Djokovic vs Australien: Die Visum-Verhandlung im Liveticker

15.01.2022 10:56:00

Djokovic wieder im Abschiebehotel ++ So begründet der Einwanderungsminister seinen Entscheid.

Am Freitag hatte die australische Regierung Djokovics Visum ein zweites Mal für ungültig erklärt. Gerichtsunterlagen zufolge wird der 34-jährige Serbe an einem Ort in Melbourne festgehalten, während ein Gericht seinen Einspruch gegen seine Abschiebung aus Australien prüft.

Novak Djokovic muss am Samstagmorgen (Lokalzeit) vor den Zollbehörden antraben. So sieht der Zeitplan aus:- bis 14.00 Uhr: Djokovic darf sich mit seinen Anwälten beraten.Der Richter am Gericht in Melbourne weist Djokovics Anwälte dazu an, ihren Antrag inklusive eidesstattliche Erklärung so schnell wie möglich einzureichen. Er stellt zudem klar, dass der Serbe nicht aus dem Land verwiesen wird, bis ein endgültiges Urteil durch das Gericht gefällt wurde. Kelly erlaubt es Djokovic zudem, bis zu den Verhandlungen im Büro seiner Anwälte zu bleiben. Er muss also nicht zurück in das Ausschaffungs-Hotel.

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Lasst ihn endlich auf den Tennis-Court Bedingung: er darf nur gegen nicht geimpfte Teilnehmer antreten

7:10 Djokovic erneut in Gewahrsam Nach seiner Einreise nach Australien ohne Corona-Impfung ist der serbische Tennis-Star Novak Djokovic erneut in Gewahrsam. Das teilten Djokovics Anwälte am Samstag mit. Am Freitag hatte die australische Regierung Djokovics Visum ein zweites Mal für ungültig erklärt. Gerichtsunterlagen zufolge wird der 34-jährige Serbe an einem Ort in Melbourne festgehalten, während ein Gericht seinen Einspruch gegen seine Abschiebung aus Australien prüft. Die australische Regierung argumentierte den Gerichtsunterlagen zufolge, der Aufenthalt des ungeimpften Tennisspielers im Land könne eine «Anti-Impf-Stimmung fördern». Die Aufhebung von Djokovics Visum hatte Einwanderungsminister Alex Hawke mit «Gründen der Gesundheit und der öffentlichen Ordnung» gerechtfertigt. Das läuft in der Nacht: Novak Djokovic muss am Samstagmorgen (Lokalzeit) vor den Zollbehörden antraben. So sieht der Zeitplan aus: - 8.00 Uhr: Novak Djokovic muss bei den Zollbehörden antraben. - 10.15 Uhr: Es folgt eine erste Anhörung vor dem Bundesgericht. - bis 14.00 Uhr: Djokovic darf sich mit seinen Anwälten beraten. Ein definitiver Entscheid wird erst nach einer weiteren Anhörung am Sonntag erwartet. Womöglich wird Djokovic wieder im Ausschaffungs-Hotel Park in Cranton, wo er schon das letzte Wochenende verbracht hat, untergebracht. Der Antrag seiner Anwälte, Djokovic möge bis zum Ende der Verhandlungen in seinen gemieteten Räumlichkeiten verbleiben, wurde nicht stattgegeben. (abu/sda) Schlussfazit von Richter Anthony Kelly Der Richter am Gericht in Melbourne weist Djokovics Anwälte dazu an, ihren Antrag inklusive eidesstattliche Erklärung so schnell wie möglich einzureichen. Er stellt zudem klar, dass der Serbe nicht aus dem Land verwiesen wird, bis ein endgültiges Urteil durch das Gericht gefällt wurde. Kelly erlaubt es Djokovic zudem, bis zu den Verhandlungen im Büro seiner Anwälte zu bleiben. Er muss also nicht zurück in das Ausschaffungs-Hotel. Djokovic müsste schon am Montag spielen Die Zeit wird für Novak Djokovic immer knapper: Wie die Australian Open am Freitag bekannt gaben, werden sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die Spiele der oberen Tableauhälfte am Montag ausgetragen. Zu dieser gehört auch der Serbe. Damit muss Djokovic hoffen, dass sein Rekurs bis am Sonntag erfolgreich ist. Ansonsten kann er nicht zu seiner Erstrundenpartie gegen Landsmann Miomir Kecmanovic antreten. Finaler Entscheid nicht vor Sonntag Das erste gut einstündige Hearing vor Gericht nach dem zweiten Visums-Entzug von Novak Djokovic ergab, dass der endgültige Entscheid über Novak Djokovics Ausweisung nicht vor Sonntag fallen wird. Am Samstag können die beiden Parteien ihre Eingaben machen. Novak Djokovic wurde bislang in Melbourne nicht festgenommen und nicht wieder ins Ausschaffungs-Hotel zurück überführt. Das soll am Samstag Melbourne Zeit passieren. Aus diesem Grund erhielt Djokovic die Vorladung vor die Zollbehörden um 08.00 Uhr Melbourne Zeit (22 Uhr Freitagabend Schweizer Zeit). Die Anwälte von Novak Djokovic berufen sich beim Versuch, Novak Djokovic die Teilnahme am Australian Open doch noch zu ermöglichen, darauf, dass Minister Alex Hawke ihren Klienten nun aus anderen Gründen ausweisen will als aus den Gründen, wegen denen Djokovic vor mehr als einer Woche erstmals das Visum entzogen worden ist. Sie monierten ausserdem, dass das Ministerium erst nach mehr als vier Tagen und nach Ende der Bürozeiten am Freitagabend auf das Gerichtsurteil vom Montag reagierte. Deshalb steht der gesamte Fall nun unter Zeitdruck. (abu/sda) Der Plan der Regierung Die australische Regierung hat folgendes Vorgehen vorgeschlagen. Djokovic soll bis morgen früh um acht Uhr (Lokalzeit) in seiner aktuellen Residenz bleiben. Danach soll er von Offizieren der Grenzkontrolle abgeholt und in die Büros seiner Anwälte gebracht werden, um sich auf die Anhörung vorbereiten zu können. Danach, gegen Mittag, soll der Serbe wieder in Abschiebehaft verlegt werden. Djokovic: Gov has proposed the tennis No.1 be detained tomorrow at 8am, escorted by ABF officers to his lawyers' office tomorrow, and then taken back into detention on midday — Maddison Connaughton (@madconnaughton) January 14, 2022 Die Anhörung ist zu Ende Nachdem noch einmal darüber diskutiert wurde, wann die nächste Anhörung von Djokovic stattfinden solle und welches Gericht dafür zuständig sei, wurde die Anhörung beendet. Eine Entscheidung über die weiteren Schritte wurde nicht getroffen. Wood greift Hawkes Begründung an Djokovics Anwalt Nick Wood sagt, die Gründe von Immigrations-Minister Alex Hawke stünden in «krassem Gegensatz» zu denen des Vertreters der Grenzkontrolle. Er erklärt lang und breit, warum der Entscheid von Hawk in seinen Augen nicht akzeptabel sei. Dass Djokovic ein Gesundheitsrisiko für das Land darstelle, weil er ungeimpft sei, sei nicht haltbar. Djokovic sein ein Mann von hohem Standing, habe in Australien alle Gesetze befolgt und sei ein vernichtend kleines Gesundheitsrisiko. Minister Hawke habe bei seinem Beschluss nur die Angst vor einer «aufgeregten Anti-Impf-Bewegung» miteinbezogen, die entstehen könnte, wenn Djokovic im Land bleiben dürfe. Dabei ignoriere der Minister, was los sein würde, falls Djokovic das land tatsächlich verlassen müsse. Was war Hawkes Hauptgrund für seinen Entscheid? Den Aussagen von Djokovics Anwalt zufolge, scheint der Hauptgrund für Hawkes Entscheid zu sein, dass er befürchtet, ein Verbleib Djokovics in Australien könnte die dortige Anti-Vax-Bewegung begünstigen. Dies Aufgrund Djokovics impfkritischen Aussagen in der Vergangenheit. Wowee, Djokovic's lawyer seems to be saying the minister's main reason for deporting him is that it will excite the anti-vaxxer community, based in part on the tennis star's past comments. — Luke Henriques-Gomes (@lukehgomes) Vorwürfe von Wood in Richtung Hawke Anwalt Nicholas Wood ist aus zwei Gründen gar nicht happy mit dem Verhalten von Einwanderungsminister Alex Hawke. 1. Hawk habe bewusst bis Freitag kurz nach 18 Uhr mit dem Entscheid gewartet – vier Tage nach der Entscheidung des Federal Cicruit Court. 2. Wood erklärt, dass Djokovics Material auch wissenschaftliche Artikel über natürliche Immunität erhielt, Hawke diese aber nicht gelesen habe. Djokovic bleibt auf freiem Fuss Nicholas Wood hat soeben bestätigt, dass ihm ein Anwalt der australischen Regierung mitgeteilt habe, dass nicht beabsichtigt sei, Novak Djokovic heute Abend wieder in Haft zu nehmen. Mehr zur Causa Djokovic: