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«Das schlechte Image ist auch unsere eigene Schuld»: Der neue Glencore-CEO im Interview

«Das schlechte Image ist auch unsere eigene Schuld»: Der neue Glencore-CEO im Interview.

25.09.2021 12:24:00

«Das schlechte Image ist auch unsere eigene Schuld»: Der neue Glencore-CEO im Interview.

Gary Nagle hat eine Herkulesaufgabe vor sich: Er will den Zuger Rohstoffhändler zu einem grünen und profitablen Unternehmen umbauen sowie den Ruf der Firma verbessern.

.Dabei steckt in so vielen Dingen, die wir täglich berühren, ein Produkt aus einer Mine drin. Das Smartphone enthält Kupfer und Kobalt, die Türklinke besteht aus Chromstahl, Autos sind voll von Mineralien und Metallen, die wir produzieren. Aber die Leute verbinden das nicht mit Glencore. Das wollen wir stärker bewerben. Wir wollen das Bewusstsein dafür fördern, dass das, was wir tun, unverzichtbar ist für das alltägliche Leben, und wir wollen aufzeigen, dass wir auf eine verantwortungsvolle und ethische Weise unsere Tätigkeiten ausüben.

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Für das schlechte Bild von Glencore sind auch die vielen Klagen verantwortlich, die Sie von Ihrem Vorgänger geerbt haben. Wann werden Sie diese vom Tisch haben?Das liegt in den Händen der Behörden. Es ist für mich nicht möglich zu sagen, wie lange es noch dauern wird. Wir kooperieren mit den verschiedenen Behörden. Das Ziel ist eine möglichst schnelle Lösung dieser rechtlichen Fragen. Wir wollen einen Schlussstrich ziehen, damit wir sagen können: ‘Was auch immer gefunden wurde, es ist vorbei und wird sich nicht wiederholen‘.

Glencore steht oft in der Kritik von Nichtregierungsorganisationen, NGOs. Wie werden Sie mit Ihnen zusammenarbeiten?NGOs sind eine wichtige Anspruchsgruppe für uns. Ihre Rolle in der Gesellschaft ist zentral. Sie helfen, Transparenz herzustellen und lösen eine gute Debatte aus. Wir wollen einzig, dass sie beide Seiten der Medaille sehen. Deshalb versuchen wir, gut mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir versorgen sie mit Informationen, so dass sie alle Fakten haben. headtopics.com

Glencore hat kurz vor derKonzernverantwortungsinitiativegegen eine NGO geklagt. Die Klage dann aber wieder zurückgezogen. Sind die Debatten aus Ihrer Sicht immer fair?Meistens sind sie fair. Oft nehmen sie aber nicht alle Inputs oder Fakten in ihren Berichten auf. Aber das müssen wir akzeptieren. Wir werden weiter versuchen, offen und transparent zu informieren. Das ist der beste Weg. Das wollen wir mit allen Anspruchsgruppen wie den Medien oder der Politik so handhaben.

Sind Sie in Kontakt mit der lokalen Politik?Ja, auf jeden Fall. Für mich waren es vor allem Kennenlerntreffen. Es ist wichtig, dass es diese Beziehung gibt. Es sollen alle wissen, dass sie bei Fragen zu mir kommen können. Es ist wichtig, dass wir das tun. Wir sind eine grosse Schweizer Firma mit sehr vielen Mitarbeitenden.

Lernen Sie deutsch?Mein Deutsch ist noch nicht sehr gut. (Wieder englisch) Dank des Afrikaans kann ich das «ch» sehr gut. Ich werde sicherlich Deutschunterricht nehmen. Diese ersten Monate waren aber sehr voll. Sobald ich etwas Zeit finde, werde ich damit beginnen. Ich will nicht in einer Blase leben. Ich mag das Land und die Leute sehr. Es ist wunderbar hier. Die Sprache ist der beste Weg, sich zu integrieren.

Was machen Sie in der Freizeit?Unter der Woche bin ich ziemlich ausgebucht, aber am Wochenende unternehme ich Velotouren mit meinen drei Jungs, wir wandern den Zugerberg hinauf oder wir gehen an den See.Wie gehen Sie mit Diversität um?Für mich ist Diversität nicht nur ein Schlagwort. Es geht dabei nicht nur um eine Prozentzahl im Geschäftsbericht. Je diverser man als Unternehmen ist, desto mehr unterschiedliche Menschen arbeiten zusammen, desto unterschiedlicher sind Lösungsvorschläge, desto innovativer sind Produkte. Es geht aber nicht nur ums Geschlecht, sondern auch um Herkunft, sexuelle Orientierung, headtopics.com

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. Wir haben verschiedene Programme, um als Unternehmen diverser zu werden. Und das betrifft nicht nur unseren Hauptsitz hier in Baar. Es betrifft auch unsere industriellen Standorte.In der Chefetage ist die Diversität aber noch nicht angekommen.Doch. Unsere Zinkanlagen werden mit einer Frau co-geleitet und die Nachhaltigkeitssparte wird von Anna Krutikov geführt. Sie rapportiert direkt an mich. Lucy Roberts leitet den Bereich Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit, Umwelt und Gemeinwesen und rapportiert an Peter Freyberg, unserem Head of Industrial Assest. Das heisst aber nicht, dass wir keine Luft nach oben haben. Wir wollen noch mehr Frauen in Führungspositionen. Und zwar nicht der Anzahl wegen, sondern, weil ein diverses Unternehmen ein erfolgreiches Unternehmen ist.

Schweizer sucht man in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ebenfalls vergebens.Das stimmt nicht. Robin Scheiner ist Schweizer. Er ist in der Geschäftsleitung und zuständig für das Marketing für Aluminium/Aluminiumoxid. Wir haben generell viele Schweizerinnen und Schweizer im Unternehmen, oder Leute, die seit vielen Jahren in der Schweiz leben. Sie bilden den Grossteil unserer Mitarbeitenden hier in Baar. Aber als internationale Firma heisst Diversität schlussendlich auch eine Vielzahl an Nationalitäten.

Wenn Sie eines Tages zurücktreten, glauben Sie, die Schweiz wird ein besseres Bild von Glencore haben als heute?Ich hoffe es. Aber Hoffnung allein reicht nicht. Ich werde hart dafür arbeiten müssen. Ich hoffe, dass die Menschen mit der Zeit Glencore, unsere Branche und die Bedeutung unserer Rohstoffe im täglichen

besser verstehen werden und sehen, dass wir ein verantwortungsvolles und ethisches Unternehmen sind. Das ist mein Job. (aargauerzeitung.ch)DANKE FÜR DIE ♥Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?Mehr erfahren(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen) headtopics.com

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