Haben diese Tiktoker wirklich den tollsten Job der Schweiz?

Haben diese Tiktoker wirklich den tollsten Job der Schweiz?

05.08.2020 07:29:00

Haben diese Tiktoker wirklich den tollsten Job der Schweiz?

Vier Tiktoker berichten regelmässig für Schweiz Tourismus von den schönsten Orten des Landes und machen teils waghalsige Videos. Doch wie cool ist der Job wirklich? 20 Minuten hat bei den Tiktokern nachgefragt.

Der Schweizer Tiktoker Chris Harmat erzählt, wie er beim Drehen seiner Videos vorgeht.Schweiz Tourismus, Royalty Free Music from BensoundDarum gehtsSchweiz Tourismus hat vier Tiktoker engagiert.Mit den Filmchen will die Organisation verstärkt Jugendliche erreichen.

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Zwei Tiktoker erzählen in einem Video im Tiktok-Stil, welche Arbeit darin steckt und was der Job so mit sich bringt.Durch die Schweiz reisen, Abenteuer erleben und ab und zu ein Video für Tiktok drehen – so suchte Schweiz Tourismus (ST) Anfang Jahr für einen Job vier «Digital Natives». Die Organisation sprach dabei vom «vielleicht tollsten Job der Schweiz». Mit den Tiktok-Filmchen will ST verstärkt Jugendliche erreichen.

Mittlerweile ist ST fündig geworden. Vier junge Tiktoker zwischen 22 und 29 Jahren (siehe Box) haben sich gegen rund 50 Mitstreiter durchgesetzt und berichten regelmässig auf dem Tiktok-Kanal von ST über die schönsten Orte der Schweiz oder spektakuläre Momente.

Filme drehenDas sind die vier ST-TiktokerDie vier Tiktoker von Schweiz Tourismus (ST) sind aus verschiedenen Regionen der Schweiz und haben unterschiedliche Themenschwerpunkte. Der Genfer Georges Fournier ist bis heute der Produzent des beliebtesten Videos der vier Tiktoker und generierte mit einem Video 419’000 Views und 52’000 Likes. Fournier dreht meist Videos mit einem komödiantischen Ansatz. Ophélie Stoeckli aus Lausanne hingegen greift gerne die kulinarische Schweiz in ihren Videos auf: «Ich habe Ende 2019 mein erstes Tiktok-Video gepostet, um Momente aus meinem Leben zu teilen», sagt sie. Chris Harmat als dritter Tiktoker für ST ist als Gesamtweltcupsieger im Parkour in der Kategorie Speed 2019 eher sportlich unterwegs in seinen Videos. Gina Thoenen als vierte Tiktokerin hat eine Tourismus- und Marketingausbildung und geht auf Tiktok für ST ihrer Leidenschaft fürs Wandern nach.

Für den Job als Tiktoker stellte ST im Inserat Anfang Jahr klare Anforderungen: Man muss gern durch die Schweiz reisen und Abenteuer erleben wollen. Zudem sollten die Tiktoker mindestens 16 Jahre alt sein, in der Schweiz wohnen und fliessend Englisch sprechen. Ebenso muss man Tiktok selber sowie die Sprache der Plattform aus dem Effeff beherrschen.

Waghalsiger SprungSo etwa der Basler Chris Harmat. Als Parkour-Athlet ist er für eher actionreiche Videos zuständig. Am letzten Freitag filmte er den waghalsigenSprung seines Kollegen Jeremy Lorsignol in den Rheinin Basel (nicht nachmachen!). Auf dem Tiktok-Kanal von ST generierte der Stunt inner Kürze über 21’000 Likes.

Doch ist der Tiktok-Job für ST wirklich so toll? Chris gewährte 20 Minuten einen Blick hinter die Kulissen. In einem extra gedrehten Video rund um den Rhein-Sprung spricht er über seine Arbeit. «Ich bin die ganze Zeit unterwegs und filme auch für Youtube und Instagram», sagt Chris.

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«Ich habe viele Freiheiten»Beim Reisen ergeben sich laut dem Sportler immer wieder Momente, die sich für ein Tiktok-Video eignen. «So wie der Rhein-Sprung. Das war definitiv Hardcore-Action.»Die Arbeit für ST sei zwar eine echte Herausforderung für ihn. «Ich habe zwar viele Freiheiten. Aber neben den Sprüngen, die ich selber mache, möchte ich etwa auch eine coole Location zeigen.» Das sei aber nicht immer so einfach, wenn man beispielsweise in einer Stadt nur noch von dreckigen Mauern umgeben sei.

Was genau Chris Harmat genau für ST und Tiktok macht und wie er selbst in den Rhein gesprungen ist, siehst du im Video oben.«Eine Mischung zwischen Planung und Spontaneität»Eine weitere Tiktokerin, die sich einen Job bei ST geschnappt hat, ist Gina Thoenen aus Luzern. Als leidenschaftliche Wanderin filmt sie sich beim Feuermachen neben einem Bergsee oder zeigt den Sonnenuntergang vom HammetschwandLift aus, dem höchsten Freiluft-Aufzug Europas.

«Tiktok ist immer eine Mischung aus Planung und Spontaneität», sagt sie im Video, das sie für 20 Minuten gedreht hat. Beim Filmen versuche sie, sich auf Trends oder einen Ort einzulassen. Damit sie stets alle Optionen offenhat, hat sie ihr Auto mit Kleidern und Kamera-Equipment vollgestopft.

«Das Drehen von Tiktok-Videos macht Spass. Letztlich ist es aber ein Nebenjob», so Gina. «Ich habe eine 100-Prozent-Stelle und filme daher die Videos in meiner Freizeit.» Dabei versuche sie, das Drehen immer mit etwas Coolem zu verbinden.

Wie Gina beim Drehen für ein Tiktok-Video vorgeht, siehst du hier:Gina Thoenen geht für ein Tiktok-Video hoch hinaus.Gina Thoenen«Tiktoker erhalten keinen Fixlohn»Wie viel die Tiktoker genau mit den Videos verdienen, will ST nicht konkret sagen. Angestellt seien sie wie Fotografen oder Texter als freie Mitarbeiter oder Freelancer. «Sie erhalten keinen fixen Lohn, sondern eine Bezahlung für ihre Beiträge», sagt ST-Medienverantwortliche Liên Burkard zu 20 Minuten. Grundlage seien dabei zwei Tiktok-Videos pro Monat. «Das ist also ein Pensum, das man neben der Schule, Lehre oder dem Beruf in der Freizeit machen kann und wofür man entsprechend entschädigt wird.»

Laut Burkard sind die Reaktionen der Community sehr erfreulich. Mit den Videos habe man schon beachtliche Erfolge feiern können. «Die ganz unterschiedlichen Storys haben zum Teil Views im fünf- bis sechsstelligen und Likes im fünfstelligen Bereich generieren können.» Derzeit habe man keine Pläne, weitere Tiktoker zu engagieren. «Wir wollen jetzt zuerst zusammen mit unseren vier Tiktokern Erfahrungen sammeln», so Burkard.

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