25 Jahre Harry Potter - Potz Potter: Wie ein Bub die Buchwelt veränderte

24.06.2022 20:08:00

25 Jahre «#HarryPotter»: Wie ein Zauberlehrling die Buchwelt veränderte – die Geschichte einer Erfolgsstory.

Harrypotter

25 Jahre «HarryPotter»: Wie ein Zauberlehrling die Buchwelt veränderte – die Geschichte einer Erfolgsstory.

Seit genau 25 Jahren macht die «Harry Potter»-Reihe aus Lesemuffeln Bücherwürmer. Die Geschichte einer Erfolgsstory.

Solche Fan-Anekdoten sind keine Seltenheit, seit heute vor 25 Jahren der erste Band «Harry Potter und der Stein der Weisen» erschienen ist.Für alle Nicht-Potterheads: Die Story in vier Sätzen Box aufklappen Box zuklappen Ein Waisenkind wird zum Helden: «Harry Potter» ist die klassische Aussenseiter-Geschichte. 1997 erscheint der erste Band («Harry Potter und der Stein der Weisen»), zehn Jahre später der letzte («Harry Potter und die Heiligtümer des Todes»).

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«Völlig entnervt hat mein Vater – als Schulbibliothekar mit blutendem Herzen – auf dem Campingplatz in Schweden den aktuellen Harry-Potter-Band mit dem Cuttermesser am Buchrücken auseinandergeschnitten.Publiziert heute um 06:30 Uhr Fehlen den Vereinen immer mehr: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.Einen schlechteren Zeitpunkt als gerade jetzt für eine Staatenkonferenz zum UNO-Atombombenverbot gibt es nicht.Schüler und Schülerinnen einer Oberstufenklasse in Buttikon SZ haben bei einem Stellwerktest geschummelt.

Meine beiden Brüder – bis dahin eher lesefaul – stritten sich dauernd um das Buch. So konnten beide gleichzeitig weiterlesen. Von der Pandemie ist an Veranstaltungen kaum mehr etwas zu spüren.» Solche Fan-Anekdoten sind keine Seltenheit, seit heute vor 25 Jahren der erste Band «Harry Potter und der Stein der Weisen» erschienen ist. Seit Jahrzehnten war es nie so dringlich, über nukleare Totalabrüstung zu reden wie angesichts der aktuellen geopolitischen Konflikte. Für alle Nicht-Potterheads: Die Story in vier Sätzen Box aufklappen Box zuklappen Ein Waisenkind wird zum Helden: «Harry Potter» ist die klassische Aussenseiter-Geschichte. Doch wie sieht das bei den Verbänden und Vereinen aus? Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo. 1997 erscheint der erste Band («Harry Potter und der Stein der Weisen»), zehn Jahre später der letzte («Harry Potter und die Heiligtümer des Todes»). Mit einer Tastenkombination erzielten rund fünf Schüler und Schülerinnen einer zweiten Oberstufenklasse teilweise die höchste Punktzahl.

In jedem der sieben Bände wird ein Schul- und Lehrjahr von Harry und seinen Freunden auf dem Zauberinternat Hogwarts erzählt. Manche erhöhen die Zahl ihrer Atombomben. Einerseits beschreibt die Handlung einen ganz normalen Teenager-Alltag, andererseits wird Harry immer wieder mit dem Zauberer Lord Voldemort konfrontiert, der das Böse verkörpert. Was «Harry Potter» ausmachtDamals entstand ein unvergleichlicher Hype um Harrys Geschichte. So stand etwa während zehn Jahren fast ununterbrochen ein «Harry-Potter»-Band auf der Bestellerliste der «New York Times». Der russische Staatschef droht gar – was bisher als Tabu galt – explizit mit dem Einsatz von Atomwaffen. Kein Wunder, sagt Petra Schrackmann, Bibliothekarin am Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien Sikjm und Expertin für populäre Literaturen und Medien. Nach gerade mal zehn Minuten habe er die Schwachstelle gefunden: «Ich fand es unglaublich, dass es so einfach war.

Sie zählt fünf Faktoren auf, weshalb Harry Potter die Bücherwelt dermassen auf den Kopf stellte: Erfolgsfaktor Verfilmung Box aufklappen Box zuklappen Die «Harry Potter»-Bücher von J. K. Es sind indes nicht die einflussreichsten – eher Länder wie Österreich, Chile oder Kasachstan. Rowling gehören zu den erfolgreichsten, die jemals publiziert wurden – auch dank den acht Filmen von Warner Bros (das letzte Buch wurde zweigeteilt). 2001 kam bereits der erste Film mit Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine Granger) und Rupert Grint (Ron Weasley) in den Hauptrollen. Der Erfolg auf der Kinoleinwand kurbelte die Verkaufszahlen der Bücher weiter an. Auch die Schweiz steht abseits. «Fast meine ganze Klasse hat den Trick angewendet.

Mit einem weltweiten Gesamt-Einspielergebnis von über 7.7 Milliarden US-Dollar sind die Harry-Potter-Filme nach dem «Marvel Cinematic Universe» und den Star-Wars-Filmen die dritterfolgreichste Filmreihe. Dank Spezialausgaben, wie der Reunion «20th Anniversary: Return to Hogwarts», im Januar dieses Jahres bricht der Hype auch für die Potter-Filme nicht ab. Etwa punkto Überprüfung nuklearer Abrüstungsschritte. Potter ist nicht zu toppenKaum ein Buch aus der Kinder- und Jugendliteratur konnte der «Harry-Potter»-Reihe bisher das Wasser reichen. Aber viele Autorinnen und Autoren haben versucht, an den Erfolg anzuknüpfen.» Lehrer werden dazu aufgerufen, verdächtige Resultate zu melden Wie viele Schüler und Schülerinnen insgesamt in der Schweiz Kenntnis von dem Trick hatten, ist unklar.

Passend zum Thema Ein prominentes Beispiel ist die fünfbändige Fantasy-Reihe «Percy Jackson» von Rick Riordan, deren erster Band im Jahr 2005 erschien. Befürworter von Atombomben glauben weiter an deren politisch stabilisierende Wirkung. Sie basiert darauf, dass die Sagen der griechischen Mythologie real sind. Hauptprotagonist ist der 12-jährige Perseus «Percy» Jackson, ein griechischer Halbgott. Auch die «Twilight Saga» von Stephenie Meyer löste kurzweilig einen Hype aus – als Buch und Film. Aktuelles Beispiel: Russland könnte ernsthaft erwägen, taktische Atomwaffen mit beschränkter Reichweite, aber auch enormen Zerstörungspotenzial im Ukraine-Krieg einzusetzen. Aber der Hype kam nie an den Potter’schen heran. Anders wäre es, wenn eine Anleitung auf den sozialen Medien verbreitet worden wäre.

Fans lesen ihren Kindern vorBuchhändler und Bibliothekarinnen bestätigen, was man vermutet: «Harry Potter» hat die Leseszene verändert und aus Lesemuffeln Bücherwürmer gemacht. Obwohl die Nachfrage nachgelassen hat, ist sie immer noch da. Jedenfalls ist die Überlegung irritierend, dass mehr Atomwaffen die Welt sicherer machen. «Wurden zu Spitzenzeiten täglich 1000 Exemplare verkauft, sind es heute noch zwei bis drei. Wenn nicht täglich, dann sicher wöchentlich», sagt Sabine Haarmann, Filialleiterin von Orell Füssli im Kramhof Zürich. Viele Fans, die die «Harry-Potter»-Geschichten als Kind gelesen haben, lesen sie nun ihren eigenen Kindern vor oder empfehlen sie ihnen zur Lektüre. Derzeit stimmt nicht einmal die Richtung. Stellt sich heraus, dass eine Schülerin oder ein Schüler den Trick angewendet hat, muss der Test wiederholt werden.

Rassismus und rückständige RollenbilderFür viele Fans bedeutet «Harry Potter» Nostalgie. Trotzdem stellt sich die Frage, wie zeitgemäss die Geschichten heute noch sind. Vor allem in Bezug auf gesellschaftsrelevante Themen wie Rassismus oder Sexismus. Galler Tagblatt», Nahost-Redaktor und Paris-Korrespondent der «Zeit» sowie Chefredaktor der «Weltwoche». Rassismus, sagt Expertin Petra Schrackmann, sei in den «Harry Potter»-Geschichten zentral. Harrys Feind, Lord Voldemort, habe eine ähnliche Ideologie wie diejenige des Dritten Reiches.

Ihn bekämpft Harry bis aufs Blut und besiegt ihn schliesslich. Aber neben diesem offenen Rassismus gäbe es auch strukturellen Rassismus: «Harry ist ein weisser, männlicher Held. Unter den Hauptcharakteren gibt es nur wenige nicht-weisse Figuren», so Schrackmann. Auch in Bezug auf Geschlechterbilder sei Harry Potter konservativ, beobachtet Petra Schrackmann. Das sei sicher auch auf Rowlings persönliche Erfahrungen zurückzuführen, die laut eigenen Angaben auf eine patriarchalisch geführte Schule in England gegangen ist.

Passend zum Thema Aber es gebe auch Anzeichen für die Erkenntnis, dass die in «Harry Potter» dargestellten Geschlechterbilder nicht mehr zeitgemäss seien, sagt Schrackmann: «In Rowlings Theaterstück ‹The Cursed Child›, zum Beispiel, wird gesagt, dass Hermine ‹Minister of Magic› geworden ist. Also auch wichtige, zentrale Funktionen werden später mit Frauen besetzt.» J.K. Rowlings Streit mit Trans-Gemeinschaft Box aufklappen Box zuklappen Bei der Diskussion um Geschlechterbilder hat sich Rowling selber ins Kreuzfeuer manövriert.

Lange wurde sie von ihren Fans als Autorin wahrgenommen, die dieselbe Perspektive hat wie sie und ihre Werte teilt. Aber mit transphoben Äusserungen in den letzten Jahren hat sie ihr Image gleich selber demontiert und viele ihrer Leserinnen und Leser vor den Kopf gestossen. Die Fangemeinde hat sich gespalten – pro und contra Rowling. Eine ausführliche Debatte zu diesem Thema gibt’s auf dem Instagram-Kanal von SRF Kultur. Zum Klassiker gewordenIn den letzten 25 Jahren hat «Harry Potter» viele inspiriert und ist dabei zum Klassiker geworden.

Er erzählt die klassische Aussenseiter-Geschichte und spricht viele zeitlose und zum Teil existenzielle Themen an: unter anderem Freundschaft, Mut, Liebe, Macht, Angst, Machtmissbrauch, Opportunismus, Manipulation. Diese Themen bieten gesammelt einen vielschichtigen Blick auf die zentrale Geschichte: der Kampf des Guten gegen das Böse. 04:21 Video Filmschatz «Harry Potter and the Philosopher’s Stone» Aus Kultur Webvideos vom 02.11.2021.

abspielen. Laufzeit 4 Minuten 21 Sekunden. Dafür fliegt Harry Potter seit 25 Jahren auf seinem Besen – und wird es voraussichtlich noch lange tun. Er ist Teil des Literatur-Kanons geworden. Pippi Langstrumpf, Peter Pan und Pinocchio: Willkommen im Club, Harry Potter! .