Ex-US-Präsident auf Twitter gesperrt – Elon Musk will Trumps Verbannung aufheben

10.05.2022 21:50:00

Die Sperre von Donald Trump sei ein Fehler gewesen, sagt Elon Musk. Nach der Übernahme des Kurzbotschaftendienstes würde er den Entscheid rückgängig machen.

Ex-Präsident Donald Trump kann sich Hoffnungen machen, rechtzeitig zum Rennen ums Weisse Haus 2024 zu Twitter zurückkehren zu können. Elon Musk, der gerade dabei ist, Twitter zu übernehmen, würde Trump wieder auf die Plattform lassen.

Die Sperre von Donald Trump sei ein Fehler gewesen, sagt Elon Musk. Nach der Übernahme des Kurzbotschaftendienstes würde er den Entscheid rückgängig machen.

Donald Trump dürfte nach der Übernahme Musks wieder auf Twitter: Der ehemalige US-Präsident spricht am 1. Mai 2022 in Greenwood, Nebraska.Foto: Kenneth Ferriera (Keystone)Ex-Präsident Donald Trump kann sich Hoffnungen machen, rechtzeitig zum Rennen ums Weisse Haus 2024 zu Twitter zurückkehren zu können. Tech-Milliardär Elon Musk, der gerade dabei ist, Twitter zu übernehmen, würde Trump wieder auf die Plattform lassen. Die Entscheidung, Trump zu verbannen, sei «moralisch schlecht und einfach nur dumm» gewesen, kritisierte Musk am Dienstag in einem Videointerview bei einer Veranstaltung der «Financial Times».

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Mai 2022 in Greenwood, Nebraska. Foto: Kenneth Ferriera (Keystone) Ex-Präsident Donald Trump kann sich Hoffnungen machen, rechtzeitig zum Rennen ums Weisse Haus 2024 zu Twitter zurückkehren zu können. Ereignisse, die schockierend sind, dürfen auch schockieren. Tech-Milliardär Elon Musk, der gerade dabei ist, Twitter zu übernehmen, würde Trump wieder auf die Plattform lassen.» Die Anekdote passt zum Eindruck, den der Chef des E-Auto-Herstellers Tesla öffentlich vermittelt. Die Entscheidung, Trump zu verbannen, sei «moralisch schlecht und einfach nur dumm» gewesen, kritisierte Musk am Dienstag in einem Videointerview bei einer Veranstaltung der «Financial Times».» Beim Krieg in der Ukraine kommt hinzu, dass die kriegführende Partei Russland behauptet, dass es gar keinen Krieg gebe und dass Zivilpersonen verschont würden. Trump wurde bei Twitter verbannt, nachdem er Sympathie für seine Anhänger bekundet hatte, die am 6. Hier stehen wir zusätzlich in der Pflicht, dieser Lüge mit klaren Aussagen und eindeutigen Bildern zu widersprechen.

Januar 2021 das Capitol in Washington stürmten.. Digitales Stimmungsbarometer Dabei ist der Kurznachrichtendienst, mit dem sich Musk auf eine Übernahme für die gigantische Summe von 44 Milliarden US-Dollar geeinigt hat, auch bisher keine gemeinnützige Plattform gewesen, sondern ein Digitalunternehmen, das Werbeprofite mit den Daten seiner über 200 Millionen täglichen Nutzer:innen erwirtschaftet (was bislang mehr schlecht als recht gelang). In den Wochen davor hatte Trump die Stimmung mit grundlosen Behauptungen angeheizt, ihm sei ein Wahlsieg gegen Joe Biden durch Betrug gestohlen worden. Plattform für mögliche 2024-Kandidatur wichtig Trump sagte vor kurzem zwar bereits, er wolle nicht zu Twitter zurück, auch wenn er es dürfte. Die Präsenz auf der Plattform, wo er einst mehr als 80 Millionen Follower hatte, könnte aber für eine mögliche Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2024 wichtig sein. Zu befürchten ist, dass Musk die Kontrolle über dieses Werkzeug für eigene wirtschaftliche oder politische Zwecke nutzen wird. Trump nutzte Twitter sehr aktiv, um seine Anhänger zu mobilisieren und Stimmung zu machen.

Er versucht, eine eigene Social-Media-Plattform aufzubauen, die jedoch mit Anlaufproblemen kämpft. Musk sagte, Trumps Verbannung bei Twitter sei ein Fehler gewesen, weil ein grosser Teil der US-Bevölkerung damit nicht einverstanden gewesen sei. Wenn aber die Rechte die Meinungsfreiheit beschwört, meint das meist den Wunsch, unwidersprochen Ressentiments artikulieren zu können. Und es habe auch nicht dazu geführt, dass der Ex-Präsident sich nicht mehr Gehör verschaffen konnte. Bis klar wird, ob Musk Twitter tatsächlich bekommt, wird noch einige Zeit vergehen. Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf einen rund 44 Milliarden Dollar schweren Deal, ist aber noch darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten wollen. So betonte der Medienwissenschaftler Siva Vaidhyanathan im «Guardian», dass Twitter genauso wenig ein öffentlicher Platz sei wie ein McDonald’s.

Twitter und Musk wollen die Übernahme bis Jahresende abschliessen. SDA/sep Publiziert heute um 20:27 Uhr Fehler gefunden? .