Bag, Pharmaindustrie, Beim Bag İst Man Zwar Für Gesundheit, Aber Gegen «Big Pharma». Das Muss Sich Ändern, Kommentar, Schweiz, Nachrichten

Bag, Pharmaindustrie

BAG muss Zusammenarbeit mit dem Privatsektor neu ausrichten

In normalen Zeiten muss das #BAG der #Pharmaindustrie die Stirn bieten. Doch zur Bewältigung der Pandemie wäre ein direkter Draht vom Bundeshaus in die Konzernzentralen hilfreich. Der Kommentar von @gioiadasilva @NZZSchweiz ➡️

12.04.2021 19:05:00

In normalen Zeiten muss das BAG der Pharmaindustrie die Stirn bieten. Doch zur Bewältigung der Pandemie wäre ein direkter Draht vom Bundeshaus in die Konzernzentralen hilfreich. Der Kommentar von gioiadasilva NZZ Schweiz ➡️

In normalen Zeiten muss das Bundesamt für Gesundheit der Pharmaindustrie die Stirn bieten. Doch zur Bewältigung der Pandemie wäre ein direkter Draht vom Bundeshaus in die Konzernzentralen hilfreich. Reden Bundesräte nicht mit Managern, gehen pragmatische Lösungen unter.

TeilenBundesrat Alain Berset zwischen dem Walliser Regierungschef Christophe Darbellay (links) und der Walliser Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten beim Besuch des Lonza-Werks in Visp am 11. Januar 2021.Alessandro Della Valle / Keystone

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Bundesrat Alain Berset und seine Entourage mussten sich in den vergangenen Wochen einiges anhören: Berset habe ein gestörtes Verhältnis zur Pharmabranche. Hätte er dem Lonza-Chef im entscheidenden Moment besser zugehört, wäre die Schweiz heute vielleicht schon bald durchgeimpft. Die Abneigung des SP-Magistraten gegenüber der «Big Pharma» erschwere das Krisenmanagement. Unternehmen hätten mehr zur Pandemiebekämpfung beitragen können, aber Berset habe sie nicht gewähren lassen.

Damit kritisieren nach der Gastronomie, der Hotellerie und dem Gewerbe nun auch Vertreter der Pharmaindustrie öffentlich das Krisenmanagement des Bundes. Dass dies gerade jetzt geschieht, ist kein Zufall. Denn die Shutdown-Müdigkeit hat inzwischen auch die Pharmabranche erreicht. Auch in der Basler Pharmaszene wartet man sehnlichst auf Vakzine, während ein Werk im Wallis ganz Europa mit den begehrten Wirkstoffen beliefert. Warum schafft es das Pharmaland Schweiz nicht, mindestens gleich schnell zu impfen wie Serbien, Chile oder die USA? headtopics.com

Bundesrat Berset ist gewiss nicht alleine verantwortlich für verpasste Chancen und Fehler im Pandemiemanagement. Aber in seiner Rolle als Krisenchef muss er die Verantwortung auf sich nehmen: Verantwortung für die Zielkonflikte in der Pandemiebekämpfung, die in den Augen vieler Lockdown-Betroffener die Gesundheit zu stark gewichtet. Und Verantwortung für eine Kultur im BAG, die Pharmafirmen bekämpft statt ermächtigt.

BAG und «Big Pharma»: Kontrahenten in normalen ZeitenVor der Pandemie wurde das BAG dafür kritisiert, wenn es Pharmafirmen zu viel durchgehen liess. Schliesslich ist es im Sinn der Allgemeinheit, wenn der Bund der hochprofitablen Branche bei den Medikamentenpreisen und den Therapiekosten genau auf die Finger schaut. Über die Jahre ist damit aber ein Bundesamt entstanden, das auf einem unternehmensfeindlichen Selbstverständnis beruht. Beim BAG ist man zwar für Gesundheit, aber gegen «Big Pharma». Bundesrat Berset, der seit bald zehn Jahren an der Spitze des Departements steht und selbst nie hauptberuflich im Privatsektor gearbeitet hat, stemmt sich dieser Kultur offenbar kaum entgegen.

Das wirkt sich in der gegenwärtigen Krise negativ aus. Bundesrat Berset nahm laut Recherchen der «NZZ am Sonntag» in der Pandemie weder zum Roche- noch zum Novartis-CEO Kontakt auf. Für die Verhandlungen bei der Impfstoffbeschaffung musste das BAG Leute aus der Privatwirtschaft engagieren: «Vertreter mit Privatsektorerfahrung», so nennen hochrangige BAG-Angestellte die Berater noch immer. Ein Label für Wirtschaftsführer, die unter den Bundesangestellten scheinbar noch immer auffallen, als wären sie Exoten.

Dass es auch anders geht, zeigt das Finanzdepartement. Dort konnte Bundesrat Ueli Maurer innerhalb von wenigen Tagen ein Bürgschaftsprogramm für Unternehmen aufgleisen, um das die Schweiz vielerorts beneidet wurde. Noch bevor die Krise wirklich ausbrach, telefonierte Maurer mit den Chefs von Credit Suisse und UBS. Drei weitere Banken wurden in die Entwicklung des Kreditprogramms eingebunden. Kurz nachdem der erste Lockdown die Schweiz lahmgelegt hatte, telefonierten Banken und Behörden fast stündlich. Das wohl grösste Rettungspaket der Schweizer Wirtschaftsgeschichte wurde in etwa zwei Wochen fertig geschnürt. Danach flossen die Kredite innerhalb von 30 Minuten. headtopics.com

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Diese Art von Pragmatismus lässt das BAG unter der Leitung von Bundesrat Berset vermissen. Doch die Schuld liegt nicht nur beim Gesundheitsminister, denn die Berührungsängste zwischen dem BAG und der Pharmaindustrie zeugen von ideologischen Scheuklappen auf beiden Seiten. Die Pharmavertreter sagen zwar, sie hätten gerne näher mit dem BAG zusammengearbeitet, doch was genau sie gerne gemacht hätten, wissen sie auch nicht so genau.

Für die weitere Krisenbewältigung wäre nun ein unverkrampftes Aufeinanderzugehen angesagt. Von beiden Seiten.5 KommentareErwin Dufner -1753807043vor 11 MinutenIch gehe noch einen Schritt weiter als der Autor. Ich finde die Preisregulierung der Pharmabranche nämlich nicht gut. Wir sollten nicht regulieren, sondern deregulieren, d.h. z.B. Re-Importe von Arzneimitteln zulassen. Ich bin sicher, die Preise würden in der Schweiz sinken, zum Wohle der Versicherten/Kranken. Am meisten würden die Bezieher niederer Einkommen profitieren.

Integrierte Psychiatrie Hanspeter Conrad 1953946766vor etwa einer Stunde7 EmpfehlungenDie Berührungsängste zw. (links geführten) Bundesdepartementen und multinationalen Firmen sind Insidern schon lange bekannt - und werden sich aufgrund der völlig unterschiedlichen Unternehmenskulturen auch mit weiteren gutgemeinten Kommentaren kaum ändern. Ein wenig beleuchtetes, m. E. wichtigeres, Thema, ist die Tatsache, dass bei Covid bisher massiv von der sonstigen Rollenteilung zw. Bund und Kantonen im Spital- und Gesundheitswesen abgewichen werden musste. Im Rahmen des KVGs sind es im Normalfall die Kantone, welche die Spitalpolitik (v.a. mit Spitallisten und Tarifgestaltung) bestimmen. Wie figura zeigt, ist das BAG in der Dauer-Krise auch nach langer Zeit nicht in der Lage, viele dieser praktischen Probleme wirksam und zweckmässig zu lösen.

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