Hausbesitzer sollten sich jetzt um ihre Hypothek kümmern - Blick

Hausbesitzer jetzt zuschlagen: «Zins-Tsunami ist noch nicht zu Ende»

07.04.2020 00:35:00

Hausbesitzer jetzt zuschlagen: «Zins-Tsunami ist noch nicht zu Ende»

Letzte Woche schnellten die Hypothekarzinsen kurzzeitig in die Höhe. Wer in den nächsten Monaten seine Hypothek verlängern muss oder ein Haus kauft, sollte sich jetzt darum kümmern.

Keystone1/8Ende Februar betrugen die durchschnittlichen Zinsen für eine fünfjährige Hypotheke noch 0,95 Prozent und für zehn Jahre 1,08 Prozent.Keystone2/8Am 27. März lagen sie für fünf Jahre bereits bei 1,07 Prozent und für zehn Jahre bei 1,3 Prozent.

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Keystone3/8Hypothekenanbieter überdenken im aktuellen Krisenzustand ihre Strategie. Die allermeisten offerieren zwar weiterhin Hypotheken, haben jedoch teilweise oder komplett auf Homeoffice umgestellt, was die Prozesse verlangsamt.KeystoneDie Bedingungen für Hypothekarnehmer sind derzeit noch immer gut und sollten das vorerst auch bleiben.

Philippe Rossier8/8Langfristig sei es möglich, dass die Folgen der aktuellen Krise zu höheren Zinsen führen könnten.Abwarten und Tee trinken – derzeit sicher ein guter Rat für alle, die wegen des Coronavirus im Lockdown sind. Wenn es um die Finanzierung der eigenen vier Wände geht, ist jedoch Handeln angesagt.

Letzte Woche liess die Corona-Krise die Hypothekarzinsen. Und Branchenkenner sind sich einig: Es bleibt turbulent im Markt. «Es ist schwer vorhersehbar, wohin sich das Ganze entwickeln wird», sagt etwa Michael Bader, Hypothekarexperte von Financescout24.

Banken erhöhen RisikoaufschlägeEin reines Abwarten, wie die Zinsen sich entwickeln, ist aktuell keine gute Strategie: Denn Anbieter verknappen ihr Angebot und Homeoffice-Verordnungen verlängern die Bearbeitungsdauer.«Um eine Kapazitätsüberlastung zu verhindern, sehen wir bei einigen wenigen Anbietern sogar temporäre Preiserhöhungen», sagt Stefan Heitmann (43), CEO des Hyothekarspezialisten Moneypark. Der Anstieg wird vor allem auf Risikoaufschläge zurückzuführen sein, die die Anbieter aufgrund der Unsicherheiten einführen werden.

Zurückhaltung bei HypothekenvergabeGewährung von Notkreditenan die Unternehmungen dürfte die wichtigste Anbietergruppe im Hypothekargeschäft ihre Aktivitäten, insbesondere bei Neufinanzierungen, stark zurückfahren.Welche Auswirkungen dies auf die Entwicklung der Marktanteile und die Margen im Hypothekargeschäft hat, bleibt abzuwarten. «Wir erwarten kurzfristig einen leichten Anstieg der Hypozinsen, bevor sie sich wieder etwas erholen und auf heutigem Niveau oder leicht höher einpendeln dürften», sagt Heitmann.

«Zins-Zunami» ist noch nicht zu EndeHypothekarexperte Bader von FinanceScout24 meint: «Dieser Zins-Tsunami ist noch nicht zu Ende. Ich gehe davon aus, dass trotz zwischenzeitlicher, kleinerer Schwankungen mittelfristig mit einem etwas höheren Zinsniveau zu rechnen ist, insbesondere, solange die Covid-19-Situation und die damit verbundenen Folgen für die Wirtschaft noch nicht absehbar sind.»

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Was bedeutet das für die Kunden, die jetzt noch möglichst gute Konditionen ergattern wollen? «Wer in den nächsten Monaten seine Hypothek verlängern muss oder eine neue Liegenschaft kauft, sollte sich frühzeitiger um Finanzierungsofferten bemühen», so Heitmann.

Entwicklung beobachtenFesthypotheken können bis zu zwei Jahre vor Ablauf verlängert werden. «Viele Kunden wissen das gar nicht, weil es die Banken nicht offensiv kommunizieren», so Heitmann. Derzeit habe man noch gute Aussichten auf attraktive Konditionen.

Auch wenn sich die durchschnittlichen Hypothekarzinsen leicht erhöhen, seien durch einen breiten Anbietervergleich noch gute Hypothekarangebote auf dem Markt zu finden. Es lohne sich derzeit umso mehr, die Entwicklung der Zinsen eng zu beobachten.

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Publiziert: 06.04.2020, vor 56 Minuten

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