Detailhändler konkretisiert Plan – Der steile Weg der Migros zu ihrem Klimaziel

13.01.2022 15:00:00

Die Migros will bis 2050 unter dem Strich kein CO₂ mehr verursachen. Ein fast unerreichbares Ziel.

Die Migros will bis 2050 unter dem Strich kein CO₂ mehr verursachen. Ein fast unerreichbares Ziel.

Die Migros will bis 2050 unter dem Strich kein CO₂ mehr verursachen. Das Vorhaben wirkt fast unerreichbar – wie das Beispiel von einem Liter Milch zeigt.

27 Kommentare27In der Landwirtschaft und bei der Herstellung von Lebensmitteln entstehen deutlich mehr Treibhausgasemissionen als durch Transport oder Verpackung.Foto: Nicola PitaroEs gibt Ziele, die sind einfach zu schaffen, und es gibt andere, die scheinen fast unerreichbar. Zu letzterer Kategorie gehört wohl das Klimaziel, das Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen dem Detailhändler gesetzt hat. Bis 2050 will die Migros mitsamt ihren angegliederten Betrieben von den Tankstellen bis hin zum Heizölverkauf keine Treibhausgase mehr in der Atmosphäre hinterlassen.

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Publiziert heute um 06:47 Uhr 27 Kommentare 27 In der Landwirtschaft und bei der Herstellung von Lebensmitteln entstehen deutlich mehr Treibhausgasemissionen als durch Transport oder Verpackung.Werbung für Firmen, die es heute gar nicht mehr gibt: William Besse feiert mit dem Sieg in der Lauberhorn-Abfahrt 1994 seinen grössten Erfolg – im legendären Dress der fünf Jahre später aufgelösten Schweizerischen Käsenunion.Die faule Geschichte führte laut Polizeiangaben dazu, dass die 79-Jährige einer wildfremden Frau an der Haustüre mehrere tausend Franken übergab.ie helfen soll, dass weniger Lebensmittel in den Müll wandern.

Foto: Nicola Pitaro Es gibt Ziele, die sind einfach zu schaffen, und es gibt andere, die scheinen fast unerreichbar. Zu letzterer Kategorie gehört wohl das Klimaziel, das Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen dem Detailhändler gesetzt hat. Wird heute die Ideallinie mit blauer Farbe markiert, um den Athleten bei hohem Tempo und flacher Sicht die Orientierung zu erleichtern, so wurden früher einzig ein paar Zweiglein in den Schnee gesteckt, um eine grobe «Bahn» zu kennzeichnen. Bis 2050 will die Migros mitsamt ihren angegliederten Betrieben von den Tankstellen bis hin zum Heizölverkauf keine Treibhausgase mehr in der Atmosphäre hinterlassen. Die von der Polizei eng begleitete Seniorin gab vor, auf die Forderung einzugehen. Jetzt hat die Migros einen Plan vorgelegt, wie sie dieses ehrgeizige Klimaziel erreichen will. Im Weltcup wurde erstmals im. Der Plan hat zwei Teile. Darauf baue auch der Erfolg von «To Good To Go», die App aus Dänemark , die nicht verkaufte Lebensmittel von Geschäften an Konsumenten vermittelt.

Die meisten Emissionen entfallen auf die Lebensmittelherstellung Der vergleichsweise einfache Teil umfasst die Senkung jener Emissionen, auf die der Detailhändler direkt Einfluss nehmen kann. In beiden Fällen hatten sich die Hochdeutsch sprechenden Anruferinnen als Kantonspolizistinnen «Vanessa Schmid» und «Anna Schwarz» gemeldet. Das ist beispielsweise der Energieverbrauch der Filialen, der Logistikzentren oder der Transport. Diese betrieblichen Treibhausgasemissionen will Migros bis 2030 um zwei Drittel reduzieren. Das klingt nach viel – ist aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. (meg/sda) DANKE FÜR DIE ♥ Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren (Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen) 5 CHF. Denn am gesamten CO₂-Ausstoss der Gruppe ist der Anteil dieser Emissionen sehr gering.

Der weitaus grösste Teil entfällt auf die Herstellung der Lebensmittel und damit auf die Lieferanten. Dort fallen konzernweit über 90 Prozent der Emissionen an. Und sie sind schwierig zu reduzieren, weil die Migros hier nur bedingt Einfluss hat. Das Ziel für diesen Bereich fällt daher bescheidener aus: Bis 2030 sollen die Emissionen hier um 30 Prozent sinken. Die CO₂-Bilanz von einem Liter Milch Wie gross die Herausforderung ist, zeigen zwei Beispiele aus dem Lebensmittelregal.

Bei einem Liter Milch entfallen 88 Prozent des CO₂-Ausstosses auf die Herstellung. Dazu zählt beispielsweise der Betrieb des Bauernhofs, das Futter für die Kuh und der Treibhausgasausstoss, den sie verursacht. Verpackung und Transport machen nur 12 Prozent der Emissionen aus. Noch eindrücklicher ist die CO₂-Bilanz für eine Tafel Milchschoggi. Hier fallen 95 Prozent der Emissionen bei der Herstellung an.

Die Emissionen aus der Lebensmittelproduktion sind nicht einfach zu reduzieren. Um das Ziel zu erreichen, muss der Detailhändler seine Lieferanten von dem Vorhaben überzeugen. Um beim Beispiel Milch zu bleiben, könnten die Landwirte Futtermittelzusätze einsetzen, um den Methanausstoss zu senken, sie könnten ihre Kühle länger nutzen oder auf Wiesenmilch umstellen. Viele Lieferanten sitzen jedoch im Ausland. Auch auf sie will Migros Einfluss nehmen und engagiert sich beispielsweise für einen nachhaltigen Kakaoanbau in der Elfenbeinküste oder für einen klimaverträglichen Reisanbau in Thailand.

Bei Fleisch und Milch bleibt «netto null» wohl schwierig Für einige Lebensmittel scheint es aus heutiger Sicht jedoch unmöglich, ihren Treibhausgasausstoss gänzlich auf null zu setzen – etwa für Fleisch, Käse oder eben Milch. «Vielleicht muss man sich als Detailhändler hier das Geschäftsmodell anschauen und die Frage stellen: W ie .