Das Tabakland Schweiz – die letzte Bastion der Qualmer droht in Rauch aufzugehen

Das Tabakland Schweiz – die letzte Bastion der Qualmer droht in Rauch aufzugehen.

Abstimmungen 2022, Tabakwerbeverbot

23.01.2022 14:08:00

Das Tabakland Schweiz – die letzte Bastion der Qualmer droht in Rauch aufzugehen.

Die Initiative für ein Tabakwerbeverbot will der Zigaretten-PR in der Schweiz den Garaus machen. Doch die Tabaklobby wehrt sich mit Händen und Füssen.

watson hat sich für diese Analyse die Verbindungen der Tabakindustrie zur Schweizer Politik etwas genauer angesehen. Dabei stellte sich heraus, dass mindestens 41 Parlamentarier und Parlamentarierinnen direkte oder indirekte Verbindungen zur Tabakindustrie haben, wie folgende Infografik aufzeigt:

SVPzur Verfügung gestelltDie Tabakindustrie hat es noch auf weiteren Wegen geschafft, sich Einfluss im Parlament zu verschaffen (siehe Infografik). Die Liste dürfte indes unvollständig sein, denn die Beziehungen von Parlamentariern und Lobbyisten sind nicht immer transparent.

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Watson sollte sich auf seine Kernkompetenz lustige Katzenbilder konzentrieren statt solche pseudoinvestigativen Kampagnen zu fahren.

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Leitartikel zu Bankenskandalen – Wenn Vincenz freigesprochen wird, wird die Schweiz international zum GespöttAm Dienstag beginnt der Prozess gegen Pierin Vincenz. Nicht nur für den ehemaligen Raiffeisen-Chef steht viel auf dem Spiel - auch für die Schweiz geht es um mehr als nur ein Urteil. (Abo) gut, kann der Tagi auf andere zeigen, damit man umso mehr vom eigenen Fehlverhalten, das -jedenfalls- nicht aufgearbeitet wird, in der Nazizeit ablenken! ChrMoergeli SVPch _Der Rutishauser glaubt wiedermal über der Justiz zu stehen Ethik ? Rechtssprechung ? Alles alte Hüte seit nunmehr zwei Jahren.

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von Lorenz Honegger / ch media In Bern stinkt es nach Rauch Die Expo-Affäre steht stellvertretend für eine Schweizer Politik, die unter starken Einfluss der Tabakindustrie steht. Dass die Verbandelung von Philip Morris und Co. zur Politik hingegen so öffentlichkeitswirksam zutage tritt, ist eher selten. Die Tabaklobby besteht aus einem undurchsichtigen Netzwerk an Allianzen, Organisationen und Lobbyisten. watson hat sich für diese Analyse die Verbindungen der Tabakindustrie zur Schweizer Politik etwas genauer angesehen. Dabei stellte sich heraus, dass mindestens 41 Parlamentarier und Parlamentarierinnen direkte oder indirekte Verbindungen zur Tabakindustrie haben, wie folgende Infografik aufzeigt: Bild: watson data/lea Im Mittelpunkt steht die «Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik» (AWMP). Die AWMP wendet sich gegen neue Eingriffe in die freie Marktwirtschaft durch eine noch höhere Regulierungsdichte. Sie ist 2007 unter der Federführung des Schweizerischen Gewerbeverbands entstanden. Sie wird von der SVP und der Mitte unterstützt. Mitte-Nationalrat Alois Gmür ist offiziell Mitglied. Partnerorganisation der AWMP ist unter anderem «Swiss Cigarette». Der Verein wurde von den drei grossen Tabakmultis Japan International Tobacco, British American Tobacco und Philip Morris gegründet. FDP-Nationalrat Philippe Nantermod hat eine seiner zwei Lobbyisten-Zutrittskarten Martin Kuonen, Geschäftsführer von «Swiss Cigarette», zur Verfügung gestellt . Der Verein ist zudem Mitglied von Economiesuisse, dem Schweizer Wirtschaftsdachverband. Auch beim Schweizer Arbeitgeberverband ist «Swiss Cigarette» Mitglied. Die AWMP ist ihrerseits sogar Partnerorganisation beider Wirtschaftsverbände, welche grossen Einfluss im Parlament haben. Die Tabakindustrie hat es noch auf weiteren Wegen geschafft, sich Einfluss im Parlament zu verschaffen (siehe Infografik). Die Liste dürfte indes unvollständig sein, denn die Beziehungen von Parlamentariern und Lobbyisten sind nicht immer transparent. So tarnen akkreditierte Personen mit Zutritt zum Parlament ihr Kernmandat oft , indem zum Beispiel einfach eine PR-Agentur angegeben wird. Mitte-Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel sagte dem Westschweizer Fernsehen RTS 2018: «Es gibt eine Tabaklobby im Schweizer Parlament. Zwar nicht offiziell, aber bestens vertreten durch den Schweizerischen Gewerbeverband.» Die Reportage von RTS: RTS hat in einer Reportage 2018 aufgezeigt, wie Parlamentarier selbst als Lobbyisten agieren – «Achtung, dieses Parlament kann Ihrer Gesundheit schaden». Video: YouTube/Temps Présent Ein Blick ins Ausland schafft Klarheit Mit dieser Ausgangslage ist klar, wieso es Verschärfungen der Tabakpolitik schwer haben in der Schweiz. Ein erster Entwurf des kürzlich verabschiedeten Tabakproduktgesetz wurde 2015 vom Parlament zurückgewiesen. Er hätte den Mindestanforderungen der WHO-Konvention entsprochen. Das Gesetz wurde daraufhin überarbeitet und stark verwässert – und am 21. Oktober 2021 dann vom Parlament gebilligt. Seit Jahren schon wiederholt sich dieses Szenario, und jeder Versuch, das Schweizer Recht mit der WHO-Konvention in Einklang zu bringen, stösst auf eine gemeinsame Front von Parlamentarierinnen, die sich auf die Seite der Tabakunternehmen stellen. Die Tabakwerbeverbots-Initiative könnte diesen Bann nun durchbrechen. Parlament und Bundesrat lehnen sie zwar ab, aber das letzte Wort hat das Volk. Die Gegner wollen dies natürlich verhindern. Dafür wird das bewährte Schreckgespenst Liberalismus-Bedrohung gesetzt. Das Nein-Komitee behauptet, dass ein Werbeverbot