Euro 2020, Suıta, Hohe Wellen Vor Italien - Schweiz: Es Geht Um Granit Xhakas Haare – Und Die Zukunft Von Vladimir Pet, Sport, Nachrichten

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Fussball-EM: Petkovic und Xhaka vor Italien - Schweiz in Rom

⚽ #EURO2020: Das zweite EM-Spiel gegen Italien wird auch zeigen, was der Nationaltrainer Vladimir Petkovic noch erreichen kann mit dem Schweizer Team. Der Captain Granit Xhaka hat sich verstärkt unter Druck gesetzt. #SUITA

16.06.2021 19:00:00

⚽ EURO2020: Das zweite EM-Spiel gegen Italien wird auch zeigen, was der Nationaltrainer Vladimir Petkovic noch erreichen kann mit dem Schweizer Team. Der Captain Granit Xhaka hat sich verstärkt unter Druck gesetzt. SUITA

Das zweite EM-Spiel gegen Italien (Mittwoch, 21 Uhr) wird auch zeigen, was der Nationaltrainer Vladimir Petkovic noch erreichen kann mit dem Schweizer Team. Der Captain Granit Xhaka hat sich verstärkt unter Druck gesetzt – und es fragt sich abermals, wie sehr die Spieler geschützt werden müssten, allenfalls vor sich selbst.

TeilenSeit Tagen prägt Granit Xhaka (r.) das Erscheinungsbild der Mannschaft vor allem neben dem Feld, mit einer Tätowierung kurz vor der Abreise, mit Parolen, mit dem Coiffeur – wie sehr will er sie auch auf dem Feld prägen? Und wie sehr kann es der Trainer Vladimir Petkovic noch?

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Alberto Lingria / Reuters«Schön, Sie wiederzusehen», sagte ein italienischer Journalist an der Pressekonferenz vor dem Spiel Italien - Schweiz zu Vladimir Petkovic, und damit war vieles gesagt: Petkovic hat Spuren hinterlassen im Stadio Olimpico.

Es ist dieser Ort, an dem sich Petkovic die Reputation holte, die es ihm ermöglichte, Schweizer Nationaltrainer zu werden. Das Olympiastadion in Rom, wo er anderthalb Jahre lang Lazio anleitete. Höhepunkt: der Cup-Sieg 2013, 1:0 im Derby-Final gegen die AS Roma. Ende 2013 unterschrieb Petkovic den ersten Vertrag mit dem Schweizerischen Fussballverband, als Titel-Trainer eines Klubs aus einer grossen Liga. Rom, eine Schicksalsstadt aus Vladimir Petkovics Vergangenheit. headtopics.com

Rom, eine Schicksalsstadt aus Granit Xhakas Zukunft – hierhin werde er nach der EM wechseln, heisst es mancherorts, zur AS Roma. Er möchte nichts zu seiner Zukunft sagen, befand Xhaka am letzten Freitag, vor dem ersten Spiel gegen Wales. Er sei zu 100 Prozent auf das Nationalteam fokussiert, «und ich möchte das bis zum Ende des Turniers auch sein. Alles andere lenkt mich nicht ab. Ich bin fit, ich bin motiviert, und ich habe sehr viel Lust auf sehr vieles.»

Es folgte das 1:1 gegen Wales, der Anführer Xhaka wirkte eher wie ein Mitläufer. Und danach sah der 100-Prozent-Fokus auf das Nationalteam unter anderem so aus, dass sich der Captain in Corona-Zeiten einen Friseur nach Rom bestellte, um sich die Haare blond färben zu lassen. Eine Petitesse vielleicht, aber nicht in Pandemie-Zeiten, nicht an einer Euro voller Schutzkonzepte, nicht in einer Phase, in der verhandelt wird, wie realitätsfern die besten Schweizer Fussballer leben.

Und so wird Rom eine Schicksalsstadt für Petkovics und Xhakas Gegenwart.Was verstehen sie nicht?Das Spiel gegen Italien vom Mittwochabend wird einiges aussagen über Xhakas Fokus – und darüber, wie sehr Petkovic diesen Fokus zu steuern vermag. Was war nach der WM 2018 über Einfluss und Versäumnisse der Mannschafts- und Verbandsführung geredet worden, nach dem Doppeladler-Jubel von Xhaka und Xherdan Shaqiri gegen Serbien; und wie nachdrücklich war doch beteuert worden, die Strukturen seien heute besser, mit dem Nationalmannschafts-Direktor Pierluigi Tami, mit dem neuen Medienchef Adrian Arnold.

Und doch schaffte es niemand, Xhaka und Manuel Akanji von dieser blonden Extravaganz abzuhalten. Petkovic sagte an der Pressekonferenz, es sei «abgemacht» gewesen, «mit allen Regeln», womit Corona-Vorsichtsmassnahmen gemeint gewesen sein dürften. Aber er wolle vor einem so wichtigen Spiel nicht zu viel über dieses Thema reden, und: «Es ist eine persönliche Sache, die auch persönlich bleiben sollte.» headtopics.com

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Aber es geht nicht darum, dass es den Spielern nicht zusteht, die Haarfarbe selber zu bestimmen und über diese persönliche Sache über Instagram zu berichten – es geht vielmehr darum: dass sie nicht verstehen, worauf das Publikum bei der Meinungsbildung achtet. Entweder verstehen es Petkovic, Tami und Arnold ebenfalls nicht – oder sie haben zu wenig Einfluss auf die Spieler.

Es gingen die Wogen hoch; sie wären viel leichter zu verhindern gewesen als der Aufruhr nach dem Serbien-Spiel 2018, als so vieles mitgespielt hatte, vor allem eine für Aussenstehende fast unergründliche persönliche Betroffenheit von Xhaka, Shaqiri oder Petkovic. Es ist eine kleinere Dimension heute, aber dieselbe Mechanik – wie sehr werden Situationen antizipiert oder unterschätzt? Und wie sehr werden die Spieler begleitet oder geschützt, allenfalls vor sich selbst? Seit Tagen prägt Xhaka das Erscheinungsbild der Mannschaft vor allem neben dem Feld, mit einer Tätowierung kurz vor der Abreise, mit Parolen, mit dem Coiffeur – wie sehr will er sie auch auf dem Feld prägen? Und wie sehr kann es Petkovic noch?

Petkovic hat der Auswahl über die Jahre einen grundsätzlich optimistischen Spielstil verliehen; aber damit ist sie auch etwas berechenbar geworden. Denn es gibt Grenzen. Die Schweizer Mannschaft hat nicht diese Breite, die es dem Trainer erlauben würde, mit anderen Spielern gegen Italien ganz anders aufzutreten als gegen Wales. Es ist nicht so, dass das Schweizer Spiel auffallend mehr Qualität bekäme, wenn etwa Djibril Sow statt Remo Freuler spielen würde. Oder Mario Gavranovic statt Haris Seferovic. Und es ist vor allem nicht so, dass Petkovic Xhaka durch Denis Zakaria ersetzen könnte. Xhaka ist unentbehrlich – falls er so selbstbewusst spielt, wie er redet. Und darin besteht stets aufs Neue Petkovics Hoffnung.

Und Shaqiri? Ist er unentbehrlich, oder wäre er nicht auch ein Kandidat für die Bank? Petkovic sagte, alle könnten auf der Bank sitzen, «es geht nicht um den einen oder anderen Spieler, es geht um die Mannschaft».Die Frage nach St. Petersburg headtopics.com

Petkovic verströmte am Dienstag nicht mehr so viel Lockerheit wie vor dem Wales-Spiel, als ihn ein Journalist auf das Gerücht angesprochen hatte, wonach er nach der EM zu Zenit St. Petersburg wechsle. Petkovic hatte geantwortet, wenn er einen Manager brauche, rufe er den Journalisten an – und er, Petkovic, überlasse ihm auch eine Provision von 20 Prozent, «kein Problem».

Seither darf fleissig spekuliert werden, ob Petkovic wirklich seinen Abgang plant, und es gibt verschiedenste Informationen. Zum einen heisst es, Zenit sei in der Tat an Petkovic herangetreten; jedoch ist nicht bekannt, mit wie vielen anderen Trainern sonst Kontakt aufgenommen worden ist. Es gibt zwei Agenten, bei denen es für möglich gehalten wird, dass sie für Petkovic den Markt sondieren, unter ihnen der Deutsche Alen Augustincic, der Gesprächsanfragen der NZZ nicht beantwortete. Zudem steht bis jetzt nicht fest, dass der Zenit-Trainer Sergei Semak den Klub verlässt. Der ehemalige Captain des russischen Nationalteams führte Zenit 2019, 2020 und 2021 zum Titel, jüngst mit acht Punkten Vorsprung und einem Torverhältnis von plus 50.

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Frühere Weggefährten Petkovics indes äussern Zweifel. Der Berater Vinicio Fioranelli, der Petkovic 1987 beim Transfer aus Sarajevo in die Schweiz half, sagt: «Ich kann mir viel vorstellen. Aber da ist nichts dran, soviel ich weiss.» Und Claudio Sulser, der Petkovic bis 2019 als Delegierter des Nationalteams begleitete, weist darauf hin, bei einem Wechsel nach Russland müsse viel mehr überlegt werden, ob es auch familiär passe, als bei einem Engagement in Italien oder Deutschland. Und: «Petkovic ist vom Gedanken begleitet, ob er noch etwas erreichen kann mit dieser Nationalmannschaft. Solange er das kann, geht er nicht weg.»

Rom, die Schicksalsstadt. Vielleicht wird gerade das Spiel gegen Italien Petkovic zeigen, was er noch erreichen kann mit dieser Auswahl; wie viel ihm Shaqiri und Xhaka von dem zurückgeben, was er ihnen an Vertrauen und Freiheit gibt. Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung »

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