Wiener Heumarkt: Entscheidung über Alternativ-Plan fällt 2021

Die Stadt wartet auf das UNESCO-Urteil über das turmlose Projekt und eine Studie dazu. Wie es jetzt weitergeht.

30.12.2020 14:00:00

Die Stadt wartet auf das UNESCO-Urteil über das turmlose Projekt und eine Studie dazu. Wie es jetzt weitergeht:

Die Stadt wartet auf das UNESCO-Urteil über das turmlose Projekt und eine Studie dazu. Wie es jetzt weitergeht.

pocketEigentlich hätte 2020 das Jahr der Entscheidung für das umstrittene Heumarkt-Projekt werden sollen. Oder genauer gesagt: für die abgespeckte Version, die ohne den 66 Meter hohen Wohn- und Hotelturm auskommt. Daraus wurde aber nichts – vor allem wegen Corona. Nun soll es 2021 soweit sein.

Bad Waltersdorf: Heiltherme trennte sich von Impfgegner-Ärztin Immer mehr Fälle: Weitere steirische Bürgermeister schon geimpft Bürgermeister als Vordrängler: Geimpfter Jakob Strauß entschuldigt sich: 'Es war ein Fehler'

Zur Erinnerung: Das Alternativ-Projekt wurde. Investor Michael Tojner gab der Stadt damals bis zum heurigen Herbst Zeit, der UNESCO den Plan B schmackhaft zu machen. Andernfalls verfolge man die ursprüngliche Planung weiter.Geschehen ist jedoch weder das eine noch das andere. Woran das liegt – und wie es nun weitergeht.

Wie sieht die UNESCO das turmlose Projekt?Die erste Reaktion im Dezember 2019 fiel positiv aus. Allerdings war der Alternativ-Plan damals noch nicht an das Welterbezentrum übermittelt gewesen. Das sei inzwischen geschehen, heißt es auf Anfrage aus dem Büro des städtischen Welterbe-Koordinators Ernst Woller (SPÖ). headtopics.com

Die Causa Heumarkt: Was bisher geschah2012Die damalige grüne Planungsstadträtin Maria Vassilakou startet die Neugestaltung des teils heruntergekommenen Heumarkt-Areals, auf dem Hotel Intercontinental, Eislaufverein und Konzerthaus beheimatet sind. Als privater Partner der Stadt wird Wertinvest-Chef Michael Tojner präsentiert. 

2013Der Rahmenplan für die Neugestaltung wird vorgestellt. Er sieht einen 73 Meter hohen Turm für 50 Eigentumswohnungen und 40 Hotelappartements vor. Kurz darauf wird Kritik laut: Namhafte Architekten fürchten um das Stadtbild und fordern einen Stopp der Weiterplanung. Die UNESCO zeigt sich unglücklich. 

2014Der Entwurf des Architekten Isay Weinfeld wird zum Siegerprojekt gekürt. Er hält am 73-Meter-Turm fest. 2016Die Stadt verordnet eine Nachdenkpause. Die UNESCO verwarnt Österreich dennoch und fordert eine Bauhöhe von 43 Metern. Zu Jahresende präsentieren die Stadt und Tojner überarbeitete Pläne – mit einem 66-Meter-Turm. 

2017Der Gemeinderat widmet das Areal als Hochhaus-Standort. Die UNESCO setzt Wien als gefährdete Weltkulturstätte auf die Rote Liste. 2019Wieder gibt es eine Nachdenkpause – diesmal von der SPÖ verkündet.  Im Dezember wird ein Alternativ-Projekt ohne Turm angekündigt.  headtopics.com

Astra Zenecas Probleme hauen alle Pläne über den Haufen Israel: 224.000 Impfungen - an einem Tag Luchspaar in der Niederösterreich gesichtet - derStandard.at

2020Österreich übermittelt der UNESCO   Berichte über geplante Maßnahmen zum Erhalt des Welterbestatus und geht darin auf das Alternativ-Projekt ein. Für  Sommer ist eine  Sitzung des  Welterbekomitees angesetzt, bei der über den Verbleib Wiens auf der Roten Liste entschieden werden soll. Sie wird wegen Corona  verschoben. 

Die UNESCO habe daraufhin eine Studie darüber verlangt, ob Plan B und Welterbe-Status kompatibel seien.Dem kam die Stadt nach: Sie beauftragte Manfred Wehdorn, Architektur-Professorund Kritiker des ursprünglichen Projekts, mit einer Studie. Laut dieser wäre die Variante ohne Hochhaus Welterbe-verträglich, so Woller.

Diese Einschätzung sei im November an die UNESCO übermittelt worden, deren Beurteilung stehe noch aus. Wann sie vorliegen wird, sei wegen Corona nicht absehbar.Hatte nicht auch der Bund die Finger im Spiel? Weiterlesen: KURIER »