Der Hoffnungsträger

Der Hoffnungsträger

10.08.2020 19:07:00

Der Hoffnungsträger

Softwareprobleme haben die Auslieferung des vollelektrischen VW ID.3 verzögert. Jetzt soll er durchstarten und an die Erfolge von Käfer und Golf anknüpfen.

Er fährt sich gutAbgesehen davon weist die Software noch andere Mängel auf. So findet man zum Beispiel im Menü den Tagesdurchschnittsverbrauch an einem Ort, wenn man den Wert auf null zurücksetzen will, muss man hingegen anderswo suchen. Und der gewählte Fahrmodus – Normal, Eco, Sport oder Individual – wird einem nirgends auf einem der beiden Displays angezeigt. Das mögen Kinderkrankheiten sein, sie zeigen aber auch, unter welchem Druck VW steht, den ID.3 endlich auf den Markt zu bringen. Immerhin: Weitere Updates sollen dann jeweils «over the air» erfolgen.

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Laden leicht(er) gemachtWer der Elektromobilität skeptisch gegenübersteht, übt unter anderem in der Regel auch Kritik am mühsamen und langen Laden der Batterie. VW will nun den Ladevorgang möglichst einfach und komfortabel gestalten. So sind alle sechs schon bestellbaren ID.3-Modelle mit einer Schnellladefunktion ausgerüstet. Dann bietet VW einen ID-Charger an, den man zu Hause installieren kann. Die Wallbox gibt es in drei Versionen mit unterschiedlichen Ladeleistungen zum Einführungspreis ab 499 Franken und kann entweder online oder beim Händler gekauft werden. Für unterwegs erhalten ID.3-Kunden über We Charge digitalen Zugang zu mehr als 150’000 Ladestationen in ganz Europa. Damit lassen sich Routen unter Berücksichtigung des Ladenetzes planen, und man kann sich zu freien Stationen navigieren lassen, auch zu den Ionity-Schnellladesäulen. Zudem profitiert man als ID.3-Fahrer in den ersten drei Jahren von einem Vorzugstarif. In der Schweiz stehen rund 6000 Ladestandorte zur Verfügung, an rund 350 davon ist schnelles Laden über das Combined-Charging-System möglich. Hier kann die Batterie für 55 Rappen pro Kilowattstunde mit bis zu 125 kW aufgeladen werden. Für Vielfahrer gibt es das Tarifmodell «We Charge Plus» mit einer monatlichen Grundgebühr von weniger als 10 Franken und einem Strompreis von 30 Rappen pro Kilowattstunde. Die Authentifizierung erfolgt mit der We-Charge-Karte oder in Zukunft über Plug & Charge: Da wird das Elektroauto von der Ladesäule erkannt, wenn man es anschliesst. (mbm)

Der erste VW, den es nur mit E-Antrieb gibt, fährt sich trotzdem gut und hat durchaus das Zeug, die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Durch die komplett neue Plattform hat der ID.3 kurze Überhänge und dadurch viel Platz im Innenraum. Mit dem Käfer verbindet den ID.3 der Heckantrieb und die geschlossene Front, da es keinen Kühlergrill mehr braucht. Ob die moderne Interpretation des Käfers den gleichen Kultstatus erreichen wird, ist zu bezweifeln. Um Gewicht zu sparen, bestehen die Türen aus Aluminium und die Heckklappe aus Kunststoff. Ein leichtes Auto ist der ID.3 wegen der Batterien trotzdem nicht, wiegt er doch mindestens rund 1700 Kilogramm.

Drei ReichweitenVerbaut ist in allen Versionen der gleiche Elektromotor, für unterschiedliche Reichweiten sorgt die Batteriegrösse. Anfänglich sind fünf vorkonfigurierte Versionen zu haben, die auf dem Modell ID.3 Pro Performance mit einer 58-kWh-Batterie basieren und über 150 kW (204 PS) Leistung verfügen. Dank dem maximalen Drehmoment von 310 Newtonmetern ist Tempo 60 aus dem Stand in 3,4 Sekunden erreicht, bis 100 km/h dauert es etwa 8 Sekunden. 1976 liessen sich solche Werte nicht einmal mit dem ersten Golf GTI erreichen: Damals brauchte der schnellste VW über 9 Sekunden von 0 auf Tempo 100.

Eine maximale Reichweite von 420 Kilometern gibt VW für die ersten ID.3 an, was ein ordentlicher Wert ist. Versionen mit kleineren (45 kWh) und grösseren (77 kWh) Batterien werden erst 2021 ausgeliefert. Mit ihnen kommt man maximal 330 beziehungsweise 550 Kilometer weit. Weiter ist man auch mit einem Ur-Golf nicht gefahren. Vom Käfer ganz zu schweigen.

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