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Das Coronavirus drückt auf Chinas Dynamik | NZZ

Wuhan ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Die Folgen der Krise für die Konjunktur könnten aber weit über die Millionenmetropole hinausgehen.

24.1.2020

Wuhan ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Die Folgen des Coronavirus für die Konjunktur könnten aber weit über die Millionenmetropole hinausgehen. Von kamp66 und settemic nzzwirtschaft.

Wuhan ist ein bedeutendes Wirtschaft szentrum und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Die Folgen der Krise für die Konjunktur könnten aber weit über die Millionenmetropole hinausgehen.

Drucken Teilen Auf einem Parkplatz in Wuhan stehen Neufahrzeuge der Hersteller Dongfeng, Peugeot, Citroën und Honda (Bild aus dem Jahr 2015). Shepherd Zhou / EPA Der Wuhan Greenland Tower ist ein fast 500 Meter hoher, spitz zulaufender Wolkenkratzer am Ufer des Jangtse-Flusses, der die 11 Millionen Einwohner zählende Metropole durchschneidet. Im Laufe des Jahres soll der Wolkenkratzer fertiggestellt werden. Hauptlieferant für die Aufzüge und Fahrtreppen ist der Schindler-Konzern. Seine Fertigungsstätten in China betreibt Schindler in Jiading in der Nähe von Schanghai, weit weg von Wuhan. Besuche der Schindler-Mitarbeiter aus Jiading auf der Baustelle im zentralchinesischen Wuhan dürften zurzeit schwierig sein. Das Unternehmen aus Ebikon empfiehlt seinen Mitarbeitern in China, nicht nötige Geschäftsreisen nach Wuhan zu unterlassen. Grund: die durch ein Virus ausgelöste Lungenkrankheit, die ihren Ursprung in Wuhan hat. Man beobachte die Situation weiter, heisst es in einer Mitteilung von Schindler. Die Firma hat in Wuhan ausserdem ein kleines Team aus Technikern und Servicemitarbeitern stationiert. Zurzeit ruht in China wegen des Neujahrsfests fast überall der Betrieb. Doch bei vielen Firmen ist unklar, wie es nach der nun anstehenden Ferienwoche weitergeht, vor allem bei den Unternehmen mit Aktivitäten in Wuhan. Und das sind nicht wenige. Der Bierbrauer Budweiser etwa beschäftigt in der Stadt 500 Mitarbeiter, bei Coca-Cola sind es 300. Novartis unterhält einen Standort in Wuhan, und rund 100 Angestellte arbeiten in der Stadt für ABB. Dazu kommen Autohersteller aus Frankreich und Japan sowie zahllose Zulieferer wie Schaeffler, Webasto oder Brose aus Deutschland. Die Stadt, das Epizentrum der neuartigen Lungenkrankheit, ist eigentlich ein wirtschaftliches Kraftzentrum. Jetzt aber geht ihr womöglich für Wochen, wenn nicht gar für Monate die Puste aus. Reisebeschränkungen für 35 Millionen Chinesen Hatten Chinas Behörden zunächst nur Reisen von Wuhan in andere Landesteile unterbunden, haben sie die Beschränkungen nun auf weitere Städte in der Region ausgeweitet. Insgesamt waren bis zum späten Freitagvormittag 35 Mio. Chinesen von den Reisebeschränkungen betroffen. Sollte sich die Lage nicht bald entspannen, dürfte vor allem die Wirtschaft Wuhans leiden, wenn etwa die grossen Autohersteller und die Zulieferer nach dem Neujahrsfest ihren Betrieb nicht wieder aufnehmen oder wenn sie diesen einschränken. Bis jetzt haben die meisten ausländischen Firmen ihren Mitarbeitern Reisen nach Wuhan untersagt. Noch schwieriger könnte es werden, wenn auswärtige Lieferanten der Unternehmen nicht mehr in die Stadt gelangen. Doch die wirtschaftlichen Folgen könnten über Wuhan und die Provinz Hubei hinausreichen, denn die Stadt ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Chinas. Drei Bahnhöfe gibt es in Wuhan, mehrere wichtige Verbindungen wie die von Peking nach Hongkong gehen über Wuhan. Ausserdem beherbergt die Metropole am Jangtse den grössten Binnenhafen Chinas. Vom Internationalen Flughafen gehen Flüge unter anderem nach New York, San Francisco und Dubai sowie in zahlreiche europäische Städte. Im September vorigen Jahres reiste Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel während ihres Chinabesuchs nach Wuhan. Gemeinsam mit Bürgermeister Zhou Xianwang und Holger Engelmann, dem Vorstandschef des Autozulieferers Webasto, eröffnete sie für das Unternehmen aus der Nähe von München eine neue Fabrik – mit rund 500 Mitarbeitern inzwischen Webastos grösstes Werk in China. Der Hersteller von Autodächern, Heizsystemen und Ladelösungen hat in China 11 Fabriken und beschäftigt dort 35oo seiner insgesamt rund 15 000 Mitarbeiter; einen Drittel seines Umsatzes von 3,4 Mrd. € erwirtschaftet der Autozulieferer im Reich der Mitte, Tendenz steigend. Zuerst kamen die Franzosen nach Wuhan In Wuhan ruht, wie in allen anderen Webasto-Werken in China, zurzeit der Betrieb; nicht wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit, sondern wegen des chinesischen Neujahrsfests an diesem Wochenende. Ob die Deutschen ihren Betrieb in Wuhan nach der einwöchigen Ferienpause wieder aufnehmen werden, ist derzeit unklar. «Das entscheiden wir in der kommenden Woche», sagt eine Sprecherin. Fürs Erste hat die Firma allen Mitarbeitern im Land Reisen nach Wuhan untersagt. «Wir halten uns an die Vorgaben der Regierung», heisst es bei Webasto. Webasto ist bei weitem nicht der einzige Autozulieferer in Wuhan. Die Metropole am Jangtse ist eines der wichtigsten Zentren der chinesischen Automobilindustrie. Renault, Honda und Toyota haben in Wuhan Werke, Vorreiter war allerdings der französische Konzern PSA Peugeot Citroën. Im Jahr 1992 gründete das Unternehmen in Wuhan mit dem staatlichen Hersteller Dongfeng – zu Deutsch: Ostwind – ein Joint Venture. Das lockte in der Folge immer mehr französische Zulieferer in die Stadt, und so ist Frankreich heute der wichtigste ausländische Investor in Wuhan. Insgesamt 80 französische Firmen haben sich in der Stadt niedergelassen. Wuhans Stahlindustrie ist schon länger im Niedergang In letzter Zeit kam die Autoindustrie in China wegen der nachlassenden konjunkturellen Dynamik allerdings ins Schlingern. Im vergangenen Jahr schrumpften die Pkw-Auslieferungen nach Angaben der Rating-Agentur Fitch um fast 10%. Die Folge: PSA und Dongfeng müssen in ihren Werken in Wuhan rund 4000 Arbeitsplätze abbauen. Die Ausbreitung der Lungenkrankheit könnte die Situation der Autohersteller noch verschärfen. Auch die Stahlindustrie, ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig in Wuhan, steckt in der Krise. Über viele Jahre hatte China die Kapazitäten ausgeweitet. Dann schrumpfte die Nachfrage, und die Preise fielen. Der kränkelnde Konzern Wuhan Iron and Steel schlüpfte vor drei Jahren schliesslich unter das Dach des grösseren Konkurrenten Baosteel. Parallelen zur Sars-Krise 2003 Einen Hinweis darauf, welche Folgen das Coronavirus für die chinesische Wirtschaft haben könnte, liefert die Sars-Krise vor 17 Jahren. Nach Ausbruch der Krankheit im November 2002 dauerte es fünf Monate, bis das volle Ausmass der Epidemie mit 5327 Infizierten auf dem chinesischen Festland sichtbar wurde. Insgesamt starben weltweit fast 800 Menschen. Rasch schlug die Epidemie auf die Wirtschaft durch. Hatte Chinas Wachstum im ersten Quartal 2003 im Jahresvergleich noch 11,1% betragen, waren es zwischen April und Juni nur noch 9,1%. Bereinigt um saisonale Effekte, gab es im Quartalsvergleich einen regelrechten Einbruch. Von mehr als 12% im ersten Quartal 2003 fiel der Zuwachs zwischen April und Juni im Quartalsvergleich auf nur noch 3,5%. Besonders betroffen: der Tourismus, der Transportsektor und der Einzelhandel. Die Industrie traf es weniger hart. Die Regierung half und schoss Geld in die Märkte ein, auch um den Konsum anzukurbeln. Während der Sars-Krise brach der Konsum ein Wirtschaftliche Kennzahlen 2003 für China, Veränderung gegenüber Vorjahresperiode (in %) Q1 2003 Weiterlesen: Neue Zürcher Zeitung

FinjaFinte kamp66 settemic nzzwirtschaft War das genau deswegen ein beabsichtigter und gesteuerter und geplanter Outbreak? CUI bono? Wenn die chinesische Wirtschaft ein Problem bekommt? Fragen...

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