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Baumhäuser in 25 Meter Höhe: Eine Visite im Hambacher Forst

Ein Loch so gross wie die Innenstadt von Köln: So sieht es neben dem Hambacher Forst aus.

23.09.2021 16:11:00

Ein Loch so gross wie die Innenstadt von Köln: So sieht es neben dem Hambacher Forst aus.

Im Hambacher Forst, direkt bei einem der grössten Braunkohletagebaue der Welt, wehren sich Umweltaktivisten seit Jahren gegen die Kohleförderung.

Was soll deiner Meinung nach mit den riesigen Löchern passieren?In den 70er-Jahren hat man gesagt, dass sie mit Wasser aus dem Rhein aufgefüllt werden sollen. Dank dem Klimawandel führt der Rhein aber gar nicht mehr genug Wasser, um das hinzukriegen. Ich habe auch keinen Masterplan. Da müssten sich Wissenschaftlerinnen und Experten darum kümmern. Aber die einzigen Experten, die das bis jetzt interessiert hat, waren von RWE selbst. Um zum Beispiel die Standsicherheit zu gewährleisten, oder die Hänge rutschsicher zu machen. Es gibt auch nur wenige Menschen, die sich mit solchen Sachen auskennen, da es Tagebauen von diesem Ausmass nur sehr wenige gibt auf dieser Welt. Das Loch hier in Hambach ist so gross wie die Innenstadt von Köln.

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bild: watson/dfrVon RWE und der Politik wird ja oft damit argumentiert, dass 16'000 Arbeitsplätze verloren gehen, würden die Tagebaue jetzt gleich schliessen. Was entgegnest du dem?Das ist Quatsch. Damit macht man den Leuten hier in der Umgebung Angst. Um zu renaturieren brauchst du Förster, Jägerinnen, Biologen, es braucht Zufahrtsstrassen, man kann Campingplätze und andere Dinge bauen.

Was ist mit dem verlorenen Strom? Wie soll der ersetzt werden?Der meiste hier produzierte Strom geht an die Industrie, nicht an die Haushalte. Es wird geschätzt, dass der Tagebau selbst 60 Prozent des produzierten Stroms verbraucht. Für die Bagger und die Förderbänder. Ein Bagger verbraucht pro Jahr so viel Strom wie 36'000 Haushalte. Und allein in diesem Loch gibt es acht davon. Dann kommen die Flutlichter dazu. Tausende, der Tagebau ist in der Nacht so hell wie ein Fussballstadion. Der Strombedarf könnte fast immer vollständig gedeckt werden, auch ohne die Kohle. Einzig im tiefsten Winter, wenn mal gar keine Sonne oder Wind vorhanden ist, müsste man vielleicht was aus dem Ausland kaufen. Aber wir sind ja momentan diejenigen, die Strom exportieren. headtopics.com

Todde ist mittlerweile zu uns gestossen. Im Gegensatz zu allen anderen verhüllt er sich nicht, tritt mit Klarnamen auf. Der Künstler und Filmemacher ist sowas wie das Sprachrohr der Waldgemeinschaft, auch wenn er das selbst nicht so sieht. Er spricht sich öffentlich für den Erhalt des Waldes aus, organisiert Spaziergänge durch den Forst und ist im steten Konflikt mit RWE und der Polizei. Unzählige Platzverweise habe er bereits gekriegt. Vor zwei Wochen hat ein Gericht geurteilt, dass die Polizei ungerechtfertigte Gewalt gegen ihn ausgeübt hat.

Todde Kemmerich.bild: watson/dfrWir passieren das «gallische Dorf», sehen immer wieder einzelne Häuser in den Baumkronen. Es ist schwer, nicht beeindruckt zu sein von der Ingenieurskunst, die die Aktivistinnen hier an den Tag legen. Manche Häuser haben Wendeltreppen und Hängebrücken zwischen den Bäumen, andere sind in 25 Meter Höhe gebaut.

bild: watson/dfrNach einigen Minuten erreichen wir die Gedenkstätte von Steffen Meyn. 2018 ist der Journalist beim grossen Räumungsversuch von einem Baum gefallen, als er gerade seine Speicherkarte austauschen wollte. Warum er nicht gesichert war, ist nicht klar.

Die Gedenkstätte von Steffen Meyn.bild: watson/dfrTodde erklärt, dass die Polizei über Tage Flutlichter aufgestellt und laute Kettensägenmusik über Lautsprecher abgespielt habe. «Da passieren den besten Fehler.» Die Verbitterung über jene Tage ist gross. Man ist wütend auf die Politik, auf Armin Laschet, den Ministerpräsidenten von Nordrheinwestfalen. Dieser sagte nach dem Vorfall, dass es nun Zeit sei für einen Dialog. Auf einem offenen Brief, der gegen den Baum gelehnt ist, von dem Meyn fiel, steht: headtopics.com

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«Herr Laschet, die Zeit für Gespräche wäre vor der Räumung gewesen.»Vor wenigen Wochen hat ein Gericht entschieden, dass die Räumungsaktion rechtswidrig war. Dass der offizielle Grund, die Baumhäuser wegen Brandschutzbedenken zu räumen, nur ein Vorwand gewesen sei.

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