Crypto-Affäre: Amherd soll alt Bundesrat Villiger belasten - Blick

Medienbericht zu Crypto-Affäre: Amherd soll alt Bundesrat Villiger belasten

15.2.2020

Medienbericht zu Crypto-Affäre: Amherd soll alt Bundesrat Villiger belasten

Dicke Post in der Crypto-Affäre. Laut einem Medienbericht soll Bundesrätin Viola Amherd den ehemaligen FDP-Bundesrat Kaspar Villiger schwer belasten.

Der Spionage-Skandal um die Zuger Firma Crypto hält die Schweiz in Atem. Keystone Jahrelang nutzten der amerikanische und der deutsche Geheimdienst die Zuger Firma, um Hunderte Länder auszuspionieren. zvg 3/16 Die Anzeichen, dass die Schweiz eine «Drehscheibe für Spionage» ist, seien da gewesen, sagt Historiker Thomas Buomberger. Derek Li Wan Po Wenig überrascht über den Spionage-Skandal ist Laurant Goetschel, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Basel. AFP 16/16 «Es ist davon auszugehen, dass die ‹Grossen› – die Russen, die Chinesen, die Amerikaner ­– ohnehin mithören. Es gibt heute vermutlich kaum nachrichtendienstliche Systeme, die nicht abgehört werden», sagt der ehemalige persönliche Mitarbeiter von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Die Schhweizer Firma Crypto AG, die dem deutschen und amerikanischen Geheimdienst gehörte, verkaufte manipulierte Chiffrier-Maschinen an andere Staaten – und hörte somit ständig mit. Das ist die sogenannte Crypto-Affäre, die diese Woche durch Medienberichte neu aufgerollt wurde. Eine zentrale Rolle spielt Kaspar Villiger. Der Name des ehemaligen FDP-Bundesrats taucht in einem CIA-Dokument auf (BLICK berichtete). Konkret stand da: «Villiger wusste, wem das Unternehmen gehörte, und fühlte sich moralisch verpflichtet, dies offenzulegen.» Doch Villiger habe nichts unternommen: «Offensichtlich hat Villiger den Mund gehalten», heisst es im CIA-Papier. Villiger bestreitet gegenüber BLICK die Vorwürfe. «Ich war in diese nachrichtendienstliche Operation nicht eingeweiht.» Und weiter: «Handlangerdienste für Drittstaaten, die den Ruf der Schweiz als verlässlich neutrales Land beschädigen können, hätte ich niemals gedeckt und auf jeden Fall im Bundesrat zur Sprache gebracht.» Amherds Aktenfund belastet Villiger schwer Die grosse Frage also: Wer lügt? Stehen im CIA-Dokument falsche Angaben, oder sagt Kaspar Villiger nicht die Wahrheit? Ein Bericht des «Tages-Anzeiger» vom Samstag belastet den heute 79-Jährigen schwer. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) habe in einem alten Archiv mehrere Dokumente zum Spionageskandal rund um die Zuger Crypto AG gefunden. Das habe Viola Amherd (57) dem Gesamtbundesrat in einem vertraulichen Papier mitgeteilt. Die Zeitung beruft sich im Medienbericht auf «zuverlässige Quellen». Demnach habe VBS-Chefin Viola Amherd wörtlich geschrieben, «dass der ehemalige EMD-Vorsteher K. Villiger informiert war.» Wenn die Angaben korrekt sind, wäre Amherds Papier an den Gesamtbundesrt das erste amtliche Dokument aus der Schweiz, das von einem möglichen Mitwisser in der Schweizer Landesregierung spricht. Villiger wehrt sich in der Zeitung gegen den Vorwurf. Er habe keine Kenntnis von einem Aktenfund der Regierung. «Ich kannte den Einfluss der CIA (auf die Crypto AG) ebenso wenig wie jenen des BND», schreibt der alt Bundesrat in seiner Stellungnahme. (nim) Publiziert: 15.02.2020, vor 58 Minuten Top Videos Weiterlesen: BLICK

Mafioso villiger

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