Bei Corona-Verdacht in Zürich muss er innert Minuten entscheiden

Hugo Sax ist Zürichs Top-Experte, wenn es ums Virus geht. Der Chef-Grenzarzt sagt, die Situation sei ernst. Ist er beunruhigt?

27.2.2020

Hugo Sax ist in Zürich der Topexperte, wenn es um das neuartige Coronavirus geht. Der Leiter Spitalhygiene im Unispital und Chef-Grenzarzt sagt, die Situation sei ernst. (Abo+)

Hugo Sax ist Zürichs Top-Experte, wenn es ums Virus geht. Der Chef-Grenzarzt sagt, die Situation sei ernst. Ist er beunruhigt?

Während des Interviews mit dem «Tages-Anzeiger» klingelt sein Handy mehrmals. Einer der Anrufe scheint dringend zu sein, Hugo Sax springt aus dem Stuhl hoch und geht zum Fenster, wo der Empfang besser ist. Er hört gespannt zu, bestätigt mehrmals mit «Ja» und gibt dem Anrufer zum Schluss eine Anweisung: Er soll «fragen, wie das Schiff heisst».

Für einen Verdachtsfall müssen zwei massgebende Kriterien erfüllt sein: Die Person zeigt Symptome, und sie war innerhalb der vergangenen zwei Wochen an einem Ort, wo es eine Epidemie gibt. Das traf bei dem Flugpassagier zu, der am 4. Februar mit der Swiss-Maschine aus New York nach Zürich flog. Es war für Sax der intensivste Tag, seit die Corona-Krise ausgebrochen ist. In seiner Funktion als Chef-Grenzarzt des Flughafens musste er innert Minuten entscheiden, ob das Flugzeug nach der Landung aus dem Betrieb genommen wird und Dutzende von Leuten – Polizei, Sanität, Flughafenmitarbeiter – mobilisiert werden. Die eigentliche Entscheidung sei gar nicht so schwierig gewesen, weil der Passagier die zwei Kriterien für einen Verdachtsfall erfüllte, sagt Sax. Er liess das Flugzeug isolieren.

Der Verdacht bestätigte sich dann nicht. Und das Thema Corona rückte in der Folge in der Schweiz in den Hintergrund. Bis zum vergangenen Wochenende, als die vielen Ansteckungen in Norditalien bekannt wurden. Nun spitzt sich die Lage zu. Hugo Sax rechnet damit, dass sich das Virus in Europa ausbreitet wie in Italien. «Die Situation ist ernst.»

Die Aufregung ist gross. Dabei ändert sich im Moment nicht viel. Das BAG sieht aufgrund des Einzelfalls keinen Anlass, einschneidende Massnahmen zu ergreifen. Was für Hugo Sax nachvollziehbar ist. Denn der Fall lässt sich nachverfolgen, Menschen, die mit dem Mann in Kontakt getreten sind, können abgeklärt werden. Anders in Italien. Dort weiss man nicht, wer das Virus ins Land gebracht hat, und also auch nicht, wer sich damit infiziert haben könnte. Um weiteren Übertragungen vorzubeugen, schränkte die italienische Regierung die Bewegungsfreiheit ein.

Das Unispital Zürich sei für den Ernstfall bereits gewappnet. Bisher hat es einige Verdachtsfälle abgeklärt. Das ist in einem so grossen Betrieb wie dem Unispital Tagesgeschäft. Regelmässig werden dort rund 50 Patientinnen und Patienten isoliert, sei es wegen Grippe, Tuberkulose oder multiresistenter Keime. Doch was, wenn Hunderte von Corona-Fällen behandelt werden müssten? Laut Sax wäre das eine grosse logistische Herausforderung, auf die sich das Spital derzeit vorbereitet. «Wir klären ab, welche Patienten entlassen oder verlegt werden könnten und welches Personal verfügbar ist.»



Weiterlesen: Tages-Anzeiger

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