Behörden-Wahnsinn: Stellplätze auf Höfen bescheren Bauern Bürokratie

Bürokraten-Irrsinn um Camper-Stellplätze macht Bauern das Leben schwer: «Das ist eine bodenlose Frechheit»

19.06.2021 02:54:00

Bürokraten-Irrsinn um Camper-Stellplätze macht Bauern das Leben schwer: «Das ist eine bodenlose Frechheit»

Der Amtsschimmel wiehert wieder mal zünftig. Weil in der Schweiz Stellplätze für Wohnmobile und Camper Mangelware sind, bieten Bauern ihre Hofplätze für Kurzferien an. Was so simpel tönt, kann für die Bauern schnell zu einem Papierkrieg ausufern.

Fabio Giger1/7Corinne und Andreas Henz sind gerne Gastgeber. Doch der Papierkram nimmt ihnen die Freude an der Sache.Fabio Giger2/7Dabei geht es weder Friedli noch der Familie Henz ums Geldverdienen. «Wir wohnen hier abgelegen und freuen uns über den Kontakt mit den Campern», sagt Corinne Henz.

Taskforce-Ackermann - «Liessen sich alle impfen, wäre die Epidemie in acht Wochen vorbei» Coronavirus: Alle News zur aktuellen Situation Olympia: Wann ist eine Athletin eine Frau?

Fabio Giger3/7Gleich neben dem Kuhstall gibt es Platz für zwei Wohnmobile. Obwohl keine baulichen Massnahmen ergriffen wurden, ist dieser Platz jetzt baubewilligungspflichtig.6/7zVg7/7Ein Baugesuch bewilligte ihm der Kanton Bern allerdings nicht. Die Begründung: Der Landwirt sei nicht auf das Zusatzeinkommen aus der Vermietung von Stellplätzen angewiesen.

Fabio GigerEigentlich ist Campieren eine unkomplizierte Sache. Hinfahren, Wohnmobil parkieren, Ferien geniessen. Dieses Jahr ist das aber nur in der Theorie so. Die Campingplätze schweizweit sind übervoll, ein freies Plätzchen zu ergattern, ist eine aussichtslose Sache. Kein Wunder, boomen Stellplätze für Wohnmobile ausserhalb der Campinganlagen. Zum Beispiel bei Bauern, die im ganzen Land ihre Hofplätze und Wiesenstücke für Kurzferien vermieten. headtopics.com

«Unkompliziert und einfach», dachten sich auch Corinne (45) und Andreas Henz (44) aus Bärschwil SO. Von ihrem Hof aus hat man eine wunderbare Aussicht über das 700-Seelen-Dorf. Seit April bietet die Familie zwei Stellplätze vor ihrem Kuhstall an. Allerdings haben die beiden nicht geahnt, welches Bürokratie-Monster sie mit ihren zwei Stellplätzen aufwecken. Davon erzählen sie, als Blick bei ihnen auf dem Hof vorbeischaut.

Papierkram nimmt die Freude an der SacheFür Stellplätze auf dem Bauernhof braucht es im Kanton Solothurn nämlich eine Baubewilligung – selbst wenn nichts gebaut wird und keine neuen Leitungen verlegt werden. «Wir haben am Hofplatz nichts verändert», versichert Corinne Henz. Der einzige Unterschied: Da, wo früher manchmal Autos standen, campieren heute Touristen mit ihren Wohnmobilen und Wohnwagen.

Henz ist gerne Gastgeberin. Sie ist stolz, Wohnmobilisten eine Ausweichmöglichkeit zu den vollen Campingplätzen zu bieten. Und sich so etwas dazuzuverdienen. «Aber bei dem Papierkram kann einem die ganze Freude vergehen», sagt die Bäuerin und zeigt auf den Stapel, der auf dem Tisch liegt.

Sie muss Dutzende Dokumente und Auszüge einreichen – wegen zweier Stellplätze für Wohnmobile. «Das alles hat mich viel Zeit und Nerven gekostet», sagt sie. Vor kurzem hat sie dennoch ihr Baugesuch beim Kanton Solothurn eingereicht. headtopics.com

Untersuchung eingeleitet - «Hau ab, du Sau» – Zürcher Busfahrer schreit Frau mit Kinderwagen an Tote bei Bränden in der Türkei: Erdogan besitzt kein einziges Löschflugzeug Afghanistan: Die verdrängte Erfolgsstory am Hindukusch

Plötzlich klopft die Baupolizei anOb es zugelassen wird? «Ich bin mir nicht sicher», sagt Henz. Das Raumplanungsgesetz besagt, dass landwirtschaftsfremde Bauten auf Bauernhöfen bewilligt werden können, wenn der Betrieb ohne Zusatzeinkommen nicht weiter bestehen kann. Heisst im Umkehrschluss: Keine Baubewilligung für Stellplätze auf gut laufenden Betrieben.

Ist diese «Einkommens-Klausel» nicht erfüllt, lehnen gewisse Kantone die Baugesuche knallhart ab. Das zeigt der Fall von Beat Friedli (50) aus Grasswil BE.Der Landwirt hatte letzten Frühling fünf Stellplätze für Camper angeboten. Kurz darauf stand die Baupolizei auf seinem Hof – weil er keine Baubewilligung hatte. Gebaut hatte auch er nichts. Nur die Wohnmobile standen da.

«Augenmass muss wieder her»«Bauernzeitung». Friedli beteuert, von diesen Vorschriften nichts gewusst zu haben. Er reicht daraufhin ein ordentliches Baugesuch ein. Der Kanton Bern bewilligte es nicht – unter anderem, weil ihm das Geld nicht fehle, erzählt der Landwirt.

«Den Behörden muss man endlich wieder erlauben, gesundes Augenmass anzuwenden», sagt Friedli zu Blick. «Da bieten wir Bauern bei Platzmangel auf Campingplätzen eine sachgerechte Alternative zum illegalen Wildcampen und werden dafür bestraft!», ärgert sich der Landwirt. Es sei endlich Zeit, dass die Behörden innovative Ideen der Bauern fördern würden. headtopics.com

Stellplätze nur für «arme» Bauern?Dabei geht es Friedli und Henz gar nicht ums grosse Geld. Bei 15 bis 20 Franken pro Nacht und Stellplatz schaut kaum etwas raus. «Wir wohnen hier abgelegen und freuen uns über den Kontakt mit den Campern», sagt Henz. Dass gewisse Kantone die Stellplätze verbieten, wenn ein Bauer finanziell nicht darauf angewiesen sei, findet sie «eine bodenlose Frechheit».

Und was sagt der Kanton Solothurn zur Baubewilligungspflicht und der «Einkommens-Klausel»? Er verweist lediglich auf den entsprechenden Artikel im Raumplanungsgesetz. Ob die zuständigen Kantonsämter bei der Bewilligung von Henz' Baugesuch Augenmass walten lassen, wird sich zeigen.

Netz war in der ganzen Schweiz down – jetzt gibt Swisscom Entwarnung «Jetzt ist genug!»: Volksinitiative gegen Feuerwerksknallerei lanciert Abbau von Zinn in Indonesien: Grosse Schäden an Meer und Inseln

Publiziert: 19.06.2021, vor 10 Minuten Weiterlesen: BLICK »

Nach provisorischer Sperre - Wilson: «Die letzten Tage waren die Hölle»

Der Basler ist trotz provisorischer Sperre wegen eines Doping-Verfahrens von seiner Unschuld überzeugt.

Der Amtsschimmel lässt seine Pferdeäpfel halt überall liegen. Einverstanden, die Gesetzgebung und deren Umsetzung sollten bodenständiger sowie bürgerlicher und weniger bürokratisch sein. Weniger abgehoben, weltfremd, linksgrün und kompliziert wäre besser. Wir haben zuviele Fachidioten und Beamte, die alles komplizierter und unsinnig machen.

Einverstanden, die Politik in der Schweiz sollte bodenständiger sowie bürgerlicher und weniger bürokratisch, abgehoben sowie linksgrün werden. Weniger Fachidioten- und Wissenschafts- bzw. Expertengläubigkeit und dafür mehr Intelligenz und gesunder Menschenverstand wäre sinnvoll. Schade Mann sollte wieder einmal eine RAF gründen denen richtig in den Arsch treten

Nein, die neue Freiheit ... oder besser, die Freiheit war einmal. Der Staat übernimmt. Der Sozialismus lässt grüssen und das meist Gehirn amputierte Volk findet das auch noch gut ... Danke Gott, bald bin ich ausgewandert und in einem Land mit wenig Bürokratie ... Einfach nur noch peinlich 🤮

Diese drei Schweizer bauen den Bauern-TeslaLandwirtschaftsfahrzeuge sind noch nicht elektrisch. Zwei Bündner und ein Zürcher wollen das ändern. Es ist schon erbärmlich für was Tesla alles seinen Namen hergeben muss, nur um Klicks zu erzeugen. Was hat dieses Gefährt genau mit Tesla zu tun? Richtig, nichts. Golfcars fahren übrigens seit Jahrzehnten auch elektrisch. Aber mit dem Vergleich ist ja kein Blumentopf zu gewinnen.

Camping-Ferien auf Stellplätzen beim Bauern und Beizer boomen - BlickWohin mit dem Wohnmobil, wenn die Corona-Lage im Ausland noch unsicher ist und Campingplätze fast restlos ausgebucht sind? Zum Beizer und Bauern in die Camping-Ferien!

Camping-Ferien auf Stellplätzen beim Bauern und Beizer boomen - BlickWohin mit dem Wohnmobil, wenn die Corona-Lage im Ausland noch unsicher ist und Campingplätze fast restlos ausgebucht sind? Zum Beizer und Bauern in die Camping-Ferien!

Gemäss Bericht in der «Times» - Uefa prüft Verlegung des EM-Finals nach BudapestSo will die Uefa den Druck auf die englischen Behörden erhöhen, Corona-Ausnahmeregelungen zu beschliessen. srffussball EURO2020

Grausiger Fund auf Mallorca – Polizei stösst auf mumifizierte SchweizerinIm Ferienparadies Mallorca ist eine ausgewanderte Schweizerin tot aufgefunden worden. Leute im Städtchen hatten Alarm geschlagen, weil man sie seit langem nicht mehr gesehen hatte. 1929 geboren, schönes Alter ... tönt aber nach Einsamkeit ... R.I.P. ... Ja, als Ausland Schweizer ist es sehr wichtig, ein Netzwerk, Freundeskreis aufzubauen ... vorallem, wenn du älter wirst ... hat sie wohl nicht geschafft ...

Diese drei Schweizer bauen den Bauern-TeslaLandwirtschaftsfahrzeuge sind noch nicht elektrisch. Zwei Bündner und ein Zürcher wollen das ändern. Es ist schon erbärmlich für was Tesla alles seinen Namen hergeben muss, nur um Klicks zu erzeugen. Was hat dieses Gefährt genau mit Tesla zu tun? Richtig, nichts. Golfcars fahren übrigens seit Jahrzehnten auch elektrisch. Aber mit dem Vergleich ist ja kein Blumentopf zu gewinnen.