«Das Virus ist eine Gefahr für die Welt»

In China grassiert die Schweinepest – ein bedrohliches Szenario für die ganze Welt.

14.5.2019

In China grassiert die Schweinepest – ein bedrohliches Szenario für die ganze Welt.

Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest breitet sich rasant in China aus – in Europa hingegen ist er bislang selten. Warum ist das Virus in Asien so schwer zu bekämpfen?

Bereits im Jahr zuvor hatte der Forscher vor einem solchen Ausbruch gewarnt. Mehr als eine Million Schweine wurden seither in China getötet, um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern, deren Erreger für den Menschen harmlos ist. Bislang vergeblich. Jede Woche meldet das Land mit der global grössten Schweinefleischproduktion neue Fälle.

Die Fachtierärztin für Virologie war erst kürzlich in China, um Bauern und Tierärzte im Umgang mit dem Erreger zu schulen. Als wichtigsten Verbreitungsweg des Virus hat sie die Verfütterung von Blutprodukten und Speiseabfällen ausgemacht.

Eigentlich wird die Seuche, die erstmals 1921 in Kenia von Tierärzten beschrieben wurde, durch Zeckenstiche zwischen Schweinen übertragen. Das Blut eines infizierten Schweines birgt massenhaft Viren. Fleisch, Kot und Urin sind hingegen weitaus geringer belastet. Wegen der ­hohen Viruslast im Blut sind die daraus hergestellten Futterzusätze auch dann gefährlich, wenn die Viren einen anderen Weg in den Körper ihres nächsten Opfers nehmen als den, auf den sie eigentlich spezialisiert sind – über das Maul und den oberen Verdauungstrakt statt von Blutbahn zu Blutbahn durch Zeckentransfer. In einem Experiment konnten amerikanische Forscher vor einiger Zeit zeigen, dass man 140'000 Mal so viele Erreger braucht, um ein Schwein über den oralen Übertragungsweg zu infizieren, wie über den Blutweg, zum Beispiel per Injektion unter die Haut oder in die Blutbahn.

Die massive Ausbreitung des Erregers ist also eindeutig durch den Menschen beeinflusst. Die Wildschweine, die seit Monaten in Deutschland verschärft bejagt werden, um den Sprung des Erregers aus den Nachbarstaaten Belgien und Polen zu verhindern, in denen ASP bereits nachgewiesen wurde, sind demnach meist unschuldige Opfer. Wie sollte auch eine Zecke, die Blut von einem infizierten Wildschwein gesogen hat, in einen Schweinestall eines Mastbetriebes gelangen?

Weiterlesen: Tages-Anzeiger
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