Eine Quote für Kunst von Frauen – subito!

Unser Redaktor Kultur @tobler_andreas fordert: «Wir brauchen nicht nur eine Quote, sondern auch Geld, damit Museen freier planen können.»

22.1.2020

Unser Redaktor Kultur tobler_andreas fordert: «Wir brauchen nicht nur eine Quote, sondern auch Geld, damit Museen freier planen können.»

Nur jede vierte Kunstausstellung ist dem Werk einer Frau gewidmet. Das darf nicht sein: Wir wollen alles sehen, was in der Kunst möglich ist.

Beschreibung des Fehlers* gültige E-Mail-Adresse fehlt Die Zahlen sind deprimierend: Nur ein Viertel aller Ausstellungen, die in diesem Jahr an Schweizer Museen eröffnen, werden dem Werk einer Frau gewidmet sein. Die grosse Mehrheit der Kunstwerke, die wir zu sehen bekommen, stammt also auch 2020 von Männern. Das ist ein Unding – ein Jahr nach dem Frauenstreik, mit dem doch bei allen angekommen sein müsste, dass Gleichberechtigung etwas ist, was in allen Lebensbereichen erreicht werden muss. Weil uns sonst etwas fehlt – die Hälfte unserer Gesellschaft und von dem, was wir schaffen können. Nur in unseren Museen, die mit unseren Steuergeldern finanziert werden, scheint diese Forderung abgeprallt oder noch nicht angekommen zu sein. Das zeigt eine Auswertung aller grossen Schweizer Museen, die wir heute veröffentlichen . Besonders tief ist die Frauenquote am Kunsthaus Zürich. Von insgesamt acht Ausstellungen ist hier nur gerade eine dem Werk einer Frau gewidmet. Und das ausgerechnet in einer rot-grün regierten Stadt, deren Stadtpräsidentin sich für Kunst interessiert. Aber die tiefe Zahl der Ausstellungen mit Werken von Frauen ist peinlich für uns alle, wenn wir nichts gegen sie sagen. Deshalb muss jetzt gehandelt werden: mit einer Quote für Kunst von Frauen. Wir brauchen nicht nur eine Quote, sondern auch Geld, damit Museen freier planen können. Künstlerische Qualität setzt sich immer durch und hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, werden nun einige einwenden. Keine Künstlerin will zudem eine Ausstellung ihrer Werke in einem grossen Museum haben, nur weil sie eine Frau ist. Und überhaupt: Kunst müsse frei sein, dürfe keinen Regulierungen unterworfen werden. Stimmt, Kunst müsste frei sein. Nur: Der Kunstbetrieb funktioniert ganz anders. Erfolg wird gemacht. Von Galerien, Auktionshäusern, Sammlern, Kunstkritikern und Museumskuratoren. Meist sind das Männer. Sie bestimmen, was verkauft, gekauft und ausgestellt wird, was sich durchsetzt – und prägen so entscheidend, was als gute Kunst anerkannt wird. Die Vorstellung vom einsamen Genie, das in seinem Atelier grosse Kunst schafft und dann damit das Publikum fasziniert, ist also schlicht falsch. Zahlreiche Mittelsmänner, die stark an Geld, Einfluss und Macht interessiert sind, mischen mit und lassen sich nicht beirren, wenn es darum geht, dass Werke «ihrer» Künstler in öffentlichen Museen ausgestellt werden sollen. Gewiss, einige Häuser wie die Fondation Beyeler sind auf Blockbuster-Ausstellungen angewiesen, da nur mit diesen das grosse Publikum angezogen werden kann, das dieses Museum für seine Einnahmen braucht. Das funktioniert zurzeit nur mit Superstars wie Edward Hopper oder Francisco Goya, denen das Haus in Riehen dieses Jahr seine Ausstellungen widmet. Wir brauchen also nicht nur eine Quote, sondern auch Geld, damit Museen freier planen können. Wir können und wollen uns das leisten, weil Kunstinstitutionen Leuchttürme unserer Gesellschaft sind – und zeigen können, was unsere Ideale sind. Okay, werden Skeptiker nun sagen, aber die Sammlungen – wie der Kunstkanon – sind halt grösstenteils mit Werken von Männern bestückt. Das lässt sich nicht auf die Schnelle ändern. Doch, dann zeigen wir halt Werke abseits des Kanons – und entdecken neue Künstlerinnen, andere Perspektiven auf unsere Welt. Denn dafür brauchen wir Kunst: dass wir durch sie anders schauen und empfinden können. Bisher wurde uns zu oft die männliche Brille aufgesetzt, wenn wir im Museum waren. Jetzt darf und muss etwas anderes kommen, denn wir wollen alles sehen, was in unserer Gesellschaft in Sachen Kunst möglich ist. Und nicht nur das, was Männer geschaffen haben. Dass dies geht, macht das Kunstmuseum Chur vor: Es zeigt in diesem Jahr ausschliesslich Werke von Frauen. Erstellt: 21.01.2020, 20:30 Uhr Weiterlesen: Tages-Anzeiger

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