Female Founders: Bettina Hirsig und Daniela Marino geehrt - Blick

Female Innovation Forum 2019: Sie bringt Flüchtlingen das Programmieren bei

20.09.2019 16:32:00

Female Innovation Forum 2019: Sie bringt Flüchtlingen das Programmieren bei

Diese beiden Frauen haben grosse Visionen: Bettina Hirsig (38) und Daniela Marino (37). Die eine bringt Flüchtlingen das Programmieren bei, die andere befreit Kinder von ihren Haut-Leiden. BLICK hat die zwei Gewinnerinnen des Female Innovation Forums getroffen.

Markus Mallaun1/8Bettina Hirsig (38) wurde am Female Innovation Forum 2019 mit dem Recognition-Price ausgezeichnet. Sie hat zusammen mit ihrem Mann eine Programmier-Schule für Flüchtlinge aufgebaut.Markus Mallaun2/8Ziel dabei ist es, die Flüchtlinge binnen 13 Wochen Unterricht auf die Wirtschaft vorzubereiten – und ihnen auch gleich einen Job zu vermitteln.

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Markus MallaunDie Arbeit mit den Menschen und deren Schicksalen gehe unter die Haut, erzählt Hirsig.Markus Mallaun«Ich will Kinder von ihren Leiden befreien», sagt sie gegenüber BLICK.MALLAUN PHOTOGRAPHY8/8So sehen Siegerinnen aus: Bettina Hirsig und Daniela Marino beim Female Innovation Forum.

Früher orchestrierte Bettina Hirsig (38) Werbefilme für Ovomaltine. Heute leitet die Bernerin zusammen mit ihrem Mann Christian Hirsig (38) den gemeinnützigen Verein Powercoders. Das Ziel: Flüchtlingen die Computersprache näher zu bringen. Und ihnen dann in der Wirtschaft zu einem Job verhelfen. Als Anerkennung für dieses Projekt erhielt sie jetzt den Recognition Award des Female Innovation Forum – einer Vernetzungsplattform für Unternehmerinnen.

«2016 war die Flüchtlingskrise sehr aktuell. Das gab uns zu denken», sagt Hirsig beim Treffen mit BLICK. Ihr Ehemann sei damals auf die Idee gekommen, eine IT-Schule für Flüchtlinge zu gründen. «Auch ich wollte etwas Sinnvolles machen und konnte mich daher schnell für das Projekt begeistern», so Hirsig. Obwohl es sie auch an ihre Grenzen brachte.

Schon über 100 AbsolventenEs sei kein einfaches Vorhaben gewesen, erzählt sie. Gerade die Finanzierung machte ihnen anfangs zu schaffen. Doch heute sind die Anfangsschwierigkeiten überwunden. Der Plan ist aufgegangen und die Schule funktioniert. Während 13 Wochen werden die Flüchtlinge mit Aufenthaltsbewilligung in verschiedenen Programmier-Sprachen ausgebildet. Hier greift Hirsig zurück auf freiwilligen Experten aus der Wirtschaft. Die Lehrgänge finden statt in Zürich und Lausanne.

«Schon über 100 Flüchtlinge haben die Ausbildung abgeschlossen», sagt Hirsig stolz. Erfreulich: Fast alle Absolventen fanden danach einen Praktikums-Platz bei einem Unternehmen in der Schweiz.Menschen stehen im ZentrumEs sind die Menschen mit ihren Schicksalen, die Hirsig ganz nah gehen. Viele Flüchtlinge stammen aus Kriegsgebieten, etwa aus Syrien. «Eine Teilnehmerin hatte sich über 100 Mal beworben, wurde aber nie an ein Vorstellungsgespräch eingeladen», erzählt Hirsig. Und das trotz einer guten Ausbildung in der Heimat. Dank Powercoders hat sie es jetzt geschafft.

Zu den bewegendsten Momenten kommt es jeweils bei den Abschlussfeiern. «Die Flüchtlinge erzählen ihre Geschichten und über die grosse Chance, die sie mit dem Praktikum erhalten.» Das gehe unter die Haut. Diese Momente des Glücks sind es auch, die Hirsig antreiben, nicht aufzugeben. Und zusammen mit ihrem Mann weiterhin Gutes zu tun.

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Lesen Sie hier alles zum Projekt von Daniela Marino:Daniela Marino forscht an künstlicher HautSchon mit sieben Jahren wusste Daniela Marino (37) genau, was sie wollte: Als Wissenschaftlerin Zellen erforschen – und künstliche Haut herstellen. «Du spinnst ja», bekam die gebürtige Italienerin damals von den meisten Personen zu hören, wie sie BLICK mit einem Lächeln erzählt. Sie hat den Zweiflern getrotzt. Hat in Mailand Biologie studiert und während vieler Jahre an der ETH Zürich Zellen-Forschung betrieben. Heute setzt sie ihre Vision in der Praxis um.

Vor zwei Jahren gründete Marino die Cutiss AG. «Ich will mit meiner Arbeit Kindern helfen und sie von ihren Schmerzen befreien», erklärt sie. Dafür züchtet sie mit ihrem Team in einem Zürcher Labor Haut, die dann bei den Patienten eingesetzt wird. Noch sind sie am Entwickeln und Verbessern der Methode. Trotzdem: Die ersten Behandlungen an Patienten waren erfolgreich. 2022 soll das Produkt auf den Markt kommen. «Ich glaube ganz fest daran, dass wir mit unserem Projekt etwas Grosses erreichen können», gibt sich die Unternehmerin zuversichtlich.

Verbissen arbeitet Marino daran, ihren Traum zu verwirklichen. Jeden Tag. «Ich liebe einfach, was ich mache», sagt sie. Und lächelt. Diese Woche wurde sie für ihr Engagement vom Female Innovation Forum ausgezeichnet. Weiterlesen: BLICK »

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