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In der 1.Klasse sitzen vor allem Männer

«Der Geschlechtergraben zeigt sich hier ganz deutlich»: Der typische 1.Klasse-Pendler ist männlich und 55-jährig.

11.09.2019 08:11:00

«Der Geschlechtergraben zeigt sich hier ganz deutlich»: Der typische 1.Klasse-Pendler ist männlich und 55-jährig.

Nur wenige Frauen reisen im ÖV in der 1.Klasse. Pendler kritisieren, dort sitze vor allem ein elitärer Klub älterer Männer, die sich arrogant verhielten.

Fehler gesehen?Der typische 1.Klasse-Pendler ist m�nnlich, �ber 50, in den Laptop vertieft und tr�gt Hemd und Anzug: Das ist mehr als ein Klischee, wie Zahlen der nationalen Tarif-Organisation ch-direct zeigen. Von den 47�000 Personen, die ein 1.Klasse-GA besitzen, sind lediglich ein Drittel Frauen. Beim 2.Klasse-GA liegt der Frauenanteil dagegen klar �ber 50 Prozent. 1.Klasse-Passagiere sind zudem auch �lter: Sie sind im Schnitt 55-j�hrig, jene in der 2.Klasse 42,3 Jahre alt.

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GA-Quote in Bern am h�chstenIm August waren laut der nationalen Tarif-Organisation ch-direct insgesamt 496'000 GA im Umlauf. 51,5 Prozent davon besitzen Frauen. GA f�r Kinder und Jugendliche machen einen Anteil von 28 Prozent aus. Kantonal gibt es deutliche Unterschiede: 2018 hatten im Kanton Bern 10 Prozent aller Bewohner ein GA, gefolgt von Solothurn (7,7%), Aargau (7.3%) und Zug (7,2%). Am niedrigsten war die GA-Quote im Tessin (1,0%), in Genf (1,4%) und in Appenzell Innerrhoden (2,3%).

�Der Geschlechtergraben zeigt sich in der 1.Klasse ganz deutlich�, sagt Ex-Juso-Chefin Tamara Funiciello. Um das Platzproblem in Z�gen zu l�sen, m�chte sie die 1.Klasse am liebsten komplett abschaffen. Dort s�ssen vor allem �ltere Gesch�ftsm�nner, die sich vom normalen Pendlervolk abgrenzten.

�Extra f�r M�nner konzipiert�Sie sagt gar, 1.Klasse-Wagen seien bewusst m�nnerfreundlich gestaltet: �Die Abteile wurden extra f�r M�nner konzipiert. Das finde ich krass.� Wenn sie als kleine Frau per Zufall mal an einem 1.Klasse-Platz mit Tisch sitze, komme sie kaum an den Laptop, weil er so weit entfernt sei, so Funiciello.

Der geringe Frauenanteil in der 1.Klasse sei ein Spiegel des Arbeitslebens. �Frauen in Kaderberufen sind Mangelware und allgemein verdienen Frauen weniger als M�nner � 107 Milliarden jedes Jahr. Daher k�nnen sich auch nur die wenigsten ein 1.Klasse-GA leisten. Es ist also auch schlicht eine Frage des Preises.�

Eine n�chterne Erkl�rung f�r die Geschlechterverteilung hat Verkehrssoziologe Timo Ohnmacht: �F�r mich ist das keine Frage des Geschlechts, sondern der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Der hohe M�nneranteil widerspiegelt klar die Situation in der Berufswelt. Es sind mehr M�nner berufst�tig, und klar mehr in Kaderpositionen vertreten als Frauen.�

�Nur reiche alte Bonzen�Er charakterisiert den typischen 1.Klasse-Pendler wie folgt: �Es sind vorwiegend gut verdienende M�nner, die etwas �lter und bereit sind, f�r mehr Fahrkomfort auch mehr zu bezahlen.� Sie w�rden die 1.Klasse als fahrendes B�ro nutzen und es sch�tzen, unter Ihresgleichen zu sein (siehe Interview).

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Viele �V-Nutzer empfinden 1.Klasse-Fahrer aber als arrogant und elit�r: �Wenn ich mit der Sporttasche durchs Abteil laufe, werde ich teils schief angeschaut�, sagt eine Gymi-Sch�lerin (siehe Video). �Dort sitzen eh nur reiche, alte Bonzen�, erg�nzt ein Z�rcher Teenager.

Schlechte Erfahrungen machte auch Severin* (25): Als er mit einem Cap bekleidet in der 1.Klasse fuhr, wurde er kritisch gemustert. �Ein Fahrgast sagte gar dem Kondukteur, er solle bitte schauen, ob ich ein g�ltiges Billett habe. Ich finde das unversch�mt.�

�Im Flugzeug viel extremer�Solche negativen Beispiele seien die Ausnahme, sagt Frank Zimmermann von der IG �V: �Der schlechte Ruf der 1.Klasse-Fahrer hat sicher auch mit Futterneid zu tun.� Viele Pendler w�nschten sich, sie h�tten mehr Platz und Komfort � so seien die privilegierteren Fahrg�ste ein beliebtes Ziel, um Frust abzulassen.

Aber auch er best�tigt, im Normalfall sitze ein �verschwiegener M�nnerklub� in der 1.Klasse. �Aber als elit�r empfinde ich das nicht. Die meisten sch�tzen einfach, dass man dort in Ruhe Zeitung lesen oder arbeiten kann�, so Zimmermann. Im Flugzeug sei der Klassenunterschied viel expliziter zu sp�ren. �Dort sitzen in der First Class wirklich nur Gesch�ftsleute, die einen Durchschnittsverdiener eher herablassend betrachten.�

�Dank Sparbilletten ist 1.Klasse bezahlbar�Bei Fl�gen betrage der Preisunterschied zwischen den Klassen aber auch das 5- bis 10-fache. �Bei der Bahn ist das Verh�ltnis etwa 1 zu 1,7. Und es gibt diverse Spezialtarife und Sparbillette, die 1.Klass-Fahrten f�r alle erschwinglich machen�, so Zimmermann. So sei eine 1.Klass-Fahrt nach Genf f�r 66 Franken m�glich.

Die SBB wollte weder zur tiefen Frauenquote in der 1.Klasse noch zum Ruf der 1.Klasse-Pendler Stellung nehmen.�Fehlverhalten wird in der 1.Klasse weniger toleriert�Herr Ohnmacht*, was macht den typischen 1.Klasse-Pendler aus?Es sind haupts�chlich M�nner �ber 50, die gut verdienen, oft Kaderpositionen bekleiden und bereit sind, f�r mehr Fahrkomfort mehr zu bezahlen. Es sind Profi-Pendler, die die 1.Klasse als fahrendes B�ro nutzen. Sie kombinieren so Reise- und Arbeitszeit und geniessen die Vorz�ge wie Ruhe und gen�gend Platz im Abteil.

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Eine elit�re Gruppe, die sich vom gemeinen Pendler-Volk abgrenzt?Elit�r ist zu hoch gegriffen. Aber sie sind dort unter Gleichgesinnten: Man kennt sich, nickt sich zu, verh�lt sich zur�ckhaltend. Und Fehlverhalten von eher atypischen 1.Klasse-Nutzern werden klar weniger toleriert als in der 2.Klasse: Wenn jemand gen�sslich seinen Zn�ni isst und schmatzt, laut telefoniert oder Musik h�rt, kassiert man schnell b�se Blicke oder wird darauf hingewiesen.

Haben 1.Klasse-Pendler daher den Ruf, arrogant zu sein?Ein gewisser Futterneid kann eine Rolle spielen, bei jenen, die sich ein 1.Klasse-Ticket nicht leisten k�nnen. Aber allgemein greift das f�r mich zu kurz. Es sitzen ja nicht nur Reiche in der 1. Klasse � viele k�nnten sich 1.Klasse-Tickets leisten, machen es aber nicht. Es steht eher der Lifestyle im Fokus � also, will sich jemand diesen Komfort leisten oder nicht.

Warum ist vor allem in wirtschaftsstarken Kantonen der 1.Klasse-GA-Anteil hoch?In diesen Kantonen hat es viele Grossfirmen und entsprechend viele Menschen, die in Kaderpositionen arbeiten: Diese stellen ihren Kaderleuten oft ein kostenloses GA in Aussicht, um einen zus�tzlichen Anreiz f�r eine freie Stelle zu schaffen.

*Timo Ohnmacht ist Verkehrssoziologe an der Hochschule Luzern Weiterlesen: 20 Minuten »

Was ein Bullshit Uups! Ich bin über 55 Jahre jung und fahre noch 2. Klasse! Kann es sein, dass die Schwanzgesichter einfach doch rund 20 Prozent mehr verdienen und statusgetriebener sind, als Frauen? Und deshalb überdurchschnittlich oft das 1. Kl Ticket kaufen? GenderPayGap ...und? vor ihrem Abgang will sich Jusotante Funicielle nochmals in Szene setzen. UNWICHTIG

Warum sitzen wir Überfünfziger in der 1. Klasse? Weil wir fürchten, Frau T.F. Könnte in der 2. Klasse sitzen..... Hört auf bizarren Meinungen eine Plattform zu geben. ..wenn du alt bist und es tun dir alle Knochen weh,kannst die Knieer nich mehr ganz durchbiegen..der Rücken zieht..und du hast etwas Geld gespart,dass dir erlaubt,etwas bequemer zu reisen,dann kaufe dir ein 1.Klass-Abo..!!.Deswegen habe ich auch eines..!!

Männer ab 55 Jahren 1. klasse verbieten. Frauen die sich 1. klasse leisten können, kaufen sich ein auto. Ich fahre nur noch selten mit dem zug, aber ich habe in der 2. klasse schon sehr viele unangenehme, pöbeltypen, laute musikhörende und sonst laute mitfahrende gehabt. 'Journalismus' Was für ein Schwachsinn diese Aussage die Klimahysteriker sollten froh sein das überhaupt Bahn gefahren wird.

Dies ist nur die Spitze des Eisberges. Beschäftigt euch mal näher mit der Verteilung von Y-Chromosomen. Das wird euch die Sprache verschlagen! Wo ist denn hier die Gleicherberechtigung bitte schön?! Wir schreiben das derzeitige Jahr! Da muss mann doch was machen. Haben wir ein Problem? Nein, dann kommt die linke Tamara F. und macht eines! Jeder soll selber entscheiden dürfen, für was er sein Geld ausgibt. Links lebt eben nur vom Steuerzahler.

Und von einem Geschlechtergraben zu reden ist nichts als reisserisch und entbehrt jeglichen Tatsachen. Als nächstes wird wohl noch der Anteil der Geschlechter bei Fahrten mit Bergbahnen beziffert... Also bitte: Das hat nun wirklich nichts mehr mit Gleichstellung zu tun und ist nur noch absurd. Geschlechterkampf wegen 1. und 2. in der Bahn ? Jeder soll doch bitte für sich selbst entscheiden, für was er sein Geld ausgibt. Warum etwas abschaffen, nur weil sich mal wieder einige benachteiligt fühlen, was sie aber keinesfalls sind. NeidGesellschaft

Rechtsanwaeldin Weniger Schuhe kaufen, dann kann man sich auch den erste Klasse Aufschlag leisten, der weniger hoch ist als man denkt. Prioritäten. Mehr Schein als Sein.... Weil sie ja bekanntlich mehr verdienen als Frauen Tamarafuniciell Frau Funiciello hat wirklich ein grundlegendes Problem. Herrgottnochmal, wie behämmert ist die eigentlich?

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