Erfindung für Spitäler – «Matratzen-Sandwich» für Corona-Patienten soll Pflegende entlasten

Mit einer neuen Methode der ETH sollen weniger Fachkräfte nötig sein, um Corona-Patienten in Bauchlage zu drehen.

30.11.2020 19:00:00

Mit einer neuen Methode der ETH sollen weniger Fachkräfte nötig sein, um Corona-Patienten in Bauchlage zu drehen.

Mit einer neuen Methode der ETH sollen weniger Fachkräfte nötig sein, um Corona-Patienten in Bauchlage zu drehen. Am Unispital Zürich laufen bereits Tests mit einem Prototyp.

Gemäss der ETH werden für das Drehen eines Patienten fünf Fachkräfte benötigt: Pflegepersonal kümmert sich um einen Patienten auf der Abteilung für Corona-Patienten im Kantonsspital Freiburg. (26. November 2020)Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Kantone, die langsam impfen, könnten bald kein Serum mehr erhalten Britische Corona-Mutation in Schule nachgewiesen, 570 Personen in Quarantäne Gymnasiasten fühlen sich an Schule nicht mehr sicher

Ein ETH-Doktorand hat gemeinsam mit einem Team ein technisch simples, aber effektives und kostengünstiges System entwickelt, mit dem sich Patienten auf Intensivbetten von der Rücken- in die Bauchlage drehen lassen. Das könnte das Pflegepersonal während der Pandemie entlasten, hoffen die Forschenden.

Um Covid-19-Patienten auf Intensivstation zu behandeln, sollten sie regelmässig in Bauchlage gebracht werden. Das kann helfen, mehr Sauerstoff ins Blut zu bringen. Aber was einfach klingt, gleicht einem Kraftakt: Derzeit werden dafür fünf Fachkräfte benötigt, wie die ETH Zürich mitteilte. headtopics.com

Der Doktorand Julian Ferchow entwickelte nun eine Methode, die das Pflegepersonal künftig entlasten soll: Das auf den Namen «Wende-Tacos» genannte System benötige nur noch die Hilfe von zwei Pflegern sowie einem Arzt, der den Vorgang überwacht.

Serienmässige HerstellungHinter dem Namen verbirgt sich tatsächlich ein Taco-ähnliches System: Während der Patient auf einer Matratze liegt, wickeln zwei Pflegefachleute eine zweite um ihn herum. Danach ziehen sie den Patienten an Laschen zu sich heran und wenden ihn, sodass dieser bäuchlings auf der anderen Matratze zu liegen kommt.

Während des Vorgangs würde der Patient stabilisiert. Die aus Schaumstoff gefertigten Matratzen hätten eine einheitliche Grösse und passe für alle Patienten, erklärte Ferchow.Am Universitätsspital Zürich liefen bereits erste Tests mit einem Prototyp. Das Basler Unternehmen OBA AG möchte das System nun in grösserem Massstab herstellen.

SDAPubliziert heute um 13:51 Uhr Weiterlesen: Tages-Anzeiger »

In eigener Sache – Wir verbessern den «Morgen»-Newsletter

Neues Jahr, neuer Stil: Der «Tages-Anzeiger» überarbeitet den Newsletter «Der Morgen» inhaltlich und gibt ihm mit den neuen Hosts, Salome Müller und Edgar Schuler, noch mehr Gewicht.