Abgeschossen ohne Bewilligung - Das Bafu will mehr zum Wolfsabschuss wissen

Ob die Berufung auf die polizeiliche Generalklausel korrekt ist, überprüft nun das Bundesamt für Umwelt.

Graubünden, Abschussbewilligung

21.01.2022 23:11:00

Den Fall in Graubünden speziell macht die Tatsache, dass der Kanton ohne Abschussbewilligung des Bundes gehandelt hat. Ob die Berufung auf die polizeiliche Generalklausel korrekt ist, überprüft nun das Bundesamt für Umwelt.

Ob die Berufung auf die polizeiliche Generalklausel korrekt ist, überprüft nun das Bundesamt für Umwelt.

Länger zuwarten bei diesem Wolf geht nicht, das ist zu gefährlich. Autor: Adrian Arquint Bündner Jagdinspektor Am vergangenen Sonntagmorgen früh um Viertel nach sechs habe eine Augenzeugin Beunruhigendes erlebt, erzählt Arquint. Der Wolf habe sich ihr bis auf zwei Meter genähert und sei dort über einen längeren Zeitraum geblieben, bevor er sich in Richtung Dorf davon gemacht habe. Da habe man handeln müssen, sagt der Jagdinspektor: «Man ist zum Schluss gekommen: Länger zuwarten geht nicht, das ist zu gefährlich.»

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Das grösste Problem bei diesen Wölfen war sehr wahrscheinlich nicht der Wolf sondern die Anfütterung und die illegale Entsorgungen von Totgeburten in Siedlungsnähe von Kälbern. Ob bewusst oder unbewusst lasse ich mal so stehen. bafu In Kanada markieren Bärenforscher ihre Zelte so, und werden dadurch nicht angegriffen!

Man muss die Grenzen um Schafszäune mit Urin markieren, damit die Wölfe kapieren, wer hier der Chef ist? Wölfe sprechen diese Sprache! Dafür sollten Schafshirte sollten dafür in Sprühdosen pissen und ihre Schafsgrenzen mit Urin markieren...! :)

Bündner Surselva - Menschen zu nahe gekommen: Wolf ohne Bewilligung geschossenDie Bündner Wildhut hat eigenmächtig einen Wolf geschossen. Sie stützt sich dabei auf die polizeiliche Generalklausel . Ein eigenmächtiger Wolf wird geschossen und das ist für die Medien ein wichtiges Tagesthema. Gut geht es uns, wenn das das vorherrschende Thema ist.

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Der einzelne Wolf in der oberen Surselva sei schon seit Wochen mit seinem äusserst problematischen Verhalten aufgefallen, sagt der Bündner Jagdinspektor Adrian Arquint. Immer wieder sei es zu Begegnungen mit Menschen gekommen. Mehrere Versuche, das Tier mit einem Sender zu versehen und mit Gummischrot zu vergrämen, seien gescheitert. «Diese Ereignisse haben in den letzten Wochen stark zugenommen, mit einer Akzentuierung am letzten Wochenende.» Länger zuwarten bei diesem Wolf geht nicht, das ist zu gefährlich. Autor: Adrian Arquint Bündner Jagdinspektor Am vergangenen Sonntagmorgen früh um Viertel nach sechs habe eine Augenzeugin Beunruhigendes erlebt, erzählt Arquint. Der Wolf habe sich ihr bis auf zwei Meter genähert und sei dort über einen längeren Zeitraum geblieben, bevor er sich in Richtung Dorf davon gemacht habe. Da habe man handeln müssen, sagt der Jagdinspektor: «Man ist zum Schluss gekommen: Länger zuwarten geht nicht, das ist zu gefährlich.» Regelung für WolfsrudelIn der Nacht auf den Donnerstag hat der Kanton Graubünden das Einzeltier deshalb in unmittelbarer Nähe einer Siedlung abgeschossen. Das ist an und für sich nichts Aussergewöhnliches, immer wieder werden sogenannte Problemtiere erlegt. Den Fall speziell macht die Tatsache, dass der Kanton ohne Abschussbewilligung des Bundes gehandelt hat. Er stützt sich dabei auf die polizeiliche Generalklausel, ein Instrument aus dem Polizeirecht. Sie ermöglicht ein Handeln ohne gesetzliche Grundlage, sofern eine Gefahr «schwer» ist und «unmittelbar bevorsteht». Der Kanton Graubünden sah dies im vorliegenden Fall als erfüllt an. Das geltende Jagdgesetz besagt, dass Kantone geschützte Tierarten – und der Wolf gehört dazu – mit vorheriger Zustimmung des Umweltdepartements von Bundesrätin Simonetta Sommaruga abschiessen dürfen, sofern sie einen zu hohen Bestand aufweisen und dadurch grosser Schaden oder eine erhebliche Gefährdung entsteht. Diese Formulierung lässt also eigentlich nur Abschüsse zu, wenn es sich um Wölfe in einem Rudel handelt. Hier gibt es eine GesetzeslückeWas einzelne Wölfe betrifft, erlaubt das Jagdgesetz den Kantonen zwar, selber und ohne Bewilligung des Bundes, Massnahmen zu beschliessen, aber nur, sofern die Tiere «erheblichen Schaden» anrichten. Die Gefährdung von Menschen gehört nicht dazu. Da besteht also eine Gesetzeslücke, die mit der Revision des Jagdgesetzes hätte geschlossen werden sollen. Bloss hat das Schweizer Stimmvolk diese Vorlage im Herbst 2020 abgelehnt. Deshalb greift der Kanton Graubünden zur polizeilichen Generalklausel. Unter diesen Umständen ist es für uns nachvollziehbar, dass man diesen Wolf abgeschossen hat. Für den Wolfsbestand an sich ist das kein Problem. Autor: Sara Wehrli Grossraubtierexpertin der Pro Natura Für die Umweltschutzorganisation Pro Natura sei das in Ordnung, sagt Grossraubtierexpertin Sara Wehrli. Der Wolf habe tatsächlich ein sehr problematisches Verhalten gezeigt: «Unter diesen Umständen ist es für uns nachvollziehbar, dass man diesen Wolf abgeschossen hat. Für den Wolfsbestand an sich ist das kein Problem.» 11:24 Video Angst auf der Alp: Das Aufrüsten gegen den Wolf Aus Rundschau vom 23.06.2021. abspielen Beim Bundesamt für Umwelt Bafu in Bern heisst es auf Anfrage, man verlange vom Kanton Graubünden zu diesem Abschuss nun weitere Informationen. Auf dieser Grundlage werde das Bafu dann die Anwendung der polizeilichen Generalklausel überprüfen. Das letzte Wort bei diesem für die Bergkantone hochemotionalen Thema ist noch nicht gesprochen.