«American Gladiators» – Was wurde eigentlich aus diesem skurrilen TV-Spektakel?

Die Männer und Frauen mit den überdimensionierten Wattestäbchen sind von der Mattscheibe verschwunden. Aber ihr Geist lebt weiter.

13.05.2021 21:00:00

Die Männer und Frauen mit den überdimensionierten Wattestäbchen sind von der Mattscheibe verschwunden. Aber ihr Geist lebt weiter.

Sie gingen mit Wattestäbchen aufeinander los – und im Drogenrausch. Die Show war in den Neunzigern grosses Kino. 25 Jahre danach lebt ihr Geist weiter – gar an Olympia?

Einige von ihnen halfen auch mit Doping nach. Danny Clark, der sechs Jahre lang als Nitro in der Show mitwirkte, berichtete 2009 in seinem Enthüllungsbuch «A True Story of ‘Roids, Rage, and Redemption» («Eine wahre Geschichte über Steroide, Wut und Erlösung») vom Drogenkonsum während der Show. Ihnen sei von den Ärzten gar gezeigt worden, «wie man es richtig macht», schrieb er. Einmal gingen er und sein Kollege Jim Starr, Laser genannt, im Drogenwahn aufeinander los.

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Eine Fülle an Disziplinen: Hier duellieren sich zwei Herausforderer in einem Ringkampf der speziellen Art.Foto: Tony Duffy (Allsport/Getty Images)Im Mai 1996, dieser Tage vor 25 Jahren, wurde die siebte und letzte Staffel produziert. Versuche, «American Gladiators» wiederzubeleben, scheiterten. Selbst der Einstieg von Branchenriese NBC und die Verpflichtung von Laila Ali und Starwrestler Hulk Hogan als Moderatoren im Jahr 2008 nützten nichts.

Trotzdem lebt der Geist der Gladiatoren weiter. Kurz nach der Absetzung der Sendung entstand 1997 in Japan die Spielshow «Sasuke», bei der 100 Menschen einen Hindernisparcours absolvieren, teilweise bestehend aus Disziplinen von «American Gladiators». Neu war auch dies nicht: Das in den Achtzigerjahren in Japan erfundene, aber viel mehr auf Klamauk angelegte «Takeshi’s Castle» erfreute sich bereits grosser Beliebtheit. Dabei versuchte ein Heer von bis zu 150 Herausforderinnen und Herausforderern, über wacklige Brücken oder verdreckte Anstiege die Burg des Fürsten Takeshi zu stürmen. Begleitet von hämischen Kommentaren der TV-Zuschauer. headtopics.com

Auch das Konzept dieser Sendung ist bis heute wiederzufinden – im Breitensport. Da gibt es Ausdauerläufe wie den Strongman-Run, bei dem Sportler einzeln oder in der Gruppe einen Hindernisparcours überwinden. Über wacklige Brücken oder verdreckte Anstiege hoch.

«Der Lauf der Harten und Verrückten», titelte diese Zeitung einst.Sogar zu einem weltweiten Ereignis wurde die Idee hinter Sasuke. Unter anderem Namen allerdings: «Ninja Warrior». Nachdem 2009 zunächst «American Ninja Warrior» seine Premiere erlebte, wurde die Show in viele weitere Länder exportiert und dort mehr oder weniger erfolgreich produziert. Auch in die Schweiz: erst auf 3+, danach auf TV24. Derzeit laufen beim Privatsender die Vorbereitungen auf die dritte Staffel. Bei «Ninja Warrior» absolvieren die Läufer einen Kurs mit Hindernissen. Bei «American Gladiator» gab es die Disziplin auch, «Eliminator» hiess sie da.

Und so kreuzen sich die Wege wieder zwischen Show und Sport. Denn «Ninja Warrior» ist eng verwandt mit Parkour oder Free-Running, jenem Trendsport, der schon so weit verbreitet ist, dass er als olympische Disziplin in Betracht gezogen wird. Eine Aufnahme für die Sommerspiele 2024 in Paris hat das Internationale Olympische Komitee zwar abgelehnt, Parkour wird in der französischen Hauptstadt aber als Entwicklungssportart eine Plattform erhalten.

, der Parkours in den Varianten Speed und Freestyle anbietet. Längst gibt es auch Weltmeisterschaften sowie eine Weltcup-Serie. Starke Free-Runner, zum Beispiel der Schweizer Parkour-Pionier Christian Harmat, haben auch schon bei «Ninja Warrior» mitgemacht. headtopics.com

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