Wien impft jetzt auch über 65-Jährige mit AstraZeneca

Die Stadt sieht keine Diskrepanz zur Entscheidung des nationalen Impfgremiums. Zudem rechnet man damit, bis Ende Juni 70 Prozent der Wiener geimpft zu haben.

03.03.2021 16:14:00

Die Stadt sieht keine Diskrepanz zur Entscheidung des nationalen Impfgremiums. Zudem rechnet man damit, bis Ende Juni 70 Prozent der Wiener geimpft zu haben.

Die Stadt sieht keine Diskrepanz zur Entscheidung des nationalen Impfgremiums. Zudem rechnet man damit, bis Ende Juni 70 Prozent der Wiener geimpft zu haben.

„Es besteht kein Grund, hier den Riegel weiter vorzuhalten, und auf die gedruckten Studien zu warten“, sagte der Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes, Michael Binder. „Es geht jetzt um Schnelligkeit“. Deswegen habe man sich entschieden, Astrazeneca auch vermehrt in höheren Altersgruppen anzubieten. Zum Einsatz kommen soll das Vakzin zunächst bei Risikopatientinnen und -patienten im Krankenhaus.

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Das Vorgehen Wiens laufe den Empfehlungen des Gremiums nicht zuwider, ist Binder überzeugt. „Das Gremium hat weise entschieden“. Für eine generelle Empfehlung wolle man die Studien abwarten, andererseits würde es die Impfung mit Astrazeneca bei Älteren empfehlen, „wenn es zu logistischen Problemen mit dem mRNA-Impfstoff kommen sollte“, zitierte Binder die Leiterin des nationalen Impfgremiums Ursula Wiedermann-Schmidt. Diesen Fall sieht Binder gegeben.

Zudem dürfe man nicht vergessen, dass der AstraZeneca-Impfstoff eine volle Zulassung in Europa habe, so Hacker. „Jeder Arzt hat das Recht, den Impfstoff einzusetzen“.„Großartiger Effekt“ in AltenheimenWien hat die Impfungen in Alten- und Pflegeheimen vergangene Woche abgeschlossen. Hier zeige sich für Hacker schon jetzt ein „großartiger Effekt“ auf das Infektionsgeschehen. Insgesamt sind die Fallzahlen in den Senioreneinrichtungen um 87 Prozent gesunken. headtopics.com

Ebenso durchgeimpft sei das Personal in den Wiener Spitälern sowie die Rettung, die mobile Pflege und der niedergelassene Bereich werde nächste Woche soweit sein. Die Impfung der über 80-Jährigen will Hacker bis Ende März abgeschlossen haben.

Wien begann am Mittwoch mit der Phase 2 im Impfplan und der Impfung von Lehrern, Hort- und Kindergartenpädagoginnen. In den kommenden drei Wochen werden im Austria Center Vienna insgesamt rund 35.000 Menschen aus diesem Bereich ihren ersten Impfstich erhalten.

Bis Ende Juni 70 Prozent der Wiener geimpftHacker gab auch einen Ausblick für die allgemeine Bevölkerung. „Ich hoffe, dass wir bis Ende Juni 70 Prozent der Bevölkerung geimpft haben werden.“ Das könne er aber nur garantieren, wenn einerseits die versprochenen Lieferungen eingehalten werden und der zusätzliche Impfstoff von Johnson & Johnson rechtzeitig zugelassen und geliefert wird.

Bei der Impfung in die Breite soll neben den Impfstraßen auch die Hausärzte eine „tragende Säule“ sein, sagte Hacker. Diese können entweder in ihrer eigenen Ordination impfen oder für den Zweck Zeitfenster in den Schnupfenboxen reservieren, die man nach und nach in Impfboxen umwandeln will. Zudem sei man bereits im Kontakt mit großen Firmen, die ihre eigene Impflogistik aufbauen. headtopics.com

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