Credit Suisse – «Horta-Osórios Rücktritt ist der Super-GAU für die CS»

«Horta-Osórios Rücktritt ist der Super-GAU für die Credit Suisse»: Das muss die Grossbank nun anpacken.

17.01.2022 18:21:00

«Horta-Osórios Rücktritt ist der Super-GAU für die Credit Suisse»: Das muss die Grossbank nun anpacken.

Der CS-Verwaltungsratspräsident António Horta-Osório tritt per sofort zurück. Was sein Abtritt für die Grossbank bedeutet und wie es jetzt weiter geht. 20 Minuten beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Debakel.

Was kostet das Debakel die Credit Suisse?Die Kosten sind schwer abschätzbar, sagt Manuel Ammann, Bankprofessor an der Universität St. Gallen: «Sie sind aber sicherlich hoch. Das kann man an der Börsenbewertung ablesen: Die ist im Vergleich zu anderen Banken sehr tief.» So beträgt der Börsenwert der Credit Suisse noch 25 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Die UBS kostet 61 Milliarden. Zudem befindet sich die CS-Aktie seit einem Jahr im Sinkflug: Am Montag lag der Kurs bei etwa neun Franken, vor einem Jahr kostete eine Aktie noch über zwölf Franken.

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Da scheint bei DietrichAndi und um der Schlagzeilen Willen der Fokus etwas abhanden gekommen zu sein. Nicht dieser Rücktritt ist ein «Super-GAU» für die CS - sondern dass es fast nur noch solche Figuren schaffen, überhaupt an die Spitze einer Grossbank zu gelangen. ... lol ... schlimmer kann's nicht werden ...

Horta-Osórios Abgang bei der Grossbank – So kam es bei der Credit Suisse zum KnallDrei Millionen Franken kriegt Antonio Horta-Osório für sein achtmonatiges Gastspiel. Sein Aufstieg und Absturz ist in der Schweizer Finanzgeschichte wohl ohne Beispiel.

Horta-Osórios Abgang bei der Grossbank – So kam es bei der Credit Suisse zum KnallDrei Millionen Franken kriegt Antonio Horta-Osório für sein achtmonatiges Gastspiel bei der Credit Suisse. Sein Aufstieg und Absturz ist in der Schweizer Finanzgeschichte wohl ohne Beispiel. (Abo) Ein weiteres Opfer der evidenzbefreiten Absurditäten und Hysterien um Covid-19 Was für eine Clowntruppe. Wie die Beamten vom BAG. CreditSuisse

Rücktritt bei der Grossbank CS - António Horta-Osório tritt als CS-Verwaltungsratspräsident zurückNeuer Verwaltungsratspräsident wird Axel P. Lehmann. Horta-Osório werden Quarantäne-Verletzungen vorgeworfen. Solche Figuren braucht es in der Schweiz nicht.

Rücktritt von Horta-Osório - Wenn das persönliche Risikomanagement versagtRücktritt des Credit-Suisse-Präsidenten: Horta-Osório wollte mehr Risikomanager bei der CS – doch bei seinem eigenen Risikomanagement versagte er. Eine Analyse. CS Solche Figuren braucht die Schweiz nicht.

António Horta-Osório – CS-Präsident tritt nach Corona-Verstössen zurückNach einer Untersuchung des Verwaltungsrates wegen Verstössen gegen Corona-Regeln geht der CS-Präsident. Neuer Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse Group ist ab sofort Axel Lehmann.

Mehrfach gegen Corona-Regeln verstossen – CS-Präsident António Horta-Osório tritt zurückNach einer Untersuchung des Verwaltungsrates wegen Verstössen gegen Corona-Regeln geht der CS-Präsident. Sein Nachfolger bei der Credit Suisse Group ist bereits bekannt. Solche Figuren brauchen wir nicht in der Schweiz.

verwickelt gewesen zu sein. Die CS musste darauf eine Strafzahlung von rund 475 Millionen Dollar leisten. Was kostet das Debakel die Credit Suisse? Die Kosten sind schwer abschätzbar, sagt Manuel Ammann, Bankprofessor an der Universität St. Gallen: «Sie sind aber sicherlich hoch. Das kann man an der Börsenbewertung ablesen: Die ist im Vergleich zu anderen Banken sehr tief.» So beträgt der Börsenwert der Credit Suisse noch 25 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Die UBS kostet 61 Milliarden. Zudem befindet sich die CS-Aktie seit einem Jahr im Sinkflug: Am Montag lag der Kurs bei etwa neun Franken, vor einem Jahr kostete eine Aktie noch über zwölf Franken. Wie geht es jetzt weiter? Der ehemalige UBS-Banker Axel Lehmann wird nun Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse. Dabei hält die Grossbank gemäss eigenen Angaben an der bisherigen Strategie fest. «Jetzt ist wichtig, dass Ruhe in die Bank kommt», sagt Rino Borini von der HWZ. Fehler dürfen auf der Führungsebene nun keine mehr passieren. An der Spitze sei Transparenz gefragt. «Die CS muss jetzt aufräumen und gegebenenfalls auch weitere Personen entlassen, nur so kann die Bank Vertrauen zurückgewinnen und wieder wachsen», so Borini. Übernimmt jetzt die UBS die Credit Suisse? Eine Übernahme halten die Experten für unwahrscheinlich. Es sei aber möglich, dass die Credit Suisse Teilbereiche verkauft. «Besonders das internationale Geschäft wie das Asset Management könnte die CS abstossen wollen und durch die UBS übernommen werden», sagt Rino Borini von der HWZ. Dem Bankplatz Schweiz dürfte die CS aber erhalten bleiben. Denn eine Übernahme wäre aus wettbewerblicher Sicht nachteilig für die Kundschaft, erklärt Manuel Ammann von der Universität St. Gallen. Wer profitiert vom CS-Skandal? «Von den Negativschlagzeilen der CS profitieren vor allem kleinere Banken», sagt Rino Borini von der HWZ. Dabei wechseln Privatkunden und Privatkundinnen immer häufiger zu digitalen Banken. Denn diese sind laut Borini schlanker aufgestellt und arbeiten effizienter. «Bei der CS herrschen noch immer Hierarchiestufen und die Abläufe sind noch nicht vollständig digitalisiert – das macht die Bank schwerfällig und teuer.» Braucht es die Credit Suisse also gar nicht mehr? Doch, sagt Manuel Ammann von der Universität St. Gallen: «Die Schweizer Volkswirtschaft und vor allem grosse, international tätige Schweizer Unternehmen benötigen leistungsfähige Grossbanken mit einer breiten Dienstleistungspalette.» Von einer rein digitalen Bankenwelt sei die Schweiz noch viele Jahre entfernt. My 20 Minuten Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben! Deine Meinung