Die Impfkampagne stockt – Der Kongo muss 300’000 Impfdosen vernichten

Viele Kongolesen sehen die Corona-Impfung skeptisch. In der Provinz Nord-Kivu kämpfen ein Arzt und ein Journalist gegen die Vorurteile.

26.07.2021 23:00:00

Die Leichenhäuser im Kongo sind so voll, dass die Toten gleich begraben werden müssen – trotzdem wollen sich viele nicht impfen lassen. (Abo)

Viele Kongolesen sehen die Corona-Impfung skeptisch. In der Provinz Nord-Kivu kämpfen ein Arzt und ein Journalist gegen die Vorurteile.

Publiziert heute um 17:05 Uhr8 Kommentare8Im Kongo harzt es mit der Corona-Immunisierung: Pflegepersonal in Goma macht sich bereit, um Vakzine aus dem Covax-Programm zu verimpfen.Foto: UnicefAm Tor des Spitals Heal Africa in Goma klebt ein Schild mit der Aufschrift: «Wir stellen das Impfen gegen Covid-19 vorübergehend ein. Danke für Ihr Verständnis». Ausgerechnet jetzt, wo die Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo deutlich mehr Covid-Fälle verzeichnet als je zuvor, kann nicht mehr geimpft werden. Die Leichenhäuser sind so voll, dass die Toten gleich begraben werden müssen.

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Dass die Zahl der Covid-Fälle stärker steigt als zuvor, ist unter anderem eine Folge des Vulkanausbruchs im Mai. Damals sind die Menschen vor der Lava des Nyiragongo aus der Stadt geflüchtet, eng gedrängt, ohne Schutzmasken, ohne Wasser, ohne Seife oder Desinfektionsmittel. Nord-Kivu verzeichnet inzwischen 4332 Corona-Infektionen, die meisten nach der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Insgesamt hat der Kongo laut offizieller staatlicher Statistik bis Samstag 48’127 Fälle und 1023 Tote registriert.

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