Corona-Zahlen halbiert – sind Lockerungen ein Thema?

Corona-Neuansteckungen haben sich halbiert: Sind jetzt Lockerungen ein Thema?

25.11.2020 11:51:00

Corona-Neuansteckungen haben sich halbiert: Sind jetzt Lockerungen ein Thema?

Die Ansteckungen mit dem Coronavirus gehen wie vorgesehen zurück. Wirtschaftsvertreter denken über Lockerungen nach.

Bettina ZanniDie Experten sind der Meinung, dass sich die Schweiz im Kampf gegen das Coronavirus zurzeit auf einem guten Weg befindet.Darum gehtsRund 4000 Corona-Infektionen meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag.Das sind fast halb so viele Fälle wie noch vor zwei Wochen, als die Taskforce eine Halbierung der Zahlen im 14-Tage-Rhythmus forderte.

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Ökonomen und Politiker denken bereits über Ausstiegsszenarien aus den Massnahmen nach.Epidemiologe Christian Garzoni geht das noch zu schnell.Die Corona-Fallzahlen folgen aktuell der Spur, die Taskforce-Chef Martin Ackermann unlängst zog. Am Dienstag meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch rund 4000 Infektionen und damit fast halb so viele wie noch vor zwei Wochen (8270 Fälle). Damals forderte Ackermann eine Halbierung der Fallzahlen im 14-Tage-Rhythmus. Dank weiterer Halbierungen sollen die täglichen Neuinfektionen bis Neujahr auf 500 Fälle pro Tag sinken.

«Im Moment schätzen wir, dass sich die Fallzahlen in der Schweiz etwa alle zwei Wochen halbieren», sagte Ackermann an eineram Dienstag. Auch hält er Lockerungen für denkbar, sofern die Fallzahlen auf 500 pro Tag sinken, diese nicht mehr exponentiell zunehmen und das Contact-Tracing einwandfrei funktioniert. Ökonomen und Politiker stellen folgende Ausstiegsszenarien aus den Massnahmen zur Debatte: headtopics.com

HomeofficeWenn immer möglich sollen Berufstätige im Homeoffice arbeiten. Eine Pflicht besteht nicht.Das sagt der Ökonom:«Halbieren sich die Fallzahlen weiterhin, wäre es vernünftig, die Homeoffice-Empfehlung aufzuweichen», sagt Rudolf Minsch, Chefökonom bei Economiesuisse. «Der soziale Austausch zwischen den Menschen ist wichtig. Je länger sie nur im Homeoffice sitzen, desto stärker kann die psychische und emotionale Belastung werden. Anfänglich kehrt die Hälfte der Mitarbeiter an den Arbeitsort zurück und die andere Hälfte arbeitet weiterhin im Homeoffice.»

Das sagt der Epidemiologe:«Die Arbeit im Homeoffice kostet wenig oder nichts und wirkt sehr effizient gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus», sagt Christian Garzoni, Infektiologe am Moncucco-Spital in Lugano. «Es ist daher vernünftig, diese Massnahme noch so lange wie möglich beizubehalten. Viele Menschen, darunter vor allem junge Menschen, lassen sich zudem zu wenig testen, weil eine allfällige Quarantäne als mühsam betrachtet wird. Bevor man Hochschulen wieder für mehr Studenten öffnen kann, müssen unbedingt mehr Tests gemacht werden. Bei Symptomen sollten sich alle testen lassen.»

GrossveranstaltungenVeranstaltungen mit über 50 Personen sind verboten.Das sagt der Politiker:«Die Behörden sollten möglichst frühzeitig Trainings wieder zulassen und prüfen, dass Grossveranstaltungen mit den bereits erarbeiteten Schutzkonzepten wieder stattfinden können», so FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. «Es hat bis heute niemand einen Zusammenhang zwischen Fussball- und Eishockeymatchs mit viel Publikum und den Ansteckungszahlen herleiten können. Die Menschen sollen ihre zweite Heimat im Stadion wieder besuchen können.»

Das sagt der Epidemiologe:«Im Falle von Fussball- und Eishockeystadien, in denen viel Platz und gute Schutzpläne vorhanden sind, kann man sich Öffnungen überlegen», sagt Garzoni. «Dazu müssen sich die Ansteckungen bis im Dezember weiterhin halbieren. Dafür braucht es aber ein Generalkonzept des Bundes. Es macht keinen Sinn, einzelne Massnahmen herauszupicken und zu lockern. Lockerungen müssen koordiniert und strukturiert erfolgen.» headtopics.com

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WeihnachtenPrivat dürfen sich nicht mehr als zehn Personen treffen.Das sagt der Präsident der Kantonsärzte:Im Hinblick auf die Festtage und später auch die Sportferien wolle man möglicherweise eine leichte Lockerung erlassen, sofern die Massnahmen weiterhin anschlügen, sagte Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, an einer Medienkonferenz am Dienstag. Auch Rudolf Minsch sagt: «Sofern die Menschen im Dezember noch strikt die Massnahmen wie das Abstandhalten umsetzen und keine Menschen umarmen, könnte man private Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen zulassen.» Dies gelte auch für das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen mit über 50 Personen. «Leben die Menschen die Abstand- und Hygienemassnahmen wie selbstverständlich, sind auch Weihnachtsmärkte denkbar.»

Das sagt der Epidemiologe:«Reden wir in zwei Wochen über mögliche Lockerungen an Weihnachten. Zuerst müssen wir eine klare Bestätigung haben, dass die Zahl der Hospitalisationen zurückgeht», so Garzoni. «Lassen wir vorschnell Weihnachtsfeiern wie zu normalen Zeiten zu, haben wir das Geschenk im neuen Jahr: Zwei bis drei Wochen später könnten die Fallzahlen wieder in die Höhe schnellen.»

SperrstundeDas gilt aktuell:Von 23 bis 6 Uhr gilt in Restaurants und Bars eine Sperrstunde. Ausserdem dürfen dort abgesehen von Familien mit Kindern höchstens vier Personen an einem Tisch sitzen.Das sagt der Ökonom:«Die Schutzkonzepte in den Restaurants funktionieren», sagt Rudolf Minsch. «Lockerungspotenzial sehe ich deshalb mit dem Aufheben der Sperrstunde und der beschränkten Personenanzahl pro Tisch.»

Das sagt der Epidemiologe:«In Restaurants sollten die Massnahmen noch so lange wie möglich beibehalten werden», sagt Garzoni. «Dass es dort zu wenig Ansteckungen kommt, ist den beschränkten Gästeanzahlen pro Tisch zu verdanken. Hebt man die Sperrstunde wieder auf, sind die Leute wieder eher entspannt, vielleicht auch betrunken, unvorsichtig – und stecken sich an.» headtopics.com

Behörden schliessen punktuelle Lockerungen nicht ausDie Behörden zeigen sich gegenüber möglichen Lockerungen zurückhaltend. «Die Zahl der bestätigten Fälle bewegt sich in die richtige Richtung. Es stecken sich aber immer noch zu viele Menschen an. Und die Positivitätsrate ist immer noch deutlich zu hoch, was auf eine beträchtliche Dunkelziffer hinweist», sagt Tobias Bär, Sprecher der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren. Es müsse gelingen, die Anzahl Neuansteckungen deutlich und langfristig zu senken. Nur so könne eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindert werden.

«Es gibt positive Signale, die Situation ist aber nach wie vor sehr angespannt», so Bär. In dieser Situation seien weitgehende Lockerungen auf kantonaler oder nationaler Ebene nicht angezeigt. «Das heisst nicht, dass punktuelle Lockerungen wie etwa die Wiedereröffnung der Coiffeursalons im Kanton Genf per 21. November ausgeschlossen sind.»

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Ich habe endlich seit langem im Unterricht statt einer 1 endlich eine 1.5. Kann ich jetzt aufhören zu lernen? Nein bitte keine Lockerung das wäre zu früh 😂😂😂😂😂 Pünktlich zu den Festtagen, zum bevorstehenden Urlaub ist alles wieder gut. So wie bei den bevorstehenden Sommerferien. Auf einmal durften alle wieder reisen und saufen, feiern und sich ins Gesicht spucken. Dann:Ferien vorbei, und los fing es wieder mit dem Jojovid...

Oh mann, das ganze gerede geht mir so auf den zeiger!! Corona hier, corona dort.. öffne alles wieder und innerhalb eines Monats sind alle wieder infiziert.😷😀 Ich würde die PCR Testzahlen weiter hoch fahren,nur so bekommt man auch die benötigten Zahlen hin! Würde doch die Lernkurve mindestens so steil verlaufen wie die der zweiten Welle...🙄

Ja klar, sofort wieder alles öffnen! 😡 (ironie) Mehrere Klagen gegen betrügerischen PCR Test Gerichte in Pottugal hat den Test bereits Verurteilt? Absolut super interessant und nicht nur wegen der Details zur Klage, sondern auch wegen der Details zu der tatsächlichen pandemischen Lage. Kein Wunder es wird weniger getestet. Und das ist gut so!

Echt jetzt?!?! In der Deutschschweiz ist man weit entfernt von Halbierung. Lockerungen waeren hier Wahnsinn. Wir brauchen keine Beschränkungen, da dies eine ganz normale Grippe ist. Der eine hat es stärker der andere schwächer - wie jedes Jahr. Ich frage nochmals nach : Was ist mit den Fallzahlen der Todesfälle, die ständig höher werden?

Bitte nicht, es ist viel zu früh und die Zahlen sind immer noch viel zu Hoch. Jetzt wartet es mal ap!!!! Chan das nüme ghöre. Auf jeden Fall, nur so kommt die dritte Welle schneller!