«Arena» zur Teuerung - Was stärkt die Kaufkraft? Darüber sind sich die Parteien uneinig

25.06.2022 01:37:00

Die Inflation führt in der Schweiz zu steigenden Preisen. Die Politik stritt sich in der «Arena» über Lösungen.

Steigende Preise, Inflation und die Frage: Was stärkt die Kaufkraft? In der SRFArena kam es zu einem wahren Wettbewerb der politischen Ideen und zum Angriff der SVP auf DieMitte.

Die Inflation führt in der Schweiz zu steigenden Preisen. Die Politik stritt sich in der «Arena» über Lösungen.

Die Preise steigen.14 14 Ihre Inflationsvoraussagen werden nicht überall geteilt: Die Spitze der Schweizerischen Nationalbank mit Fritz Zurbrüggen, Thomas Jordan und Andrea Maechler.Firmen, die jetzt die Löhne nicht erhöhen, werden verlieren Doch auch auf der Kostenseite hielt Travailsuisse diverse Massnahmen für angezeigt.27 27 Die Swiss will die Löhne nicht anheben, obwohl ihr das Personal fehlt: Flight-Attendant auf einem Langstreckenflug.

Im vergangenen Mai mussten Schweizer Bürgerinnen und Bürger 2.9 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Vorjahr bezahlen.Das ist deutlich mehr, als die Schweizerische Nationalbank erwartet.Wer Auto fährt, merkt die Teuerung an der Tankstelle, die Kosten fürs Heizen sind im Vergleich zum letzten Jahr über 80 Prozent gestiegen, Lebensmittel und Mieten werden teurer.Das sei ein Kompromiss zwischen einer starken Vergünstigung des öffentlichen Verkehrs und einer Senkung der Treibstoffpreise, so Travailsuisse.Die Gäste in der «Arena» Box aufklappen Box zuklappen Moderiert von Sandro Brotz.Aber wir schätzen die Bremswirkung der jüngsten Leitzinserhöhung um 0,50 Basispunkte anders ein als die Notenbank.«Der nächste Schritt ist nun, dass die Arbeitgeber mehr Lohn bezahlen», sagte Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) in der «Arena» am Freitagabend.Seine Argumente: Es gebe in der Schweiz keinen automatischen Teuerungsausgleich für Löhne.

Das soll die Kaufkraft der Arbeitnehmenden stärken.Deshalb rechnen wir mit einer Inflationsrate von knapp 4 Prozent gegen Jahresende.Denn diese würden durch die Inflation besonders stark getroffen.Andernfalls hätten insbesondere Geringverdienende wegen der Teuerung immer mehr Mühe, von ihrem Lohn zu leben.Unterstützung erhalten die Gewerkschaften von der Mitte.Wird das so bleiben? Wenn die Inflation mal im System ist, bringt man sie nur noch schwer weg.Diese fordert auch eine Anpassung der Renten.Foto: Keystone Travailsuisse hatte etwa ausgerechnet, dass eine Zunahme der Nahrungsmittelpreise um vier Prozent sowie ein Kostenwachstum der Krankenkassenprämien von acht Prozent je nach Haushaltseinkommen unterschiedliche Folgen hat.«Wir brauchen Lösungen, kein Parteiengeplänkel», sagte Mitte-Nationalrat Philipp Kutter zur überraschenden Allianz mit der Linken.Einige sind sogar gesunken.» Vieles, was Vogt sagt, stimmt.

Schulterschluss zwischen Linke und MitteDie Mitte stelle sich auf die Seite derjenigen, die konstruktive Lösungen bereit hielten.Manchmal seien diese auf der bürgerlichen Seite zu finden, als es etwa um die Benzinpreise ging.Und wie sieht es im nächsten Jahr aus? Nicht viel besser.Die Schweizer Nationalbank (SNB) prognostizierte für 2022 eine Jahresinflation von 2,8 Prozent.Manchmal seien diese aber auch auf der linken Seite.01:16 Video Erklärvideo: Die Preise in der Schweiz steigen Aus News-Clip vom 24.Im Landesindex der Konsumentenpreise sind rund ein Viertel aller Preise administriert.06.SDA Publiziert heute um 09:30 Uhr Fehler gefunden?.Der Preis steigt, wenn das Angebot unter der Nachfrage liegt.

2022.Für die privaten Haushalte legt die Elcom die Preise einmal pro Jahr im September fest.abspielen.Laufzeit 1 Minute 16 Sekunden.Die Haushalte haben bis jetzt noch keine Preissteigerungen gesehen.«Die Teuerung wird wegen der Lieferengpässe und der steigenden Energiepreise weiter zunehmen», so Kutter.Diese ausserordentliche Situation erfordere es, rasch eine Entlastung für die privaten Haushalte zu schaffen.Die meisten administrierten Preise werden halbjährlich oder jährlich festgelegt.Es gibt keinen Grund, dieses Gesetz nicht auf den Arbeitsmarkt zu übertragen.

Das liege auch in der sozialen Verantwortung der Mitte.Zielgerichtete Massnahmen seien hierbei die Erhöhung der Renten sowie die Verbilligung der Krankenkassenprämien.«Wir sind immer noch in voller Fahrt.Das passe zum Parteiprogramm.«Die Mitte engagiert sich schon seit sehr langer Zeit bei den Kosten im Gesundheitswesen.» Welche weiteren vom Staat administrierten Preise werden uns aufs Portemonnaie drücken? Dazu gehören die Kehrichtgebühren oder die Posttaxen.» Mit der Kostenbremse-Initiative will sie die Gesundheitskosten auch langfristig in den Griff bekommen.

FDP und SVP wollen Steuern senken«Wir müssen uns beruhigen und keine überstürzten Massnahmen ergreifen», sagte hingegen FDP-Nationalrat Olivier Feller.Ein weiterer grosser Posten sind die ärztlichen Leistungen.Die Schweizerische Nationalbank habe mit der Leitzinserhöhung bereits schnell und proaktiv gehandelt, um die Inflation zu bremsen.Während die Produktion stetig wächst, stagnieren die Löhne seit Jahren.Gibt es überhaupt noch etwas, was billiger werden könnte? J a, das gibt es glücklicherweise immer noch.Autor: Samira Marti SP-Nationalrätin «Wir spüren die Inflation vor allem bei Gütern, die importiert werden, etwa beim Erdöl oder Treibstoff oder gewissen Nahrungsmitteln.» Die Politik solle sich spezifisch jene Güter, die heute teurer sind, beschränken und etwa Mineralöl- oder Mehrwertsteuern senken.Kleines Beispiel: Bei uns ist der Reis in den letzten Monaten deutlich günstiger geworden.

Steigende Mieten und KrankenkassenSP-Nationalrätin Samira Marti wiederum wies darauf hin, dass 63 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes sei auf den Konsum der Gesellschaft zurückzuführen.Während die Produktion stetig wachse, würden die Löhne seit Jahren stagnieren.In der Eurozone hingegen gibt es überall Preisanstiege.Die privaten Haushalte würden zudem durch steigende Mieten und Krankenkassenprämien immer stärker belastet.Da müsse man jetzt Abhilfe schaffen - aber nicht nach dem Giesskannenprinzip: «Es gibt keinen wirtschaftspolitischen Grund, weshalb man Kaviar subventionieren sollte», so Marti.«Es war nicht der Schweizer Franken, der dämpfend gewirkt hat, wie das oftmals behauptet wird»: David Marmet, Chefökonom der Zürcher Kantonalbank.Weitere Teuerung auf den Herbst erwartetAus der Sicht von SVP-Nationalrat Thomas Matter ist die Forderung der SP ein «sozialistisches Umverteilungsmärchen unter dem Deckmantel der Inflation».

Es sei unklar, wer diese zusätzlich anfallenden Kosten wie etwa für die Krankenkassenprämien bezahle.Aber das passiert insgesamt auf einem hohen Niveau.01:26 Video SVP-Nationalrat Thomas Matter: «Die Steuern müssen sinken.» Aus News-Clip vom 24.Wir werden nicht die Niveaus von acht und mehr Prozent erreichen.06.2022.Bei uns machen die fossilen Energieträger, also Erdgas, Erdöl und Kohle rund 50 Prozent aus.

abspielen.Laufzeit 1 Minute 26 Sekunden.Und diese Energieträger sind jetzt sehr teuer geworden.«Diese Massnahmen gehen zu Lasten des hart arbeitenden Mittelstandes, der das aus seinem Sack bezahlen muss.» Zudem führten sie zu einer Lohn-Preis-Spirale, die die Inflation nur noch verschärfe.Und es war nicht der Schweizer Franken, der dämpfend gewirkt hat, wie das oftmals behauptet wird.Stattdessen forderte Matter eine Senkung der Benzinsteuer.

Das sei eine echte, gezielte Entlastung.Unser Energiemix wird dafür sorgen, dass wir nicht so hohe Inflationsraten sehen werden.Die Politikerinnen und Politiker in der «Arena» erwarten einhellig, dass die Teuerung auf den Herbst noch ansteigt.Dazu komme ein Preisschock bei den Krankenkassen und auch vor steigenden Strompreisen wurde eingehend gewarnt.Der Energiemix mit einem hohen Anteil an Strom dämpft den Inflationsanstieg in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern.Die hitzige Debatte zeigte aber: Bei den Lösungswegen ist sich die Politik noch uneins..Wir rechnen fest damit.

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SandroBrotz die zinserhöhung der SNB war viel zu tief. der leitzins ist noch immer negativ! 📉📉📉 JA IN DER ARENA SIEHT MAN ES WIEDER ALLE WOLLEN SPAREN UND KEINE LOHNERHÖHUNG FÜR DIE UNTEREN EINKOMMEN ALSO ES WÄRE DOCH EINE GUTE LÖSUNG FÜR EIN BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN SO KÖNNEN DIE DIE 4000FR LOHN HABEN ZUR WEITERBILDUNG ODER ANDERE IDEEN ZUM ARBEIT FINDEN B.L.G.E

Mehr Lohn für das Level 0 Angestellten-Volk wäre ein guter Anfang. Aber ob das in die Gewinnziele der Geldelite passt, wohl eher nicht. 1 Die rechtsextremen Hetzreden und totalitären Attacken aus der SVP auf Maden wie mich haben auch bei mir längstens Spuren in dem Sinne hinterlassen, dass ich den elitären SVP-Leuten noch ein feines Leben wünsche bis zum Ende… 2 …unseres Sonnen- und Planetensystems.

Wer schaut Arena? Hat DieMitte denn politische Ideen? Die machen doch einfach rotgrün einfach langsamer.

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