Zwei Bezirke retour an SPÖ, Türkis verliert die Josefstadt

Die SPÖ konnte ihre Macht stärken, manche Duelle blieben aus. Die Grünen erobern die Josefstadt nach zehn Jahren von der ÖVP zurück.

13.10.2020 08:09:00

Die SPÖ konnte ihre Macht stärken, manche Duelle blieben aus. Die Grünen erobern die Josefstadt nach zehn Jahren von der ÖVP zurück.

Die SPÖ konnte ihre Macht stärken, manche Duelle blieben aus. Die Grünen erobern die Josefstadt nach zehn Jahren von der ÖVP zurück.

Der UmkämpfteSpannend war die Lage vor dem fertigen Auszählen der Wahlkarten nur noch in einem Bezirk: DerJosefstadt. Hier lieferten einander ÖVP-Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert und die Grünen unter Martin Fabisch ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das den Namen auch tatsächlich verdient hat: Um nur 37 Wählerstimmen lag die ÖVP Sonntagabend voran. Nach Auszählung der Briefwahlstimmen am Montagabend lagen die Grünen dann doch recht deutlich mit 33,59 Prozent vor der ÖVP (30, 55 Prozent). Damit muss Mickel nach zehn Jahren den Posten der Bezirksvorsteherin räumen.

Anschober: Erste Lieferung von AstraZeneca ab 7. Februar Nachruf: Universalkünstler Arik Brauer mit 92 Jahren verstorben Mehr als 400.000 Unterschriften für Tierschutz-Volksbegehren - derStandard.at

Die NeuenIn derLeopoldstadthat die SPÖ Revanche geübt. Denn bei der Wien-Wahl 2015 lag die SPÖ im Bezirk noch unangefochten in Führung. Probleme mit den Wahlkarten sorgten allerdings für eine Wiederholung der Wahl. Die SPÖ hatte massive Probleme mit der Mobilisierung, die Grünen lagen plötzlich in Führung – erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ging die rote Bastion verloren. Nun liegt sie mit Alexander Nikolai wieder in der Hand der SPÖ.

Die rote Rückeroberung vonSimmering, der Arbeiterhochburg mit symbolischer Bedeutung für die SPÖ, ist ihr ebenfalls gelungen. Thomas Steinhart triumphiert mit 42,2%. Simmering war zwischen SPÖ und FPÖ immer hart umkämpft, 2015 ging der Bezirk knapp an die FPÖ. Der erste freiheitliche Bezirksvorsteher Paul Stadler muss nach einer Legislaturperiode die Sachen packen, wenngleich er auch nun mit 27,3% das beste FPÖ-Ergebnis einfuhr. headtopics.com

Die HochburgenDer türkise Bezirksvorsteher derInneren Stadt, Markus Figl, der 2015 nur knapp an einem Wahldebakel vorbeigeschrammt war, konnte sich mit 39,1% gegen die damals starken Roten behaupten, die 1,2 Prozentpunkte verloren. Wohl wegen des Wahlkampfaufregers „autofreie“ Innenstadt. Dass sich Figl aus der Diskussion zuletzt herausnahm, dürfte ihm zugute gekommen sein, genauso wie die SPÖ-internen Spannungen um die Ex-Bezirkschefin Mireille Ngosso.

AuchNeubaubleibt, was er seit 2001 ist: Die grüne Hochburg. Markus Reiter erzielte mit 41,2% bei seinem ersten Antreten – er übernahm 2017 von Langzeit-Bezirkschef Thomas Blimlinger – fast doppelt so viel wie die SPÖ (21,9%) .Im „Problembezirk“

Favoritenmit hohem Arbeiter- und Migrantenanteil hat zumindest die SPÖ kein Problem. Sie fuhr mit 48,3% ihr bestes Ergebnis bei den Bezirkswahlen ein. Bezirksvorsteher Marcus Franz, erst drei Jahre im Amt, konnte sich in Wiens bevölkerungsreichstem Bezirk mit einem etwas eigenwilligen Wahlkampf – inklusive riesigem Graffiti-Selbstporträt – durchsetzen.

InHietzingbleibt alles beim Alten und der Nobelbezirk stabil türkis. Die ÖVP holte mit 41,2% sogar ihr bestes Bezirksergebnis. Im Vergleich zu den wienweiten Zuwächsen konnte Bezirksvorsteherin Silke Kobald mit plus 1,9% aber nur gering zulegen. headtopics.com

Corona: KN95-Masken sind kein Ersatz für FFP2 FFP2-Masken-Pflicht: Kommt Ihr Bart ab? - derStandard.at Arik Brauer starb im Alter von 92 Jahren

DieBrigittenauist seit jeher ein rotes Bollwerk – auch wenn der Abstand zur FPÖ in den vergangenen Wahlen zusehends geschmolzen ist. Weder die Blauen noch sonst eine Partei wurden Bezirksvorsteher Hannes Derfler diesmal gefährlich. Mit prognostizierten 47,2% kratzt die SPÖ fast an der absoluten Mehrheit. ÖVP und die Grünen liegen weit abgeschlagen auf Platz zwei und drei.

Die VerteidigerIn einigen Bezirken blieb das erwartete Duell um Platz eins letztlich doch aus. So auch inMariahilf, wo ein rot-grünes Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet worden war. SPÖ–Bezirksvorsteher Markus Rumelhart konnte Mariahilf letztlich mit 37,6% aber problemlos halten, gegenüber den Grünen mit 28,2%.

Auch inAlsergrundwar ein rot-grünes Duell erwartet worden, lagen die Parteien 2015 doch nur gering auseinander. Die SPÖ-Bezirksvorsteherin Saya Ahmed, gebürtige Irakerin und erst seit 2018 im Amt, baute aber den Vorsprung der SPÖ mit 32,5% sogar noch leicht aus.

Die grüne Bezirksvorsteherin Silvia Nossek hatte 2015 die schwarze Ära inWähringbeendet – mit einem minimalen Vorsprung. Die türkise ÖVP mobilisierte heuer alle Kräfte zur Rückeroberung. Vergeblich: Nossek sitzt mit 35,2% und einem Abstand von 7,2 Prozentpunkten auf die ÖVP noch fester am Bezirkskaiser-Thron. Detail am Rande: In Währing hat die SPÖ mit 19,4% ihr schlechtestes Ergebnis. headtopics.com

Weiterlesen: Die Presse »

Das ist das logische Ergebnis, wenn man die bessere Grüne sein will. Nur Autofahrer schikanieren kann kein Programm sein. Auch Josefstädter fahren Auto, vor allem die Nettozahler - sprich vormals ÖVP-Wähler.

Bezirksvertretungswahlen: Simmering wieder in SPÖ-Hand, ÖVP verteidigt die City, nur mehr Josefstadt spannendDer Trend der Gemeinderatswahl hat sich auch auf die Bezirksvertretungen durchgeschlagen. Die FPÖ wurde durchwegs abgestraft.

Wien wählt: Überspringt die SPÖ den '40er', erobert die...Alle im Rathaus vertretenen Parteien gehen mit neuen Spitzenkandidaten ins Rennen - Heinz-Christian Strache mischt als Neo-Listengründer mit. Grüne und ÖVP rittern um Platz zwei, der FPÖ könnte ein Debakel bevorstehen. Die Presse tickert ab 14 Uhr live. Gibt es schon eine Strache Maske für Halloween... Wien kann man bald 'Ludwigschenko' taufen. Nein zur SPÖ....

Wien-Wahl: Mit wem die SPÖ welche Überschneidungen und Differenzen hat - derStandard.at

Punktlandung für die SPÖ am WahltagDie SPÖ bleibt die Nummer 1 in Wien. Erste Trendprognose sehen die Partei von Michael Ludwig bei 42 Prozent. Heißt mit anderen Worten: Unseren netten Nachbarn ist auch nicht mehr zu helfen. ☹️

Blümel: „Die Entscheidung liegt bei der SPÖ Wien“Gernot Blümel nennt sein Abschneiden ein „historisches Ergebnis“. Er sieht darin die Mischung aus türkisen Inhalten, einem starken Team und Kanzler Kurz. Abgehoben und eingebildet - im rechten Lager gefischt wäre es wohl eher - starkes Team - wo ? Türkise Inhalte - wo ? Kanzler Kurz.........äh ! Ist Euch diese einseitige Berichterstattung nicht schon selbst peinlich

Ludwig führte SPÖ zum Triumph: Wien bleibt andersNach dem gestrigen SPÖ-Triumph hat Bürgermeister Michael Ludwig nun drei Optionen für eine Koalition. Die FPÖ stürzt ab, die ÖVP kann sich verdoppeln, auch Grüne und NEOS verbuchen ein Plus. Ex-Vizekanzler Strache ist gescheitert. Wahlsieger war die Partei der Durchschauer.....12%, nicht schlecht. dann hallt die anderen