Royalalberthall, London Royal Albert Hall Proms Queen Jubiläum Halle

Royalalberthall, London Royal Albert Hall Proms Queen Jubiläum Halle

«Dein Zimmer wird bereit sein»: 150 Jahre Royal Albert Hall

Die berühmteste Allzweckhalle der Welt hat eine bewegte Geschichte. Heuer wird sie 150 Jahre alt.

13.05.2021 21:00:00

Die berühmteste Allzweckhalle der Welt wird 150 Jahre alt: In der RoyalAlbertHall fanden schon Bond-Premieren und Boxkämpfe statt. Und George II. zwang einst alle zum Aufstehen – unfreiwillig. Ein Beitrag von NZZfeuilleton.

Die berühmteste Allzweckhalle der Welt hat eine bewegte Geschichte. Heuer wird sie 150 Jahre alt.

TeilenRömische Amphitheater standen Pate: Wenn gerade keine Pandemie herrscht, bietet die Royal Albert Hall in London bis zu 6000 Menschen Platz.Chris Christodoulou /Royal Albert HallIm Fernsehen wirkt sie majestätisch, aber vor Ort sieht man die Abnutzungsspuren, und das ist gut so: Die Royal Albert Hall ist ein lebendiger Auftrittsort und kein Tempel. In den Jahren vor der Pandemie wurde sie pausenlos bespielt, mit rund 400 Veranstaltungen pro Jahr: Matineen, Abendvorstellungen, klassische Musik, Filmpremieren, Pop-Konzerte, Lesungen. Die meisten Besucher vor Ort und Fernsehzuschauer in aller Welt kennen die Royal Albert Hall freilich vor allem als Austragungsort der Proms, der jeweils zweimonatigen sommerlichen Konzertreihe in London. Dabei ist sie in Wirklichkeit die berühmteste Allzweckhalle der Welt, und das seit nunmehr 150 Jahren.

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Obwohl sie im ersten Jahr ihrer Existenz nur 36 Veranstaltungen erlebte, kristallisierte sich die Royal Albert Hall schnell als ein Ort heraus, an dem alles Mögliche stattfinden – und passieren – konnte. Der gewaltige Bau am Rand des Hyde-Parks sah Premieren von Bond-Filmen und diente als Kulisse von Alfred Hitchcocks «The Man Who Knew Too Much» (1956). Er erlebte Boxkämpfe, Sumo-Ringer, Konzerte von Bob Dylan und Jimi Hendrix, politische Versammlungen der Suffragetten und 85 Auftritte von James Last mit seinem Orchester, der angeblich so oft wie niemand sonst an diesem Ort spielte.

Pink Floyd feuerten 1968 während des Liedes «A Saucerful of Secrets» zwei Böllerschüsse ab und erhielten Hausverbot. Don Preston von Frank Zappas Band Mothers of Invention traktierte 1967 die «mighty and majestic» Orgel mit ihren 9999 Pfeifen, die bei der Eröffnung der Royal Albert Hall als grösste ihrer Art galt. Und Jimmy Page von Led Zeppelin adelte den Ort gar zum «Heiligen Gral für Musiker». headtopics.com

Ein römisches AmphitheaterKeine Geschichte der Royal Albert Hall wäre indes vollständig ohne den Hinweis, dass sie auch der Ort der ersten Messe von Science-Fiction-Fans avant la lettre war: Im März 1891 wurde das Gebäude im Stil der unterirdischen Stadt des Romans «Vril: The Power of the Coming Race» von Edward Bulwer-Lytton dekoriert, und viele Besucher erschienen auf dem «Vril-Bazaar» als geflügelte Wesen aus der im Buch beschriebenen Phantasiewelt. Offenkundig waren die angeblich so zugeknöpften Viktorianer weit exzentrischer als ihr Ruf.

Der riesige Kuppelbau mit seinen rund 6000 Plätzen ist bis heute eines der bekanntesten Bauwerke Londons und gehört so unverbrüchlich zur Stadt wie die Tower Bridge und der Buckingham Palace. Die Royal Albert Hall, deren Aussenmauer ein aufwendiger Fries aus Mosaiken ziert, entstand in Anlehnung an ein römisches Amphitheater. Entworfen wurde das Gebäude von zwei Männern, deren Stärke im Ingenieurwesen lag: Francis Fowke und Henry Young Darracott Scott.

Schallsegel an der Decke der Royal Albert Hall sollen auch Kammerkonzerte möglich machen. Die Akustik des riesigen Saals gilt allerdings wegen der langen Nachhallzeit als heikel.Paul Sanders / Royal Albert HallBei der Planung des Gebäudes ging es allerdings weniger um seine gelegentlich umstrittene architektonische Schönheit als um seine Funktionalität. Sie hat sich im Lauf seiner fast pausenlosen Nutzung über 150 Jahre hinweg bewährt, auch deshalb, weil die vielen übereinander gestaffelten Balkone den Zuschauern trotz der Grösse der Halle ermöglichen, dem Geschehen auch auf den billigen Plätzen vergleichsweise nah zu sein.

Unter königlicher ProtektionDie Royal Albert Hall war auf Anregung des Gatten von Königin Victoria entstanden, zu dessen Anliegen das gesamte, nach ihm «Albertopolis» benannte Museumsquartier von South Kensington gehörte. Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha starb 1861, die Grundsteinlegung der Royal Albert Hall 1867 erfolgte in Gegenwart seiner immer noch in Schwarz gekleideten Witwe. headtopics.com

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Die Eröffnung im Jahr 1871 kam ohne den «schwerfälligen Pomp aus, der solchen Spektakeln normalerweise zu eigen ist», wie ein Reporter des «Guardian» damals befriedigt feststellte. «Es war grossartig, besass aber den Vorzug der Einfachheit.» Als die Königin die Royal Albert Hall eröffnete, sei ihre Stimme klar im ganzen Gebäude zu vernehmen gewesen, berichtete er. Das «hervorragend trainierte Orchester» schloss die Einweihung mit der Ouvertüre zu Rossinis «La gazza ladra».

Queen Victoria hatte regen Anteil an der Entstehung des Gebäudes genommen und sogar mehrere akustische Proben besucht. «Eine Dame sang, ein Violinist spielte, sie prüften die Klangwirkung, die erstaunlich gut war. Es ist wirklich ein herrliches Gebäude, und ich hoffe und glaube, dass es sich auszahlen wird», notierte die Königin stolz in ihrem Tagebuch. In Wahrheit verursachte die Akustik von Anfang an Probleme, und die Arbeit an ihrer Verbesserung blieb ein ewiges «work in progress». Das berüchtigte Echo in der Halle war durch ihre Form und ihre schiere Grösse von 7000 Quadratmetern bei einer Höhe von rund 40 Metern bedingt.

Einer der wenigen Säle, die es mit der sogenannten «Sinfonie der Tausend» aufnehmen können: Sir Simon Rattle mit dem Schluss der 8. Sinfonie von Gustav Mahler in der Royal Albert Hall.YoutubeEinige Monate nach der Einweihung war die Königin wieder vor Ort und hörte ein Werk, das zu den traditionellen Standards der Royal Albert Hall werden sollte, Händels «The Messiah», in diesem Fall von Charles Gounod dirigiert. Von 1878 bis zum heutigen Tag wird dieses Stück an jedem Karfreitag gespielt, und jedes Mal singt die Royal Choral Society. Auch in der Weihnachtszeit wird es unter dem Titel «Messiah from Scratch» noch einmal aufgeführt, mit einem riesigen Laienchor aus 3500 Sängern, dies allerdings erst seit 1974.

Eine weitere ungebrochene Tradition: Beim «Halleluja» stehen alle im Saal auf. Nicht etwa aus purer Ehrfurcht und Ergriffenheit (das manchmal auch), sondern weil King George II., der das Oratorium in der Mitte des 18. Jahrhunderts in London hörte, sich an dieser Stelle begeistert erhoben hatte, was alle anderen Anwesenden der Etikette halber dazu veranlasste, es ihm gleichzutun. So zumindest die Legende. headtopics.com

«For Friends Only»In der Corona-Pandemie musste die Royal Albert Hall schliessen – wie letztmals im Zweiten Weltkrieg. Mehr als 400 Veranstaltungen wurden abgesagt, der Einnahmeverlust beträgt laut der Stiftung Royal Albert Hall Trust über 34 Millionen Pfund. Immerhin herrschte auch während der Schliessungszeit keine Ruhe in der Halle. Derzeit entsteht nämlich unter dem Gebäude ein zweistöckiges Basement, das unter anderem den Platz im Hinterbühnenbereich erweitern soll.

Wenn die Inzidenzen in London weiterhin sinken, dürfen die Konzerthäuser ab Mitte Mai wieder öffnen. Unterdessen wirbt auf der Website der Royal Albert Hall Mick Jagger für die Wiederkehr der Besucher mit einem Videoclip, der Höhepunkte der vergangenen Jahrzehnte zeigt. Dazu zitiert Sir Mick aus einem Gedicht von Wystan H. Auden mit dem Titel «For Friends Only»: «Dein Zimmer wird bereit sein.»

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feuilleton 'Wird' Die Royal Albert Hall hat bereits am 29.03.2021 ihr 150. Eröffnungsjubiläum gefeiert. RAH150 – Tweet und Vorspann sprechen nicht gerade für die Aktualität der NZZ.

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