Corona im Klassenzimmer - Immer mehr Eltern nehmen ihre Kinder aus der Schule

Mit der Pandemie steigt die Zahl der Kinder im Homeschooling. Das spürt vor allem der besonders liberale Kanton Zürich.

Coronapandemie, Homeschooling

17.01.2022 18:13:00

Mit der CoronaPandemie steigt die Zahl der Kinder im HomeSchooling. Das spürt vor allem der besonders liberale Kanton Zürich . Von annawepfer

Mit der Pandemie steigt die Zahl der Kinder im Homeschooling . Das spürt vor allem der besonders liberale Kanton Zürich .

Familie Salzmann schickt ihren Sohn wegen der Corona-Massnahmen nicht mehr in die örtliche Schule in Hinwil (ZH). Zwar stand Homeschooling als Idee schon länger im Raum, den Ausschlag gegeben haben nun aber die repetitiven Tests und das Maskentragen. «Wir haben das mit Liam diskutiert, er möchte diese Massnahmen nicht», so Jasmin Salzmann. Auch sie und ihr Mann hätten grosse Zweifel am Sinn der Massnahmen und fürchteten, Liam könnte ausgegrenzt werden, wenn er bei den Tests nicht mitmacht.

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annawepfer U wie steis mit dene eutere wo gäge die übertribne massnahme si u demonstriere grundsätzlech si chind z broblem sondern die aute wose ufstachle ufhetze annawepfer Ich überlege mir Homeschooling wegen Abschaffung der Maskenpflicht an den Schulen in St.Gallen. sanktgallen kantonsg Ich kann mir kein Infektion leisten. Und noch mehr kann ich mich und andere nicht schützen.

annawepfer Mich dünkt, viele Eltern würden ihre Kinder gern aus der Schule nehmen - aber nicht wegen der 'Massnahmen', sondern wegen des Fehlens dieser. Vielleicht mögen solche Eltern auch zu Wort kommen? SchulclusterCH hilft sicher gerne weiter. ProtectTheKids BildungAberSicher

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Der Wohnzimmertisch von Familie Salzmann ist neuerdings auch eine Schulbank. Der achtjährige Liam wird seit den letzten Herbstferien zu Hause unterrichtet – von den eigenen Eltern. Das funktioniere gut, sagt Mutter Jasmin Salzmann. Es sei zwar streng, aber sie finde es auch schön, ihren Sohn beim Lernen zu begleiten. Familie Salzmann schickt ihren Sohn wegen der Corona-Massnahmen nicht mehr in die örtliche Schule in Hinwil (ZH). Zwar stand Homeschooling als Idee schon länger im Raum, den Ausschlag gegeben haben nun aber die repetitiven Tests und das Maskentragen. «Wir haben das mit Liam diskutiert, er möchte diese Massnahmen nicht», so Jasmin Salzmann. Auch sie und ihr Mann hätten grosse Zweifel am Sinn der Massnahmen und fürchteten, Liam könnte ausgegrenzt werden, wenn er bei den Tests nicht mitmacht. Zu viele oder zu wenige MassnahmenDie Salzmanns sind nicht alleine: Die Zahl der Kinder im temporären Homeschooling hat seit Beginn der Pandemie massiv zugenommen. Von 82 im Herbst 2019 auf aktuell 536. Auch die Zahl der Kinder, die längerfristig (mehr als ein Jahr) Heimunterricht besuchen, ist gestiegen, allerdings weniger markant. Besonders drastisch ist der Anstieg zwischen vergangenem Dezember und heute – er fällt zusammen mit der Omikron-Welle und der Einführung der Maskenpflicht ab der ersten Primarklasse. Für die Zürcher Bildungsdirektion ist klar: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Pandemie und Homeschooling. «Die verschärften Massnahmen sind für gewisse Eltern Anlass, ihre Kinder aus der Schule zu nehmen. Wir haben aber auch Eltern, die finden, es gebe zu wenige Massnahmen und ihre Kinder deswegen zu Hause behalten», sagt Myriam Ziegler, Leiterin des kantonalen Volksschulamts. Kaum Hürden im Kanton ZürichFür den Heimunterricht gibt es im Kanton Zürich so wenige Hürden wie in kaum einem anderen Kanton. Für maximal ein Jahr Homeschooling während der ganzen Schulzeit braucht es weder eine Bewilligung noch eine Lehrerausbildung. Erst wenn die Kinder länger privat geschult werden, verlangt der Kanton von der unterrichtenden Person ein Lehrdiplom und macht Vorgaben zu Inhalten und Stundenplan, die auch kontrolliert werden. Wir machen seit Jahren gute Erfahrungen mit Homeschooling. Der aktuelle Anstieg ist immer noch marginal. Autor: Myriam Ziegler Leiterin des Zürcher Volksschulamts Ziegler bedauert es, wenn Eltern pandemiebedingt zunehmend von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Gerade in der Pandemie sei die Schule für viele Kinder ein wichtiger Anker. Dennoch sieht sie keinen Bedarf, an den lockeren Zürcher Vorgaben zu schrauben. «Wir machen seit Jahren gute Erfahrungen mit Homeschooling, und der aktuelle Anstieg ist – verglichen mit den gesamten Schülerzahlen – immer noch marginal.» Familie Salzmann weiss noch nicht, wie lange Sohn Liam im Homeschooling bleibt und ob er überhaupt wieder in die Schule zurückkehren will. Probleme gebe es bisher nicht und auch sozial sei er immer noch gut eingebunden und im Kontakt mit seiner alten Klasse. Das Volksschulamt rechnet damit, dass das Interesse am Homeschooling nach der Pandemie wieder abnimmt und viele der Kinder zurückkommen. Heute in «Schweiz aktuell» Box aufklappen Box zuklappen Mehr dazu sehen Sie in der Sendung «Schweiz aktuell» um 19:00 Uhr auf SRF 1.