Analyse zu den Atomgesprächen – Ein israelischer Militärschlag wäre verheerend

Die neue Regierung in Jerusalem warnt vor einem Atomabkommen mit dem Iran und droht mit einem Alleingang. Der hätte verheerende Folgen für die gesamte Region.

02.12.2021 01:00:00

Die neue Regierung in Jerusalem warnt vor einem Atomabkommen mit dem Iran und droht mit einem Alleingang. Der hätte verheerende Folgen für die gesamte Region.

Auch die neue Regierung in Jerusalem warnt vor einem Atomabkommen mit dem Iran und droht mit einem Alleingang. Der hätte verheerende Folgen für die gesamte Region.

Publiziert heute um 16:10 Uhr51 KommentareFür Israel eine Bedrohung: Atomanlage in Arak, Iran.Foto: Majid Saeedi (Getty Images)Im vornehmen Wiener Palais Coburg verhandeln die Delegationen seit dieser Woche wieder über einAtomabkommen mit dem Iran

. Das Kontrastprogramm zu den nach aussen hin weitgehend geräuschlosen Gesprächen kommt aus Israel: Auf allen Kanälen und von allen politischen Protagonistinnen und Protagonisten wird die unter Naivitätsverdacht gestellte Welt davor gewarnt, vor dem Teheraner Nuklearprogramm zu kapitulieren. Und diese Warnung geht einher mit einer massiven Drohung: Israel werde sich an kein Abkommen gebunden fühlen und behalte sich das Recht auf eigenes Eingreifen vor.

Mit solcher Fundamentalopposition hat Israel nicht nur sich selbst, sondern auch die gesamte Welt in eine heikle Lage manövriert. Denn wenn man – aus sehr guten Gründen – keine iranische Atombombe will, aber auch keinen Vertrag, der den Weg dorthin versperrt, was will man dann? Das iranische Regime mit noch mehr Sanktionsdruck und noch mehr Drohungen in die Knie zwingen? headtopics.com

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«Der Iran ist der Bombe heute sehr viel näher als vor drei Jahren.»Das hat sich längst als aussichtslos erwiesen. Denn genau dies hatte der frühere US-Präsident Donald Trump bezweckt, als er auf Einflüsterung seines israelischen Alter Ego Benjamin Netanyahu 2018 das bestehende Atomabkommen mit dem Iran

aufkündigte. Dieses Manöver ist auf die gefährlichste Art gescheitert. Der Iran ist der Bombe heute sehr viel näher als vor drei Jahren.Unter dem Strich bleibt daher in der israelischen Logik nicht viel mehr als ein Militäreinsatz. Die Führung in Jerusalem verbreitet längst, dass dafür kräftig aufgerüstet und eifrig trainiert werde – und das sollte niemand für blosse Rhetorik halten.

Gewiss schwingt da die alte Pausenplatz-Taktik mit: Wer besonders laut «Haltet mich zurück, sonst schlag ich zu!» ruft, der will den starken Mann markieren, ohne Gefahr zu laufen, sich eine blutige Nase zu holen. Doch am Ende könnte sich Israel zum Handeln gezwungen sehen. Denn die Angst vor der iranischen Bombe ist eine existenzielle Angst, wurzelnd in historischer Erfahrung, angetrieben vom iranischen Gefauche über die Auslöschung des jüdischen Staats.

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Zweimal schon hat Israel atomare Ambitionen zerstörtZweimal schon hat Israels Luftwaffe die atomaren Ambitionen in der nahöstlichen Nachbarschaft zunichtegemacht: 1981 im Irak, 2007 in Syrien. Das waren wagemutige und höchst präzise Einsätze, auf die Israels Militär mit reichlich Stolz verweist. Doch dies kann bei weitem keine Vergleichsgrösse sein zu jener militärischen Mission, die nötig wäre, um die technisch weit fortgeschrittenen und geografisch weit verstreuten iranischen Atomanlagen in Schutt und Asche zu bomben. headtopics.com

Und natürlich würde ein solcher israelischer Angriff nicht ohne iranische Antwort bleiben können. Schon jetzt liefern sich die beiden Länder einen– mit Cyberattacken, Bombenanschlägen oder gezielten Exekutionen. Wenn das eskaliert, droht der gesamten Region ein Flächenbrand.

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Was hätte wohl atomares Iran für Folgen für die Region? Was wohl die Regierung in Bern sagen würde, wenn zum Beispiel Tschechien der Schweiz ständig mit Vernichtung drohte und an einer Atombombe basteln würde? Was ist denn die 'nicht verheerende' Lösung? Auslöschung Israels? Hallo Tagi, seid ihr von allen guten Geistern verlassen? FlorianSchwab EditorMorvay DavidKleinCH zac1967

Israel macht alles richtig, ausser, das es nicht schon lange richtig zugeschlagen hat.

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