An der Fasnacht tritt Rassismus offen zutage

Um es klar zu sagen: Nein, Fasnacht darf nicht alles.

26.2.2020

Um es klar zu sagen: Nein, Fasnacht darf nicht alles.

In Wangs SG wurde ein dunkelhäutiger FDP-Politiker als «Neger» diffamiert. Um es klar zu sagen: Nein, Fasnacht darf nicht alles.

«Wie viele ‹Neger› brauchen wir in St. Gallen?», steht gross auf einem Fasnachtswagen, weiss auf blau. Über dem Schriftzug sind fünf Jungfreisinnige der Region Sarganserland abgebildet, die für die Kantonsratswahlen kandidieren. Darunter Nirosh ­Manoranjithan, 27-jährig und mit srilankischen Wurzeln. Sein Gesicht ist auch noch separat abgebildet. Manoranjithan ist der Einzige mit dunkler Hautfarbe.

Man könnte anhand dieses Beispiels meinen, dass die soziale Kontrolle in unserer Gesellschaft funktioniert, auch in der närrischen Fasnachts­gesellschaft. Die Verantwortlichen haben reagiert, sobald sie die rassistische Äusserung bemerkten. Die FDP Sarganserland wird eine Strafanzeige wegen Ehrverletzung prüfen. Es gibt sie ja, Gesetze in der Schweiz, die definieren, was man noch sagen darf und was verboten ist. Gesetze, die Personen wie Manoranjithan schützen sollen. Aber leider ist es damit nicht getan.

Zwei andere aktuelle Beispiele: Am vergangenen Sonntag stellte der Strassenkarneval im belgischen Aalst Juden als Ungeziefer dar. Schon wieder. Oder jetzt erst recht, aus Trotz? 2019 hatte die jüdische Gemeinschaft nach solchen Darstellungen protestiert und die Unesco gedroht, dem Karneval das Prädikat Weltkulturerbe zu entziehen. Ebenfalls am Sonntag verbrannten Bewohner der kroatischen Kleinstadt Imotski am Ende des Umzugs ein Motiv, das ein küssendes schwules Paar mit Kind darstellte. Das Paar wurde zum diesjährigen Maskottchen des Bösen gewählt – ­wenige Tage nach einem Urteil, das homosexuellen Paaren ermöglicht, Pflegeeltern zu werden.

Der Pädagoge Wolfgang Oelsner, der Bücher über den Karneval geschrieben hat, verglich diesen Brauch mit einem Vergrösserungsglas: «Was ohnehin ist, wird besonders deutlich.» Besonders deutlich wird in diesen Tagen der tief verwurzelte Antisemitismus und Rassismus. Das wird man wohl noch sagen dürfen.



Weiterlesen: Tages-Anzeiger

Doch! Genau dafür ist die Fasnacht da! SalomeMller gibt uns von der hohen Kanzel herab den Tarif durch. Der Papst erübrigt sich wohl! Aber ja. Ich lasse mir gerne von 30-jährigen Tussis ohne jede Ausland- oder Lebenserfahrung sagen, was ich darf und was nicht. Dankemerci!

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