Zweiter Zulassungsantrag: Impfstoff kommt jetzt in Riesenschritten

Biontech und Pfizer beantragen Impfstoffzulassung in der EU

02.12.2020 00:26:00

Biontech und Pfizer beantragen Impfstoffzulassung in der EU

Nach der US-Firma Moderna stellten jetzt auch BionTech/Pfizer einen Zulassungsantrag in der EU. Die Europäische Arzneimittelbehörde will Ergebnis bis 29.12. vorlegen.

Die Technik hinter den ImpfstoffenDie Präparate von Pfizer und Biontech sind sogenannte RNA-Impfstoffe. Sie enthalten genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper dann ein Viruseiweiß herstellt. Ziel der Impfung ist es, das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anzuregen, um die Viren abzufangen. Noch gibt es keinen zugelassenen Impfstoff dieser Art.

Zwar haben schon Länder wie Russland, China und kürzlich erst Bahrain Impfstoffe mit Einschränkungen freigegeben und impfen damit bereits Teile der Bevölkerung. Aber wie gut diese Impfungen tatsächlich schützen und welche Nebenwirkungen sie haben können, ist derzeit weitgehend offen.

© Bild: KURIER-InfografikImpfungen ab Dezember?EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte vor kurzem in einer Videokonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass"wir wahrscheinlich schon im Dezember in Europa mit dem Impfen beginnen können." In Österreich sollen als erste in Alters- und Pflegeheimen Bewohner über 65 Jahren sowie die Mitarbeiter geimpft werden. In der ersten Phase liegt der Focus ebenso auf Pflege- und Gesundheitspersonal in Krankenanstalten, Ordinationen, Rettungsorganisationen und sozialen Diensten sowie auf Hochrisikogruppen mit definierten Vorerkrankungen. headtopics.com

"Im Idealfall kann im Jänner, Februar eine Million Dosen für den österreichischen Markt zur Verfügung stehen", sagte kürzlich Clemens Martin Auer, Covid-Sonderbeauftragter im Gesundheitsministerium. Bei zwei notwendigen Teilimpfungen pro Person wären damit 500.000 Menschen zu immunisieren. Er betonte jedoch, dass"nicht alles von heute auf morgen anders werden" könne,"im Jänner wird nicht alles möglich sein".

In Österreich stehen 200 Millionen Euro für den Ankauf von 18,5 Millionen Dosen von sechs Herstellern (Biontech/Pfizer, Moderna, Curevac, AstraZeneca, Johnson&Johnson, Sanofi) zur Verfügung. Pro Person sind zwei Impfdosen im Abstand von drei bis vier Wochen notwendig.

Die Impfstoffe werden alle zentral von der EU beschafft. Mit sechs der sieben Impfstoffanbieter wurden bereits fixe Vorverkaufsverträge auf EU-Ebene abgeschlossen. 70 Prozent dieser Impfstoffe werden laut Gesundheitsministerium in Europa produziert.

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