Das gab es noch nie am Zürcher Opernhaus

Eine Frau inszeniert, eine Frau dirigiert – das gab es in Zürich noch nie.

5/15/2019
NoAds

Eine Frau inszeniert, eine Frau dirigiert – das gab es in Zürich noch nie.

Opern-Dirigentinnen und -Regisseurinnen sind noch in der Minderzahl. Aber sie werden mehr. In Zürich proben derzeit Emmanuelle Haïm und Jetske Mijnssen für eine Rameau-Oper.

Aber da sitzen sie nun, die 48-jährige niederländische Regisseurin Jetske Mijnssen und die 57-jährige französische Dirigentin Emmanuelle Haïm, und winken ab. Müssen wir tatsächlich über Frauenfragen reden? «Im Alltag spielt es keine Rolle, dass wir Frauen sind», sagt Haïm, «wir müssen einfach gut sein.» Und Mijnssen schiebt nach, dass sie nie benachteiligt worden sei, «wirklich nicht». Viel lieber würden sie deshalb über das Stück reden, über die grandiose Barockoper «Hippolyte et Aricie» von Jean-Philippe Rameau. Oder über die Arbeit mit dem Ensemble. Oder...

Andere geben in solchen Momenten auf. Auch das erzählt Andreas Homoki: «Es gibt viele junge, clevere Frauen, die einen guten Start haben – und sich zurückziehen, wenn sie Kinder bekommen.» Das ist in der

«Ich engagiere Frauen genauso selbstverständlich, wie ich Männer engagiere.»

Ist das so, Andreas Homoki? Schon, sagt er, «es wird an Opernkonferenzen viel über Frauenförderung diskutiert.» Für ihn sei das Geschlecht allerdings kein Kriterium: «Ich engagiere Frauen genauso selbstverständlich, wie ich Männer engagiere. Wenn es passt, freue ich mich. Aber wenn ich keine geeigneten finde, dann ist das so.»

Zurück in den Spiegelsaal. Dort sind Jetske Mijnssen und Emmanuelle Haïm inzwischen doch bei Rameau angelangt, genauer: bei der Figur der Phèdre. Sie ist die Gattin des Theseus, verliebt sich aber in ihren Stiefsohn Hippo­lyte, der seinerseits Aricie liebt. Vielen gelte sie als schwierige Figur, sagt Mijnssen, «aber ich mag sie so sehr für ihr Problem! Sie ist nicht alt, ihr Mann ist ständig weg und hat andere Frauen, und da ist dieser schöne Stiefsohn...»

Aber das ist Zukunftsmusik, die letzte Frage gilt der Gegenwart: Haben Frauen es heute noch schwerer im Opernbetrieb als Männer? Nein, sagen Jetske Mijnssen und Emmanuelle Haïm. Ja, sagt Andreas Homoki.

Weiterlesen: Tages-Anzeiger

..dänn isch höchsti Zyt

Zürich spritzt, wie Zürich bebtAm Mittwoch wird das Aquaretum vor dem Hafen Enge eingeweiht. Wir waren zu Gast bei der exklusiven Vorpremiere des neuen Wasserballetts.

So sieht das neue Koch-Areal in Zürich ausDer Architekturwettbewerb für das berühmt-berüchtigte Grundstück im Kreis 9 ist abgeschlossen. Die Stadt bekommt ein neues Hochhaus – und eine Zirkushalle.

Frühe Sprachbildung: Wie das in Zürich mit Filmen gelingen sollMit 25 alltagsnahen Online-Clips sollen Eltern, Bezugspersonen und Fachleute in Zürich lernen, wie unter Vierjährige Sprache erwerben und wie man ihnen dabei helfen kann. Hauptsache, reden, lautet die Devise – in welcher Sprache, ist zweitrangig.

Vermutlich zum letzten MalDer in Newcastel aufgewachsene Musiker ist bekannt für sein Fingerpicking und sein gefühlvolles Spiel.

Steuerstreit: Muss ein Unternehmer ein Luxusauto besitzen?Eine Treuhänderin hat sich für über 200 000 Franken ein Auto gekauft. Der Kanton korrigierte die Steuerrechnung der Frau deshalb nach oben. Die Frau wollte aber nicht mehr bezahlen und wehrte sich juristisch gegen die höhere Rechnung. Das Zürcher Verwaltungsgericht hat die Beschwerde aber abgewiesen. j_wedl zuerich Mal eine vernünftige Sichtweise unserer Judikative ☝️. j_wedl zuerich Salomonischer Urteil- Wir sind schliesslich nicht in Moskau!.

Stadion Zürich: Sorge wegen einer erneuten AbstimmungNicht Rekurse, sondern die Misserfolge von GC und FCZ sowie ein erneuter Urnengang könnte das neue Fussballstadion in Zürich gefährden. Ein Bericht von Blitzsche NZZzuerich. Blitzsche zuerich Ist halt so: Wenn ein Projekt schon in Schieflage geboren wird, kann man sich nicht wundern, wenn es irgendwann umfällt. 'Baukultur Zürich' lässt grüssen. Blitzsche zuerich 🤣🤥🤥🤥🤥🤥💨💨💨💨

Drohne aus Zürich spürt wilde Tiere in Australien aufIn Rekordtempo haben ehemalige ETH-Studenten eine eigene Drohne entwickelt. Ihr Flugobjekt wird heute für Wildtierzählungen und Vermessungen eingesetzt.

«Ich hatte so etwas in meiner medizinischen Karriere noch nie erlebt.»Das Herzzentrum des Zürcher Kinderspitals schneidet im Vergleich zu anderen Spitälern schlecht ab: Kinder mit einem bestimmten Herzfehler sterben laut einer Studie doppelt so oft. Heftige Konflikte im Spitall sollen laut Insidern die Qualität der Behandlung beeinflussen.

Zweiter ETH-Professorin droht EntlassungEine Professorin sprach in einem Interview über Führungsmängel an der Hochschule. Nun bangt sie um ihre Zukunft.

Kanton Zürich: Microdosing mit LSD und Ritalin an HochschulenStudentinnen und Studenten stehen unter hohem Leistungsdruck. Präsenzzeiten und Prüfungen zwingen sie dazu, geistig stets wach zu sein; erst recht, wenn sie nebenbei noch arbeiten. Das beliebteste Aufputschmittel ist Kaffee – aber auch mit illegalen Substanzen wird experimentiert.

Nach Angriff auf Journalisten jetzt Farbanschlag auf die «Weltwoche»Nach Angriff auf Journalisten jetzt Farbanschlag auf die «Weltwoche»-Redaktion in Zürich. Die Antifaschisten sind die wahren Faschisten....

Schreibe Kommentar

Thank you for your comment.
Please try again later.

Neuesten Nachrichten

Nachrichten

15 Mai 2019, Mittwoch Nachrichten

Vorherige nachrichten

«Der Uber-Fahrer rastete komplett aus»

Nächste nachrichten

«Die Simpsons» haben schon wieder etwas korrekt vorausgesagt
«Der Uber-Fahrer rastete komplett aus» «Die Simpsons» haben schon wieder etwas korrekt vorausgesagt