Wirtschaft, Skandinavien

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Der klimafreundliche Öl-Staat – warum Norwegens Weg für Kritik sorgt

Drei Punkte zeigen, weshalb Norwegens Verhältnis zum Erdöl paradox ist

21.05.2020 20:00:00

Drei Punkte zeigen, weshalb Norwegens Verhältnis zum Erdöl paradox ist

Norwegen bohrt «umweltsicher» nach Öl und Gas im Ozean. Dieser Widerspruch gerät in Zeiten von Coronavirus und Klimawandel zunehmend unter Druck. Drei Punkte zeigen, wie der klimafreundliche Öl-Staat auf sein Paradox reagiert.

2-Exporteur der Welt. Das entspricht zehn Mal so viel CO2, wie im eigenen Land ausgestossen werden.Die Arktis taut, der Widerstand erhärtetMit der Klimastrategie 2030 soll ein klimaneutrales Norwegen entstehen, das gleichzeitig seine ökonomische Stellung auf dem Ölmarkt sichert: Ein politischer Balanceakt, der zunehmend ins Wanken gerät. Im Zuge der Klimabewegung formiert sich im In- und Ausland Widerstand gegen den wichtigsten Industriezweig des Landes.

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Greenpeacehat im April eine Klage am Obersten Gerichtshof Norwegens eingereicht, in der sie die Expansionspläne in der Arktis als verfassungswidrig einstufen.Ausgerechnet die Erderwärmung befeuert die Motivation der Ölkonzerne: Mit den steigenden Temperaturen schwindet das Eis in der Arktis und macht riesige Ölfelder für die Bohrung zugänglich.

Für das Jahr 2020 hat der norwegische Staat bereits 69 Lizenzen zur Ölsuche und -förderung verteilt.Er setzt somit auch langfristig auf fossile Brennstoffe, hofft auf ein zweites Ekofisk.Das norwegische ParadoxDie kommerzielle Erdölförderung wird von der Regierung als umweltsicher, erwünscht und notwendig bezeichnet. Man ist überzeugt, dass kein Land umweltschonender bohrt als Norwegen. Indem auf höchsten Umwelt- und Technologiestandards neue Ölfelder erschlossen werden, soll Norwegen ein Vorbild für andere Ölstaaten sein.

«Manche Menschen sagen, wir sollen die Ölförderung gänzlich stoppen, dem Klima zuliebe. Aber wir glauben, dass Johan Sverdrup das Paradebeispiel ist, weshalb wir nicht aufhören sollten.»Ölkonzern EquinorEquinorschreibt, das Ölfeld Johan Sverdrup sei «nicht nur gut für Investoren, sondern auch für das Klima». Dem Konzern zufolge setzt die moderne Erdöl-Förderung bis zu 90 Prozent weniger Emissionen frei als herkömmliche Bohrinseln. Zudem investiere der Staat in die Technologie, mit der CO

2im Meeresboden gespeichert werden kann.Der Umwelt zuliebe BohrenKlimazuliebe. Aber wir glauben, dass Johan Sverdrup das Paradebeispiel ist, weshalb wir nicht aufhören sollten», schreibt das Unternehmen. Gemäss dem Motto: Wenn Erdöl, dann «sauber» gefördertes aus Norwegen.

Das Engagement für den Klimaschutz auf der einen Seite und der Enthusiasmus über die Erschliessung neuer Ölfelder auf der anderen verdeutlichen das norwegische Paradox.Kritik kommt derweil nicht nur vom Klima- und Umweltschutz, auch aus dem

wissenschaftlichen Bereichbezeichnen einige die Energiepolitik des Landes als opportunistisch. Das Ölzeitalter fortzusetzen und in Krisen finanziell zu stützen, wird moralisch zur Herausforderung.Die norwegische Regierung ist sich ihres Paradoxes sehr wohl bewusst. Das Eröffnen neuer Ölfelder im Norden in Zeiten des Klimawandels ist

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aber nicht ein norwegisches oder regionales Paradox, sondern ein globales. Dementsprechend sei es keine norwegische Aufgabe, dieses Paradox zu lösen, sondern eine globale. Weiterlesen: watson News »

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