadt im Ausnahmezustand geworden. Wie vielerorts auf der Welt gilt seit Sonntag quasi eine Ausgangssperre. Die Parks sind noch geöffnet, aber die Spielplätze inzwischen weitgehend verwaist. Die Subway fährt noch, um Krankenpflegerinnen, Ärztinnen und Kassiererinnen zur Arbeit zu bringen. Aber selbst zur Rush Hour verteilen sich oft nur zwei oder drei Passagiere auf einen Waggon. Es ist still. Kaum jemand geht spazieren. Vor den Supermärkten stehen die Menschen mit zwei Meter Abstand voneinander Schlange und warten auf Einlass. Alle Geschäfte haben geschlossen bis auf Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen und Reparaturwerkstätten. Intensivbetten bereits belegt Die Angst geht um. Sie ist in jedem besorgten Gespräch über das Virus spürbar. Angst vor allem davor, zum falschen Zeitpunkt zu erkranken. Dann, wenn nichts mehr geht. Wenn es möglichweise vom puren Glück abhängt, ob gerade eine Beatmungsmaschine frei wird. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, bei einem Besuch im Jacob K. Javits Convention Center, das zu einem Spital für Covid-19-Patienten umfunktioniert werden soll. Mike Segar (Reuters) Das Bild, das de Blasio gezeichnet hat, gilt für den gesamten Bundestaat mit seinen 19,5 Millionen Einwohnern. Der Gouverneur von New York State, Andrew Cuomo, hat die Daten am Montag präsentiert: Im ganzen Staat gibt es regulär 3000 Intensivbetten; das sind nur halb so viele wie etwa im ähnlich bevölkerungsreichen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der überwiegende Teil der 3000 Betten ist aber bereits belegt. Und der befürchtete Bedarf liegt weit darüber. Wenn sich das Virus weiter so verbreitet wie bisher, dann werden in einigen Wochen 18'000 bis 37'000 Intensivbetten mit angeschlossenen Beatmungsgeräten nötig sein, sagt Gouverneur Coumo. Zustände wie in Norditalien erwartet Er hat jetzt angeordnet, dass die Krankenhäuser ihre Intensivkapazitäten um 50 Prozent erhöhen müssen – oder, wenn es irgendwie geht, noch besser um 100 Prozent. Dazu sollen, wo es geht, Feldkrankenhäuser errichtet werden. Das New Yorker Messezentrum, das Jacob K. Javits Convention Center in Manhattan, wird gerade in einem ersten Schritt in ein 1000-Betten-Krankenhaus umgebaut. Es soll bald auf 2000 Betten aufgestockt werden. Die US-Navy schickt ein Krankenhausschiff mit weiteren 1000 Betten, das in New York City anlegen soll. Das allerdings ist auf klassische Kriegsverletzungen ausgelegt. Nicht auf eine Pandemie. Es soll vor allem Menschen aufnehmen, die chirurgische Hilfe benötigen. Reichen wird das alles nicht, das wissen Cuomo und de Blasio. Dafür sind beide zu sehr Realisten. Zustände wie in Norditalien werden mit ziemlicher Sicherheit bald auch in New York anzutreffen sein. Über 3000 neue Fälle in einem Tag In New York verbreitet sich das Virus mit ungeheurer Geschwindigkeit. Für die Experten hier ist die Angriffsrate dafür der wichtigste Indikator. Also: wie viele Einwohner auf einen an Covid-19 erkrankten Menschen kommen. Im Bundestaat kommen 1000 Einwohner auf einen Erkrankten, erklärte am Montag Deborah Birx, die Coronavirus-Koordinatorin des Weissen Hauses. Der Wert sei fünfmal schlechter als in vergleichbaren Gebieten. In New York City ist es noch dramatischer. Auf einen Erkrankten kommen nur noch 700 Einwohner. In Queens stehen Menschen vor dem Elmhurst Hospital Center für Tests an. Innerhalb von zehn Tagen wurde die Testkapazität von 1000 auf 16’000 Test pro Tag erhöht. Andrew Kelly (Reuters) Bis Montag wurden allein in New York City 12'305 Fälle gezählt, 3260 mehr als am Vortag. In New York City sind damit ein Drittel aller Fälle in den USA dokumentiert. Fünf Prozent der weltweiten Covid-19-Fälle gibt es jetzt in New York. Die Stadt ist eines der grossen Corona-Epizentren der Welt. Das hängt aber auch damit zusammen, dass im Bundestaat die Tests massiv ausgeweitet wurden. Seit die Bundesbehörden dem Staat am 13. März erlaubt haben, eigene Tests zu machen, seien 78'000 Menschen auf Covid-19 getestet worden, sagt Gouverneur Cuomo. Innerhalb von zehn Tagen sei die Zahl von 1000 Tests pro Tag auf jetzt 16'000 Tests pro Tag erhöht worden. 0 Kommentare Weiterlesen: Tages-Anzeiger

der tagesanzeiger ist mit dem neuen layout endgültig auf billigstem boulevard niveau angekommen - dauernde penetrante login popups auch bei den freien artikeln und die webseite gleicht dem bild hier in new york eine werbeorgie sondergleichen - ramschniveau!!! Hauptsache die Werbe-Screens laufen 24h. So schlimm kann's also noch nicht sein.

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