Forscher fordern viel tiefere Grenzwerte für Pestizide

10.11.2019 16:40:00

Eine neue Methode zur Messung von Pestiziden im Wasser bringt die Zulassungsbehörden unter Zugzwang. (Abo+)

Eine neue Methode zur Messung von Pestiziden im Wasser bringt die Zulassungsbehörden unter Zugzwang. (Abo+)

ETH-Wissenschaftler finden mit einer neuen Messmethode giftige Substanzen in Bächen. Das hat tief greifende Konsequenzen für die Zulassungspraxis.

gültige E-Mail-Adresse fehltDie Bauernlobby kämpft ­gerade mit voller Kraft gegen rigorose Forderungen der Pestizidgegner. Diese wollen mit zwei Initiativen chemische Spritzmittel aus der Landwirtschaft verbannen. Ausgerechnet jetzt kommt von einer zweiten Seite zusätzlicher Druck auf die Bauern: ETH-Forscher haben eine revolutionäre Methode zur Messung von

Pestizidenim Wasser entwickelt – und entdeckten hochtoxische Substanzen in Schweizer Gewässern. Das bringt die Zulassungsbehörden unter Zugzwang. Jetzt drohen Verbote für Pflanzenschutzmittel auf breiter Linie.Bei den entdeckten Substanzen geht es um für Wassertiere hochgiftige Spritzmittel, um sogenannte Pyrethroide und Organophosphate. Bereits wenige Billiardstelgramm in einem Liter Wasser sind für Kleinlebewesen in Bächen und Flüssen tödlich. Bis jetzt standen diese Substanzen aus einem simplen Grund nicht im Fokus der ­Gewässerschutzbehörden: Es gilt für sie derselbe hoch angesetzte Grenzwert wie für alle anderen Pestizide. Und ausserdem konnte man die Substanzen in so tiefer Konzentration bislang gar nicht nachwiesen.

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Die Hersteller und die Bauern sollen für den von Ihnen verursachten Schaden haften. Ein Gericht soll dies beurteilen und allenfalls geeignete Massnahmen anordnen. Die Zulassungsbehörden haben ja bewiesen, dass sie ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Also abschaffen. Kantonschemiker wann kommt , dass da auch mal andere Rückstände thematisiert und feiner gemessen werden?

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Diese wollen mit zwei Initiativen chemische Spritzmittel aus der Landwirtschaft verbannen. Ausgerechnet jetzt kommt von einer zweiten Seite zusätzlicher Druck auf die Bauern: ETH-Forscher haben eine revolutionäre Methode zur Messung von Pestiziden im Wasser entwickelt – und entdeckten hochtoxische Substanzen in Schweizer Gewässern. Beierlorzer hat sein Amt in Köln erst im Sommer angetreten. Das bringt die Zulassungsbehörden unter Zugzwang. Das geht aus den Mitschriften ihrer Zeugenanhörungen im Oktober hervor, die der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhaus am Freitag in Washington veröffentlichte. Jetzt drohen Verbote für Pflanzenschutzmittel auf breiter Linie. Schon am Freitagabend unmittelbar nach dem Spiel gegen Hoffenheim gab Köln die sofortige Trennung von Sportchef Armin Veh bekannt. Bei den entdeckten Substanzen geht es um für Wassertiere hochgiftige Spritzmittel, um sogenannte Pyrethroide und Organophosphate. Bereits beim Marathon in New York hatte der 12 Jahre jüngere Amerikaner Daniel Romanchuck das Sprintduell gegen Europameister Hug (Nottwil) knapp für sich entschieden.

Bereits wenige Billiardstelgramm in einem Liter Wasser sind für Kleinlebewesen in Bächen und Flüssen tödlich. In einem Telefonat am 25. Bis jetzt standen diese Substanzen aus einem simplen Grund nicht im Fokus der ­Gewässerschutzbehörden: Es gilt für sie derselbe hoch angesetzte Grenzwert wie für alle anderen Pestizide. Und ausserdem konnte man die Substanzen in so tiefer Konzentration bislang gar nicht nachwiesen. Doch was die Wissenschaftler des zum ETH-Bereich gehörenden Wasserforschungsinstituts Eawag entdeckten, rückt die Bewilligungspraxis dieser Umweltgifte in ein anderes Licht: Die Forscher haben mit der neuen Messmethode Wasser aus sechs Bächen analysiert. In den vergangenen Wochen hatten Abgeordnete Regierungsmitarbeiter hinter verschlossenen Türen zu der Affäre befragt. Das überraschende Resultat: Nur ein einziger Bach war sauber.

In allen anderen haben die Wissenschaftler insgesamt neun dieser besonders problematischen Insektizide gemessen. Dabei lagen die Konzentrationen stets über den für diese Lebewesen tödlichen Werten. «Es ging darum, ein Treffen im Weissen Haus zu bekommen. Der einheitliche Grenzwert soll abgeschafft werden Eawag-Forscherin Marion Junghans sagt: «Die gemessenen Insektizide stellen besonders für Bachflohkrebse und Insektenlarven eine Gefahr dar.» Sie spielen laut der Forscherin «im Nahrungsnetz von Bächen eine wichtige Rolle» und können «Auswirkungen auf das ganze Ökosystem haben, zum Beispiel auf Fische, denen die Krebse als Nahrung dienen, aber auch auf Vögel, die sich von geschlüpften Insekten ernähren», so Junghans. Ihre Schlussfolgerung: «Für viele Insektizide wäre es sinnvoll, den bereits vor 20 Jahren eingeführten allgemeinen Pestizidgrenzwert durch spezifische, deutlich tiefere Werte zu ersetzen. Auch die frühere Chefin der Russland- und Europaabteilung des Nationalen Sicherheitsrats, Fiona Hill, sagte aus, in einem Treffen mit ukrainischen Vertretern habe Sondland den Ukrainern versprochen, ihr Präsident bekäme ein Treffen mit Trump im Weissen Haus, wenn sie die gewünschten Ermittlungen ankündigten.

» Zum Teil wären es laut der Wissenschaftlerin «mehr als tausendfach tiefere Grenzwerte». Die Befunde des ETH-Instituts kommen zu einem für Bauern höchst ungelegenen Zeitpunkt: Denn die Bundesbehörden überarbeiten gerade die Gewässerschutzverordnung. Der bis jetzt für alle Pflanzenschutzmittel gültige Einheitsgrenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter Wasser soll abgeschafft werden. Bolton habe sie dann angewiesen, den Chefjuristen des Sicherheitsrates zu informieren, dass er (Bolton) «nicht Teil des Drogendeals» sei, den Sondland und Mulvaney da schmiedeten. Das eidgenössische Departement für Umwelt und Verkehr (Uvek) hat im Entwurf der neuen Verordnung für einige Pestizide viel tiefere Grenzwerte vorgeschlagen – unter anderem auch für einige der von den Forschern nachgewiesenen Substanzen. Ob der Bundesrat die Grenzwerte wie vom Uvek vorgeschlagen in Kraft setzt, ist offen.

Die Regierung hat den Entscheid nun schon mehr als ein Jahr hinausgezögert. Offen ist bislang, ob auch Bolton selbst vor dem Kongress aussagen wird. Bislang ist durchgesickert, dass einige Bundesstellen den Vorschlag des Uvek entschärfen wollen und bei etlichen Mitteln eher höhere als tiefere Grenzwerte durchsetzen möchten. Doch jetzt, da erwiesen ist, dass die hochtoxischen Stoffe in für Wassertiere tödlicher Menge vorkommen, steigt der Druck, die Grenzwerte für weitere Substanzen nach unten anzupassen. Pestizidgegner sehen sich bestätigt Werden die Grenzwerte aller von den Forschern nachgewiesenen Substanzen in den kommenden Monaten tatsächlich gesenkt, wird dies handfeste Konsequenzen haben, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) bestätigt: «Wenn es bei einem Pflanzenschutzmittel in Gewässern regelmässig zu Überschreitungen des Grenzwertes kommt, wird die Zulassungsbewilligung des Pflanzenschutzmittels überprüft. Das Telefonat im Juli zwischen Trump und Selenskyj nannte sie schockierend. Das kann zu einem Verbot des Mittels führen», sagt BLW-Sprecher Olivier Félix.

Zwei der Stoffe hat das BLW vor wenigen Wochen – aus anderen Gründen –bereits von der Liste der erlaubten Pestizide gestrichen. Der Berner Umweltdirektor Christoph Neuhaus ruft das BLW zu konsequentem Handeln auf: «Kritische Stoffe gehören verboten, wenn sie die Grenzwerte überschreiten. Die Demokraten haben den Verdacht, dass US-Militärhilfe als Druckmittel eingesetzt wurde, um Ermittlungen in der Ukraine zu erreichen. Alles andere ist Augenwischerei.» Die Pestizidgegner sehen sich durch die Forschungsresultate bestätigt: «Wir sagen seit langem, dass die Gefahren viel grösser sind, als die Behörden und die Spritzmittelvertreter uns glauben machen», sagt Franziska Herren, Urheberin der Trinkwasserinitiative. Dass mit der neuen Grenzwertverordnung alles besser wird, glaubt sie nicht. Man habe ihm später gesagt, es gehe darum, sicherzustellen, dass die Hilfe im Einklang sei mit den Prioritäten der US-Regierung.

Denn der Entwurf sehe bei vielen Pestiziden keine Senkung, sondern eine Erhöhung der Grenzwerte vor. Zum Beispiel beim umstrittenen Glyphosat. Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe. Die Militärhilfe der Amerikaner floss am Ende an Kiew. Jetzt alle Artikel im E-Paper der SonntagsZeitung lesen: .