Reisen, Wirtschaft

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40 neue Hotels in der Schweiz: Das plant der Europa-Chef des Hotelriesen Accor

40 neue Hotels in der Schweiz und mehr Gespräche mit Gästen: Das plant der Europa-Chef des Hotelriesen Accor.

01.08.2021 18:07:00

40 neue Hotels in der Schweiz und mehr Gespräche mit Gästen: Das plant der Europa-Chef des Hotelriesen Accor.

Mit Marken wie Ibis oder Swissôtel ist Accor die grösste Hotelkette des Kontinents. Im Interview verrät der Europa-Chef seine Pläne für die Schweiz und sagt, warum seine Industrie nicht den besten Ruf hat.

Warum? Wird die Marke nicht mit der untergegangenen Swissair assoziiert, zu der sie einst gehörte?Die Marke ist unbezahlbar. Es schadet generell nie, wenn der Name Schweiz draufsteht. Er wird assoziiert mit Qualität und Effizienz. Die Marke Swissôtel ist ikonisch.

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Werden Sie andere neue Hotelmarken in der Schweiz lancieren?Ja. Lifestyle-Brands werden wichtig sein, aber auch unsere traditionellen Marken. Und wir werden sicher versuchen, mehr mit unabhängigen Hotels zu arbeiten. Dann gibt es noch die sehr grossen Häuser in

oder Genf. Die schauen wir uns sicher auch an.Mit wie vielen neuen Hotels planen Sie hierzulande?Ich denke, in den nächsten zwei Jahren können wir 30 bis 40 neue Hotels eröffnen. Das sind natürlich nicht alles riesige Hotels und einige werden wir auch übernehmen. Komplett neu eröffnen können wir wohl etwa 10 bis 15 Hotels. headtopics.com

Sie sind für rund 1200 Hotels in Europa verantwortlich. Kennen sie jedes einzelne?Wie ein Lehrer seine Schülerinnen und Schüler (lacht). Da gibt es auch die guten in der ersten Reihe und die zurückhaltenden in der letzten Reihe. Ich habe meinen Job mitten in der Pandemie übernommen und konnte noch nicht alle besuchen, aber das werde ich nachholen.

Werden die Hygienemassnahmen in Ihren Hotels bestehen bleiben?Ich denke, das wird so sein wie nach 9/11. Danach musste man plötzlich die Schuhe am Flughafen ausziehen. Heute denken wir nicht einmal mehr darüber nach. Das wird bei Hygienemassnahmen auch so sein.

Wie ändert sich Ihre Branche sonst noch?Die Gäste suchen vermehrt lokale Erfahrungen. Wir bieten ihnen in Paris zum Beispiel vergünstigte Tickets zumFrench Openan. Am Ende des Tages wird es immer darum gehen, den Gästen Aufmerksamkeit zu schenken. Die Zeit, in der man in der Schlange steht, um vor einem riesigen Tisch einzuchecken, ist vorbei. Heute kann jeder auf dem Handy einchecken. Brauchen wir also noch eine Rezeption - oder machen wir daraus besser eine Bar?

Was bleibt gleich?Es gab die Annahme, dass die Gäste weniger Kontakt mit dem Personal wünschen - zum Beispiel in der Zimmerreinigung. Kurzzeitig dachten manche, dass die Gäste lieber am Donnerstagabend einchecken und am Montag wieder abreisen, ohne dass jemand auf ihr Zimmer geht. headtopics.com

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Und?Es gab wahnsinnig viele Reklamationen. Die Leute sagten: «So habe ich die letzten Monate zuhause gelebt! Ich will neue Bettwäsche, neue Handtücher!» Die Leute wollen Normalität.Welche neuen Ideen setzen Sie um?Wir können zum Beispiel nicht einfach mehr nur Gin Tonics an der Bar ausschenken, sondern müssen dafür lokale Produkte verwenden und das den Gästen auch erklären. Die Leute wollen nicht mehr 250 Franken ausgeben für einen Michelin-Stern. Sie wollen sehen, woher ihr Essen kommt und wer dahintersteckt. Das geht über das Hotel hinaus. Wir können zum Beispiel organisieren, dass Museen in der Nähe der Hotels für unsere Gäste länger öffnen. Oder unseren Gästen in Paris persönliche Treffen mit Fussballspielern von

organisieren, und in Montreux spezielle Momente am Jazz-Festival.Wie wichtig ist ThemaNachhaltigkeitin Pandemie-Zeiten?Wir haben Brune Poirson eingestellt, eine der führenden Denkerinnen in diesem Bereich, die zuvor in der französischen Politik tätig war, um uns weiterzuentwickeln. Gerade Schweizer Gästen ist das Thema wichtig. Sie wollen wissen: Warum verwendet ihr hier

?Trotzdem wollen die Gäste jeden Tag neue Bettwäsche ?Das ist oft so, ja. Es geht uns aber auch um die gesellschaftliche Nachhaltigkeit, um die Betriebe vor Ort. Wir eröffnen nicht mehr als zwei Restaurants pro Hotel, damit die Balance mit den lokalen Betrieben, der Gelateria oder der Bar um die Ecke bestehen bleibt.

Wird Airbnb für die Online-Vermittlung von Ferienwohnungen weiter wachsen?Natürlich. Aber ich hoffe, Airbnb wird wenigstens ein bisschen reguliert. Wenn es eine Airline gäbe, die wie Airbnb arbeitet, würde sie sofort von den Behörden gestoppt. Das andere Problem ist die starke Position der Buchungsplattformen. Die lancieren jetzt eigene Loyalitätsprogramme. headtopics.com

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